Artwork

Madonna with Child Jesus

Madonna with Child Jesus, by Giovanni Battista Salvi da Sassoferrato, oil, 1657
Madonna with Child Jesus, by Giovanni Battista Salvi da Sassoferrato, oil, 1657

Madonna with Child Jesus is an oil painting by Giovanni Battista Salvi da Sassoferrato. It dates from 1657 and is held in the collection of the National Museum in Warsaw.

About this work

Überblick

Mit den Maßen 84 mal 67 Zentimeter gehört das Werk zum religiösen Genre und befindet sich in der Sammlung des Nationalmuseums in Warschau.

Madonna mit dem Jesuskind ist ein Ölgemälde auf Leinwand des italienischen Barockkünstlers Giovanni Battista Salvi da Sassoferrato, entstanden um die Mitte des 17. Jahrhunderts. Mit den Maßen 84 mal 67 Zentimeter gehört das Werk zum religiösen Genre und befindet sich in der Sammlung des Nationalmuseums in Warschau. Das Gemälde zeigt die Jungfrau Maria, die das Jesuskind vor einem dunklen, undefinierten Hintergrund hält, und verkörpert die Spezialisierung des Künstlers auf leuchtende, fromme Marienbilder, die von Renaissance-Vorbildern, insbesondere Raphael, inspiriert sind.

Thema und Bedeutung

Das Kunstwerk stellt die Jungfrau Maria dar, wie sie das Jesuskind im Arm hält und die zarte, menschliche Bindung zwischen Mutter und Kind betont. Das Jesuskind, gekennzeichnet durch lockiges rötliches Haar und rosige Wangen, umklammert den Stoff an Marias Brust, während es in der Nähe ihrer Schulter ruht. Maria trägt eine helle Kopfbedeckung, ein rosafarbenes Kleid und einen blauen Mantel; ein dünner goldener Heiligenschein umgibt ihren Kopf. Sassoferratos Interpretation übernimmt die Pose aus Raphaels Madonna della Torre, auch bekannt als Mackintosh Madonna. Während Raphaels Original eine Landschaft zeigt, gestaltet Sassoferrato den Hintergrund neutral und konzentriert sich ganz auf die intime, fromme Verbindung zwischen den Figuren und ihren himmlischen Status.

Technik und Stil

In Öl auf Leinwand ausgeführt, demonstriert das Gemälde Sassoferratos Beherrschung klassischer Barockmaltechniken durch klare, scharfe Linien und sorgfältige Handwerkskunst. Die Farbpalette stützt sich auf tiefe Brauntöne und Schwarze im Hintergrund, warme Rosatöne und Cremefarben in den Fleischtönen sowie gedämpfte Blautöne in den Gewandfalten. Das Licht fällt von links oben und beleuchtet Gesichter und Stofffalten. Die Pinselstriche wirken glatt und vermischt, mit subtiler Modellierung in den Gesichtern und definierteren Strichen in den Gewändern. Die Oberfläche weist durchgehend eine ausgeprägte Rissbildung auf. Zustandsberichte zu vergleichbaren Versionen des Künstlers verweisen auf Probleme wie gealterten, ungleichmäßigen Firnis, geringfügige Übermalungen an Gesichtern und Kopfbedeckung sowie Abnutzung in den dunklen Schatten des Mantels, die manchmal eine Leinwandunterfütterung erfordern.

Geschichte und Provenienz

Das Gemälde entstand um die Mitte des 17. Jahrhunderts. Obwohl die spezifische Provenienz der Warschauer Leinwand in den vorliegenden Quellen nicht genannt wird, ist die breitere Geschichte dieser Komposition durch verwandte Versionen gut dokumentiert. Eine bemerkenswerte Variante derselben von Raphael inspirierten Komposition, die Unterschiede wie ein Buch und ein Kissen aufweist, wurde 1818 von Prinz Camillo Borghese von Ignazio Grossi aus Florenz erworben, gelangte in die Sammlung Borghese und später 1902 in den Besitz des italienischen Staates. Eine weitere eng verwandte Version, ehemals in der Sammlung von Graf Alessandro Contini Bonacossi in Florenz, ging durch Erbschaft über und wurde 2018 bei Sotheby's angeboten. Der Gelehrte François Macé de Lépinay hat die Komposition mit einer vorbereitenden Zeichnung in Verbindung gebracht, die sich ehemals in der Staatlichen Graphischen Sammlung in München befand und 1965 gestohlen wurde.

Kontext

Giovanni Battista Salvi da Sassoferrato war ein römischer Barockmaler, der ab etwa 1650 auf Andachtsbilder spezialisiert war, die vom Marienkult der Gegenreformation inspiriert waren. Sein Werk zeichnet sich durch eine tiefe Verbundenheit mit Renaissance-Vorbildern, insbesondere Raphael, aus, dessen Kompositionen er vielfach mit persönlichen Variationen kopierte und anpasste. Sassoferrato wandte sich auch über Italien hinaus und ließ sich von nordischen Künstlern wie Joos van Cleve und Albrecht Dürer inspirieren. Seine stille Eleganz, streng solide formale Aufbauten und brillante, fast emailartige Farben machten seine Mariendarstellungen bei einer ständig wachsenden Klientel äußerst beliebt und sicherten ihm den Ruf eines führenden Puristenmalers des Seicento.

Nachwirkung

Sassoferratos Madonnenkompositionen erlangten zu seinen Lebzeiten und darüber hinaus immense Popularität; der Künstler kopierte seine erfolgreichsten Entwürfe vielfach in verschiedenen Formaten, darunter horizontale und ovale Formen, umgekehrte Ausrichtungen sowie Versionen, die die Madonna in der Herrlichkeit mit Engeln zeigen. Die anhaltende Nachfrage nach diesen Werken spiegelt sich in ihrer langjährigen Präsenz in bedeutenden europäischen Sammlungen wie der Galleria Borghese und Burghley House sowie in ihrer fortwährenden Aktivität auf dem Kunstmarkt wider. Die moderne Forschung, einschließlich des bevorstehenden Werkkatalogs von Professor François Macé de Lépinay, setzt die Neubewertung und Bestätigung der Zuschreibung und Bedeutung seiner eigenhändigen Versionen fort und festigt sein Erbe als wichtige Brücke zwischen Renaissance-Klassizismus und barocker Andachtskunst.

Madonna with the Child
Madonna with the Child, Giuseppe Bonati

Artist & collection

Portrait of Giovanni Battista Salvi da Sassoferrato

Artist

Giovanni Battista Salvi da Sassoferrato

Giovanni Battista Salvi da Sassoferrato (25 August 1609 – 8 August 1685), also known as Giovanni Battista Salvi, was an Italian Baroque painter, known for his archaizing commitment to Raphael's style.