Artwork
Selbstbildnis

Selbstbildnis is an oil painting by the Neoclassicist artist Józef Kosiński. It dates from 1803 and is held in the collection of the National Museum in Warsaw.
About this work
Überblick
Das Gemälde ist ein bedeutendes Beispiel für die reife Selbstbetrachtung des Künstlers, geschaffen in der Zeit, als er als Hofmaler von König Stanisław II.
Selbstbildnis ist ein Ölgemälde auf Leinwand des polnischen Porträt- und Miniaturenmalers Józef Kosiński, entstanden um 1803. Mit einer Höhe von 66,5 cm und einer Breite von 53 cm zeigt das Werk eine oval gerahmte Komposition, die den Künstler von der Brust aufwärts darstellt. Es befindet sich in der Sammlung des Nationalmuseums in Warschau, wo es mit der Kunstwerks-ID 509253 katalogisiert ist. Das Gemälde ist ein bedeutendes Beispiel für die reife Selbstbetrachtung des Künstlers, geschaffen in der Zeit, als er als Hofmaler von König Stanisław II. August diente.
Motiv und Bedeutung
Das Gemälde zeigt Józef Kosiński als jungen Mann, der sich leicht nach rechts wendet, während er den Betrachter direkt ansieht. Er trägt sein dunkles, welliges Haar in einer zerzausten Frisur, die über seine Stirn fällt. Seine Kleidung besteht aus einem schwarzen Mantel mit hohem Kragen, darunter sichtbar eine gelbe oder beige Weste, sowie einer weißen Krawatte, die an seinem Hals in einer voluminösen Schleife gebunden ist. Sein Ausdruck ist ruhig und direkt, mit leicht geröteten Wangen und leicht geöffneten Lippen. Der dunkle, leere Hintergrund enthält keine Gegenstände oder Symbole und konzentriert die Bedeutung ganz auf die direkte, ungeschmückte Darstellung des eigenen Bildnisses und der beruflichen Identität des Künstlers.
Technik und Stil
Ausgeführt in Öl auf Leinwand, zeigt das Gemälde eine zurückhaltende Farbpalette, die von Schwarztönen, Weiß und den hellen Tönen des Gesichts des Dargestellten dominiert wird, unterbrochen von einem kleinen Bereich warmer Farbe an seiner Brust. Weiches Licht beleuchtet das Gesicht von links, modelliert die Gesichtszüge und erzeugt sanfte Schatten. Die Pinselstriche wirken glatt und verblendet, insbesondere in den Fleischtönen, was zu einem polierten Finish führt. Die ovale Komposition ist in einem rechteckigen Rahmen mit einem schmalen, hellfarbigen Rand und einer dünnen goldenen Innenkante gesetzt, was die formellen Porträtgewohnheiten der Epoche unterstreicht.
Geschichte und Provenienz
Entstanden um 1803, gelangte das Gemälde in die Sammlung des Nationalmuseums in Warschau, wo es sich bis heute befindet. Das Museum erwarb das Werk durch Kauf, doch die genauen Details der Besitzkette vor dem institutionellen Erwerb sind in den verfügbaren Unterlagen nicht eindeutig belegt. Das Gemälde wird in den digitalen Sammlungen des Museums unter der Inventarnummer MP 3552 MNW und der Kunstwerks-ID 509253 referenziert.
Kontext
Józef Kosiński wurde 1753 in Krakau geboren und starb 1821 in Warschau. Er studierte bei dem italienischen Künstler Marcello Bacciarelli und reiste später zur weiteren Ausbildung nach Italien. Nach seiner Rückkehr wurde er von König Stanisław II. August zum Hofmaler ernannt und erhielt die Medaille Bene Merentibus sowie eine Pension. Von 1791 bis 1794 unterhielt er eine enge berufliche Beziehung zum österreichischen Porträtmaler Josef Grassi. Während die meisten seiner Auftraggeber dem niederen Adel angehörten, porträtierte er auch prominente Persönlichkeiten wie Tadeusz Kościuszko und Izabela Czartoryska. Oft konzentrierte er sich in seinen Porträts auf das Gesicht und ließ Schüler wie Antoni Blank und Józefat Ignacy Łukasiewicz den Rest ausführen, eine gängige Praxis in den Werkstätten dieser Zeit.
Vermächtnis
Relativ wenige Gemälde von Kosiński haben überlebt, was dieses Selbstbildnis zu einer wichtigen erhaltenen Quelle für seine eigenhändigen Werke und seine künstlerische Technik macht. Das Gemälde ist eines der Werke des Künstlers, die derzeit in Museen in Warschau und Krakau aufbewahrt werden. Als Selbstbildnis eines Hofmalers, der den polnischen Adel in einer turbulenten Zeit dokumentierte, bietet es einen persönlichen Gegenpol zu seinem umfassenderen Porträtwerk. Das Bild wurde digitalisiert und über Museumssammlungen und Bildarchive verbreitet, wodurch seine Präsenz in der historischen Aufzeichnung der polnischen Porträtmalerei erhalten bleibt.
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