Artwork
Self Portrait

Self Portrait is an oil painting by the Regionalist artist Howard Lloyd Roberts. It dates from 1930 and is held in the collection of the National Library of Wales.
About this work
Übersicht
Selbstbildnis ist ein Ölgemälde auf Leinwand des walisischen Malers und Soldaten Howard Lloyd Roberts, datiert auf etwa 1930.
Selbstbildnis ist ein Ölgemälde auf Leinwand des walisischen Malers und Soldaten Howard Lloyd Roberts, datiert auf etwa 1930. Mit den Maßen 56,5 mal 39 Zentimeter zeigt das Werk den Künstler in Brustbild. Es befindet sich in der National Library of Wales als Teil der Sammlung gerahmter Kunstwerke dieser Institution und ist unter der Bezeichnung Public Domain für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Gemälde stellt eine bedeutende Dokumentation des Selbstbildnisses des Künstlers kurz vor seinem Lebensende dar, ausgeführt mit einer charakteristisch haptischen und expressiven Herangehensweise.
Motiv und Bedeutung
Das Motiv des Gemäldes ist Howard Lloyd Roberts selbst, von der Brust aufwärts vor einem dunklen, einheitlichen Hintergrund dargestellt. Er trägt einen braunen Hut mit Krempe, eine dunkle Sonnenbrille, ein weißes Hemd mit Kragen, eine dunkle Krawatte und eine dunkle Jacke. Die Einbeziehung von Hut und Sonnenbrille erzeugt eine undurchdringliche, zurückhaltende Persona, die die Augen verdeckt und dem Sujet eine gewisse Distanziertheit oder Formalität verleiht. Die rötlich-pinken Hauttöne des Gesichts bilden den primären Blickfang und kontrastieren mit den dunklen Blau-, Schwarz- und Brauntönen, die den übrigen Teil der Komposition dominieren. Das Fehlen jeglicher Umgebung oder Umgebungsdetails erzwingt eine unmittelbare Konfrontation zwischen Betrachter und der konstruierten Identität des Künstlers.
Technik und Stil
In Öl auf Leinwand ausgeführt, zeichnet sich das Werk durch seinen schweren Impasto und seine stark strukturierte Oberfläche aus. Dicke, gerichtete Pinselstriche bedecken die gesamte Komposition, wobei sichtbare vertikale Striche eine raue, haptische Qualität sowohl für die Figur als auch für den Hintergrund erzeugen. Der Hintergrund weicht in ein nahezu schwarzes Dunkel mit subtilen Tonnuancen zurück, während das Licht von vorne einfällt und das Gesicht sowie die Krempe des Hutes beleuchtet. Diese frontale Ausleuchtung hebt die helleren Hauttöne und das Weiß des Hemdkragens hervor, die in starkem Kontrast zur ansonsten dunklen, gedämpften Farbpalette stehen. Die Behandlung der Farbe betont die physische Substanz des Mediums ebenso wie die Ähnlichkeit des Dargestellten.
Geschichte und Provenienz
Entstanden um 1930, verblieb das Gemälde während des Lebens des Künstlers in seinem persönlichen Besitz. 1977 erwarb die National Library of Wales das Werk durch den Kauf von Miss Mary Lloyd Roberts. Seit dem Erwerb trägt es die Inventarnummer PB08938 und befindet sich in der National Library of Wales als Teil ihrer Sammlung gerahmter Kunstwerke.
Kontext
Howard Lloyd Roberts lebte von 1879 bis 1935 und bezeichnete sich beruflich sowohl als Maler als auch als Soldat. Er schuf dieses Selbstbildnis um 1930, nur wenige Jahre vor seinem Tod. Das Gemälde spiegelt die breitere Tradition der direkten, unerschrockenen Selbstporträts des frühen zwanzigsten Jahrhunderts wider, während der schwere Impasto und die düstere Farbpalette mit den expressiven malerischen Techniken übereinstimmen, die von britischen und walisischen Künstlern dieser Zeit geschätzt wurden. Die zurückhaltende Art der Darstellung, bei der der Dargestellte eine dunkle Sonnenbrille und einen Hut trägt, bietet eine komplexe psychologische Präsentation, die im Kontrast zur Verletzlichkeit steht, die oft mit dem Genre des Selbstporträts verbunden wird.
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