Artwork

Entry of Napoleon I into Berlin, 27th October 1806

Entry of Napoleon I into Berlin, 27th October 1806, by Charles Meynier, oil, 1810
Entry of Napoleon I into Berlin, 27th October 1806, by Charles Meynier, oil, 1810

Entry of Napoleon I into Berlin, 27th October 1806 is an oil painting by Charles Meynier. It dates from 1810 and is held in the collection of the Palace of Versailles.

About this work

Thema und Bedeutung

Die Komposition umfasst Marschälle wie Berthier, Davout und Augereau sowie die Kaiserliche Garde und veranschaulicht die Pracht der Grande Armée.

Das Gemälde zeigt den französischen Kaiser Napoleon I., der am 27. Oktober 1806 nach seinen entscheidenden Siegen bei Jena und Auerstedt in Berlin einzieht. Napoleon wird dargestellt, wie er an der Spitze seiner Truppen durch das Brandenburger Tor reitet, gesehen vom Pariser Platz. Dies symbolisiert den Höhepunkt seines militärischen Erfolgs und die Durchsetzung der französischen Kontrolle über Preußen. Die Komposition umfasst Marschälle wie Berthier, Davout und Augereau sowie die Kaiserliche Garde und veranschaulicht die Pracht der Grande Armée. Die Szene ist historisch im 21. Bulletin der Grande Armée verankert, das die Kapitulation der Stadt und die Übergabe ihrer Schlüssel an den Kaiser dokumentiert. Indem der Moment unter einem sonnenbeschienenen Himmel mit Menschenmengen entlang der Route dargestellt wird, fungiert das Werk als kaiserliche Propaganda, die die Etablierung des Kontinentalblocks und die Unterwerfung einer großen europäischen Macht feiert.

Technik und Stil

Charles Meynier führte dieses Historiengemälde 1810 mit Ölfarbe auf Leinwand aus. Das Werk ist von monumentalem Format und misst 363 cm in der Höhe und 493 cm in der Breite. Stilistisch zeigt die Komposition Napoleon, wie er seine Truppen durch das Brandenburger Tor führt, gesehen vom Pariser Platz, wobei der Kaiser im Vordergrund positioniert ist und eine Menge von Zuschauern begrüßt. Die Szene wird von hellem Sonnenlicht erhellt, was der offiziellen Darstellung eines herrlichen Tages im 21. Bulletin der Grande Armée entspricht. Als Militärmaler strukturierte Meynier die Erzählung so, dass sie den Feldzug der Grande Armée verherrlicht, indem er die zentrale Figur von Marschällen und kaiserlichen Garden umgibt, um die kaiserliche Autorität und den Sieg zu betonen.

Geschichte und Provenienz

Charles Meynier malte den Einzug Napoleons I. in Berlin am 27. Oktober 1806 im Jahr 1810. Das Werk wurde 1809 von Napoleon I. für die Galerie de Diane im Palais des Tuileries in Auftrag gegeben, blieb jedoch bis zu seiner Übernahme durch den französischen Staat und seiner Aufstellung im Musée national des châteaux de Versailles et de Trianon im Atelier des Künstlers. Das Gemälde, in Öl auf Leinwand ausgeführt, misst 363 cm in der Höhe und 493 cm in der Breite und wurde erstmals auf dem Salon von 1810 ausgestellt. Es zeigt Napoleons siegreichen Einzug in Berlin nach der Schlacht bei Jena, mit dem Brandenburger Tor im Hintergrund, und stützt sich auf offizielle Bulletins der Grande Armée, um die historische Szene mit Genauigkeit wiederzugeben. Das Werk befindet sich seit seiner Übernahme in der Sammlung des Schlosses Versailles.

Das Gemälde wird im Schloss Versailles aufbewahrt, genauer gesagt im Musée national des châteaux de Versailles et de Trianon. Zu seinen Inventarnummern gehören MV 1552, INV 6628 und MR 2134, wie in der Joconde-Datenbank verzeichnet. Das Werk wurde auf dem Salon von 1810 ausgestellt und ist seit seiner Auftragserteilung durch Napoleon I. für die Galerie de Diane im Palais des Tuileries im Jahr 1809 Teil der Sammlung von Versailles.

Kontext

Die kritische Rezeption von Charles Meyniers Einzug Napoleons I. in Berlin hat vor allem seine propagandistische Funktion innerhalb der napoleonischen Bildkultur betont. Zeitgenössische französische Zuschauer lobten die dramatische Komposition und den patriotischen Schwung des Werks und betrachteten es als triumphale Dokumentation der kaiserlichen Expansion (Quelle 1). Die Forschung des 19. Jahrhunderts, insbesondere die Studien von Tulard und Schurr, verortet das Gemälde im breiteren Œuvre von Meynier als Militärmaler, der die Feldzüge der Grande Armée dokumentierte, und verknüpft es mit der von Jacques-Louis David begründeten Tradition (Quelle 3). Moderne Analysen, wie die von Mayer-Michalon, deuten die Leinwand als visuelle Verkörperung des Berliner Dekrets und des Kontinentalblocks hervor und betonen ihre Rolle bei der Konsolidierung von Napoleons politischer Erzählung (Quelle 5). Die Aufstellung des Werks im Musée national des châteaux de Versailles unterstreicht seinen Status als kanonisches Beispiel für die französische Historienmalerei des frühen 19. Jahrhunderts (Quelle 6).

Nachwirkung

Das Gemälde wurde weithin als visuelle Feier von Napoleons Dominanz nach seinen Siegen bei Jena und Auerstedt anerkannt und um 1830 in Lithografien reproduziert, was seinen Platz im kollektiven Gedächtnis der napoleonischen Ära festigte. Zeitgenössische Rezensionen lobten seine dramatische Komposition und seine Rolle bei der Förderung des Mythos der Grande Armée und beeinflussten spätere Militärmalerei, die heroische Führung und kaiserlichen Triumph betonte. Die Ausstellung des Werks auf dem Salon von 1810 half, eine Gattung der Historienmalerei zu etablieren, die patriotische Erzählung mit präzisen topografischen Details verband, ein Modell, dem französische akademische Maler im gesamten 19. Jahrhundert folgten. Seine Präsenz im Schloss Versailles bekräftigte die Verbindung zwischen napoleonischer Macht und französischem Kulturerbe, während spätere Historiker es als Schlüsseldokument dafür zitierten, wie die Bildkultur die öffentliche Wahrnehmung des preußischen Feldzugs von 1806 prägte.

Entry of the French army in Munich
Entry of the French army in Munich, Nicolas-Antoine Taunay

Artist & collection

Portrait of Charles Meynier

Artist

Charles Meynier

Charles Meynier (1763 or 1768, Paris – 1832, Paris) was a French painter of historical subjects in the late 18th and early 19th century. He was a contemporary of Antoine-Jean Gros and Jacques-Louis David.

This work is in the public domain (CC0). Image source: Palace of Versailles open access. Spotted an error in this record? Tell us.