Artwork

Últimos momentos de Fernando IV el Emplazado

Últimos momentos de Fernando IV el Emplazado, by José Casado del Alisal, oil, 1860
Últimos momentos de Fernando IV el Emplazado, by José Casado del Alisal, oil, 1860

Últimos momentos de Fernando IV el Emplazado is an oil painting by José Casado del Alisal. It dates from 1860 and is held in the collection of the Museo del Prado.

About this work

Sujet & Bedeutung

Ein zentrales ikonografisches Element ist die Sanduhr, die den Countdown der von den Brüdern Carvajal ausgesprochenen dreitägigen Frist materialisiert.

Das Gemälde zeigt die legendären letzten Momente von König Ferdinand IV. von Kastilien, der am 7. September 1312 in Jaén starb, genau dreißig Tage nach der Hinrichtung der Brüder Carvajal. Nach mittelalterlichen Chroniken forderten die Brüder Carvajal, Ritter des Ordens von Calatrava, die wegen des Mordes an dem Liebling des Königs, Juan de Benavides, verurzielt worden waren, Ferdinand IV. auf, innerhalb von dreißig Tagen vor Gott zu erscheinen, als Vergeltung für ihren ungerechten Tod. Das Werk visualisiert die Todeszenen des Königs, wobei die Symbolik auf dieser übernatürlichen Vorladung zum göttlichen Gericht zentriert ist. Ein zentrales ikonografisches Element ist die Sanduhr, die den Countdown der von den Brüdern Carvajal ausgesprochenen dreitägigen Frist materialisiert. Ihre Präsenz verwandelt die intime Kammer in eine Bühne kosmischer Abrechnung und verbindet den physischen Verfall des Königs mit der Erfüllung des Fluchs der Brüder. Das Gemälde verkörpert somit die mittelalterliche Legende, die Ferdinand IV. den Beinamen "el Emplazado" ("der Vorladungene") einbrachte, und stellt die moralischen Konsequenzen königlicher Ungerechtigkeit sowie den mittelalterlichen Glauben dar, dass irdische Macht vor dem göttlichen Gericht verantwortlich blieb.

Technik & Stil

Das Gemälde Últimos momentos de Fernando IV el Emplazado ist in Öl auf Leinwand ausgeführt. Das Werk misst 318 cm in der Höhe mal 248 cm in der Breite. Es zeigt die letzten Momente von König Ferdinand IV. von Kastilien, der in seinem Schlafzimmer von den Brüdern Carvajal, einer Sanduhr und symbolischen Elementen der Sterblichkeit umgeben ist. Die Komposition ist formell und narrativ, wobei die historische Dramatik durch Chiaroscuro-Beleuchtung und präzise anatomische Darstellung, typisch für die akademische Malerei des 19. Jahrhunderts, betont wird. Der Pinselduktus ist glatt, mit einer zurückhaltenden Palette erdiger Töne, die die düstere Stimmung verstärkt. Die Leinwand trägt die Oberflächenstruktur eines traditionellen Trägermaterials, behandelt mit einem zurückhaltenden Impasto, der feine Details in den Gesichtsausdrücken und den Drapierungen bewahrt. Ihr Zustand ist stabil, da sie seit 1881 für die Ausstellung im Palacio del Senado konserviert wurde.

Das Gemälde wurde mit einer Medaille erster Klasse bei der Exposición Nacional de Bellas Artes von 1860 ausgezeichnet, was die zeitgenössische Wertschätzung für seine technische Fertigkeit und sein historisches Sujet widerspiegelt.

Geschichte & Provenienz

Últimos momentos de Fernando IV el Emplazado ist ein Ölgemälde auf Leinwand, das 1860 von José Casado del Alisal geschaffen wurde. Das Werk wurde erstmals bei der Exposición Nacional de Bellas Artes de 1860 ausgestellt, wo es eine Medaille erster Klasse erhielt, und im selben Jahr wurde es vom spanischen Staat für 45.000 Reales durch königlichen Erlass vom 20. Dezember 1860 für die Sammlung des Museo del Prado erworben. 1862 reiste die Leinwand zur Exposición Universal de 1862 in London und kehrte Anfang 1863 nach Spanien zurück. Bis 1881 wurde das Gemälde gemäß königlichem Erlass vom 8. Januar 1881 als Leihgabe vom Prado an den Senat von Spanien übertragen und wird dort seither ausgestellt. Es wurde auch 1892 in der Sektion Geschichte der Malerei der Exposición Nacional de Bellas Artes neben Werken von Antonio Gisbert, Eduardo Cano und Francisco Pradilla gezeigt. Zeitgenössische Reproduktionen erschienen in El Museo Universal (1860), El Museo Literario (1865) und La Ilustración de España (1886). Das Prado besitzt das Werk, aber sein physicher Standort ist seit 1881 der Palacio del Senado.

Das Gemälde Últimos momentos de Fernando IV el Emplazado befindet sich im Palacio del Senado in Madrid, wo es seit 1881 als Langzeitdarlehen des Museo del Prado ausgestellt wird (Quelle 1; Quelle 2; Quelle 4). Das Werk gelangte 1860 in die staatliche Sammlung Spaniens, nachdem es eine Medaille erster Klasse bei der Exposición Nacional de Bellas Artes gewonnen hatte, und wurde durch königlichen Erlass vom 20. Dezember 1860 für 45.000 Reales erworben (Quelle 3; Quelle 4). Es wurde später bei der Weltausstellung 1862 in London gezeigt, kehrte Anfang 1863 nach Spanien zurück und wurde 1876 in der Galería de Bellas Artes in Philadelphia ausgestellt, bevor es durch königlichen Erlass vom 8. Januar 1881 formell an den Senat übertragen wurde (Quelle 3; Quelle 4). Eine vorbereitende Skizze wird vom Provinzrat von Palencia aufbewahrt, und das Gemälde wurde 1892 in der Sektion "Historia de la Pintura" der spanischen Nationalausstellung der Schönen Künste neben Werken von Gisbert, Cano und Pradilla gezeigt (Quelle 3; Quelle 4).

Kontext

Casado del Alisal präsentierte die Leinwand bei der Exposición Nacional de Bellas Artes von 1860 neben Un prisionero und Semíramis en el Infierno del Dante, wo es eine von fünf Medaillen erster Klasse erhielt und vom spanischen Staat für 45.000 Reales erworben wurde. Das Werk wurde anschließend bei der Weltausstellung 1862 in London, bei einer Ausstellung 1876 in der Philadelphia Gallery of Fine Arts und in der Sektion Geschichte der Malerei der Exposición Nacional de Bellas Artes von 1892 gezeigt, wo es neben historischen Gemälden von Antonio Gisbert, Eduardo Cano und Francisco Pradilla zu sehen war. Die zeitgenössische Kritik war höchst lobend, und das Gemälde wurde als Stich in El Museo Universal (1860), El Museo Literario (1865) und La Ilustración de España (1886) reproduziert. Die Komposition gehört zur spanischen Historienmalerei der Mitte des 19. Jahrhunderts, die sich mittelalterlichen kastilischen Sujets widmete, einer Linie, die auch von Gisbert verfolgt wurde, dessen 1863 entstandene Darstellung von María de Molina, die Fernando IV. bei den Cortes von Valladolid vorstellt, von demselben historischen Milieu inspiriert war, sowie von Salvador Martínez Cubells, der 1867 La muerte de los Carvajales direkt zur Legende der Carvajal malte.

Nachwirkung

Últimos momentos de Fernando IV el Emplazado hat durch seine dramatische Darstellung von königlichem Martyrium und institutionellem Erbe einen nachhaltigen Einfluss auf die spanische Historienmalerei ausgeübt. Das Werk brachte Casado del Alisal eine Medaille erster Klasse bei der Exposición Nacional de Bellas Artes von 1860 ein und wurde im selben Jahr vom spanischen Staat für 45.000 Reales erworben (Quelle 3). Es gelangte in die Sammlung des Museo del Prado, wird aber seit 1881 im Palacio del Senado als Leihgabe ausgestellt (Quelle 4). Das Gemälde reiste international, erschien bei der Weltausstellung 1862 in London und später bei einer Ausstellung 1876 in Philadelphia, bevor es seine endgültige Übertragung an den Senat erhielt (Quelle 3). Zeitgenössische Reproduktionen in Periodika wie El Museo Universal (1860), El Museo Literario (1865) und La Ilustración de España (1886) verbreiteten sein Bild weiter (Quelle 3). Die Erzählung des Kunstwerks, die den Tod Ferdinand IV. dreißig Tage nach der Hinrichtung der Brüder Carvajal zeigt, wurde zu einem Emblem des spanischen historischen Bewusstseins des 19. Jahrhunderts und festigte das populäre Gedächtnis an den Beinamen des Monarchen "el Emplazado" sowie die politischen Spannungen seiner Herrschaft (Quelle 2).

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The Death of Belisarius' Wife, François Kinson

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