Artwork
Selbstbildnis

Selbstbildnis is an unspecified painting by the Biedermeier artist Franciszek Tepa. It dates from 1860 and is held in the collection of the National Museum in Warsaw.
About this work
Übersicht
Jahrhunderts und spiegelt sowohl die akademische Ausbildung des Künstlers als auch sein Engagement für realistische Prinzipien wider.
Selbstbildnis ist ein Ölgemälde des polnischen Realisten Franciszek Tepa aus dem Jahr 1860. Das Werk misst 45,3 mal 34 Zentimeter und befindet sich in der Sammlung des Nationalmuseums in Warschau. Als Brustbild des Künstlers fängt das Gemälde Tepa im Alter von dreißig Jahren ein, im selben Jahr, in dem er aus Paris zurückkehrte und sich dauerhaft in Lwów niederließ. Es ist ein bedeutendes Beispiel für die polnische Porträtmalerei des mittleren 19. Jahrhunderts und spiegelt sowohl die akademische Ausbildung des Künstlers als auch sein Engagement für realistische Prinzipien wider.
Motiv und Bedeutung
Das Gemälde zeigt den Künstler selbst als Brustbild im Dreiviertelprofil nach links gewandt. Tepa präsentiert sich als ernster junger Mann mit dunklen, welligen, mittellangen Haaren und einem dünnen Schnurrbart; sein Blick richtet sich vom Betrachter weg nach links. Er trägt eine dunkle Weste oder Jacke mit breiten Revers über einem hellgrauen oder gebrochen-weißen Hemd mit offenem Kragen. Der abgewandte Blick und der offene Kragen deuten auf eine romantische Sensibilität hin, während die nicht idealisierte, direkte Darstellung seiner Züge mit der realistischen Bewegung übereinstimmt, die er in der polnischen Kunst mitprägte. Das Porträt dient als persönliche Identitätsbekundung eines Künstlers, der tief in die polnische Unabhängigkeitsbewegung involviert war.
Technik und Stil
Tepa nutzte eine zurückhaltende Palette aus Brauntönen, Grautönen, Schwarz und gedämpften Fleischfarben, um die Figur vor einem schlichten, dunkelgrau-braunen Hintergrund zu modellieren, der sich hinter dem Kopf leicht aufhellt. Das Licht fällt von links und beleuchtet die linke Gesichtshälfte, den Hals und das Hemd, während die rechte Seite in weicheren Schatten liegt. Der Pinselstrich ist sichtbar und in der Wiedergabe der Kleidung und des Hintergrunds eher locker, was einen malerischen Ansatz demonstriert, während das Gesicht eine glattere Vermischung aufweist. Diese Kombination aus präziser Gesichtsmodeilierung und breiterer Behandlung sekundärer Elemente spiegelt den akademisch-realistischen Stil wider, den Tepa durch seine umfangreichen Studien in ganz Europa entwickelte.
Geschichte und Provenienz
Das Gemälde entstand 1860, einem entscheidenden Jahr im Leben Tepas, als er seine Studien in Paris bei Ary Scheffer und Léon Cogniet abschloss und nach Lwów zurückkehrte, um sich dort niederzulassen. Die Leinwand ist unten rechts signiert. Die spezifische Besitzkette vor dem Erwerb durch die Institution ist in den verfügbaren Quellen nicht dokumentiert, doch das Werk gelangte schließlich in die Sammlung des Nationalmuseums in Warschau, wo es bis heute als Teil der Sammlung polnischer Malerei des Museums verbleibt.
Kontext
Franciszek Tepa war eine zentrale Figur in der polnischen Kunst des mittleren 19. Jahrhunderts, bekannt für seine Porträts und seine Rolle als Pionier des polnischen Orientalismus. Seine künstlerische Ausbildung war außerordentlich breit gefächert und umfasste Institutionen in Lwów unter Jan Maszkowski, Wien unter Ferdinand Waldmüller, München unter Wilhelm Kaulbach sowie Paris unter Ary Scheffer und Léon Cogniet. Über seine künstlerische Produktion hinaus war Tepa während der Revolutionen von 1848 politisch aktiv; er schuf Porträts von Anführern des Novemberaufstands wie Joachim Lelewel und Józef Dwernicki, was zu seiner Inhaftierung in Wien führte. Eine prägende Reise durch Griechenland, Ägypten und Palästina im Jahr 1852 zusammen mit Adam Józef Potocki brachte frühe Beispiele des polnischen Orientalismus und von Altertümern hervor, die später im Ossolineum ausgestellt wurden.
Vermächtnis
Nach seiner Rückkehr nach Lwów im Jahr 1860 wurde Tepa zu einer führenden lokalen künstlerischen Persönlichkeit, schuf Studien zum bäuerlichen Leben und zur Landschaft für Graf Włodzimierz Dzieduszycki und lehnte eine Professur an der Akademie der Schönen Künste in Krakau ab, um in der Stadt zu bleiben. Er war berühmt für seine Miniaturen auf Elfenbein und unterrichtete Schüler, am bekanntesten Franciszek Żmurko. Die geopolitischen Verschiebungen nach dem Zweiten Weltkrieg bewirkten, dass viele seiner Werke in Lwów verblieben, als das Gebiet unter ukrainische Kontrolle fiel. Sein Selbstbildnis in Warschau überdauerte als wichtige Aufzeichnung seines Aussehens und als bedeutendes Artefakt der polnischen realistischen Porträtmalerei dieser Zeit.
Artist & collection
Artist
Franciszek Tomasz Tepa (17 September 1829, in Lwów – 23 December 1889, in Lwów) was a Polish mid-19th century realist painter who specialized in portraits and Orientalist themes.
















