Artwork
Portrait of a Man and his Daughter

Portrait of a Man and his Daughter is an oil painting by the Rococo painting artist Jan Carel Vierpeyl. It dates from 1721 and is held in the collection of the National Gallery of Ireland.
About this work
Überblick
Mit den Maßen 91,2 mal 82,4 cm befindet sich das Werk in der Sammlung der National Gallery of Ireland in Dublin, wo es 1940 erworben wurde.
Portrait of a Man and his Daughter ist ein Ölgemälde auf Leinwand des flämischen Künstlers Jan Carel Vierpeyl, datiert auf 1721. Mit den Maßen 91,2 mal 82,4 cm befindet sich das Werk in der Sammlung der National Gallery of Ireland in Dublin, wo es 1940 erworben wurde. Das Gemälde ist ein bedeutendes Beispiel für die flämische Familienporträtmalerei des frühen 18. Jahrhunderts und bietet Einblicke in die Darstellung wohlhabender Familien dieser Zeit. Es ist unten rechts signiert: J.C. vierpÿl inventor Fec. / 1721.
Motiv und Bedeutung
Das Gemälde zeigt einen sitzenden Mann und ein junges Mädchen in einem reich ausgestatteten Interieur. Der Mann, links positioniert, trägt einen langen rosa Seidenrock, eine lange graue Perücke und hält eine Feder über ein aufgeschlagenes Buch auf einem mit Stoff bespannten Tisch. Das Mädchen, rechts neben ihm sitzend, ist in ein blaues Satinkleid mit tiefem Ausschnitt gekleidet. Ein kleiner Hund steht nahe ihrem Rock neben einem gepolsterten Hocker. Die häusliche Szenerie umfasst vier ovale Porträtmalereien an einer dunklen, getäfelten Wand, ein hohes Fenster mit einem orangefarbenen Vorhang, durch das Himmel und Bäume sichtbar sind, ein Bücherregal voller Bücher sowie einen geometrisch gefliesten Boden mit einem aufgeschlagenen Buch. Auf dem Tisch liegen eine dekorative Uhr, Papiere und ein Tintenfass, während rechts ein rot gepolsterter Stuhl und eine Staffelei mit einem Gemälde im Schatten zu sehen sind. Die Identität der Dargestellten bleibt unbekannt, obwohl das Werk einst als Darstellung des Philosophen Francis Hutcheson und seiner Tochter galt. Das Vorhandensein von Büchern, Schreibutensilien und der Staffelei deutet auf eine Familie hin, die Bildung und kulturelle Verfeinerung schätzte, während der Hund möglicherweise die in Porträts dieser Epoche übliche Treue und häusliche Tugend symbolisiert.
Technik und Stil
Vierpeyl führte das Werk in Öl auf Leinwand aus und verwendete eine Palette, die von tiefen Brauntönen, warmen Orangetönen sowie kontrastierenden Rosa- und Blautönen in den Kostümen dominiert wird. Das Licht fällt von der linken Fensterseite ein, beleuchtet die Figuren und erzeugt starke Schatten im Hintergrund. Die Pinselführung zeigt eine sorgfältige Wiedergabe von Seidentexturen und polierten Oberflächen, was besonders am rosa Rock und dem blauen Satinkleid deutlich wird. Die Komposition balanciert die intime Gruppierung der beiden Figuren gegen die detaillierte Anhäufung von Objekten und Einrichtungsgegenständen aus, die Reichtum und Status signalisieren. Die Behandlung des Innenraums mit seinem zurückweichenden gefliesten Boden und den geschichteten Wanddekorationen zeugt von einem Bewusstsein für Perspektive und atmosphärische Tiefe. Der Gesamteindruck verbindet die Formelhaftigkeit der Porträtmalerei mit der materiellen Pracht der Genremalerei, was charakteristisch für flämische häusliche Darstellungen des frühen 18. Jahrhunderts ist.
Geschichte und Provenienz
Das Gemälde ist auf 1721 datiert und wurde 1940 von der National Gallery of Ireland erworben. Es ist in der Online-Sammlung des Museums unter der Inventarnummer 367 verzeichnet. Das Werk stellt ein entscheidendes Indiz für eine mögliche Tätigkeit Vierpeyls in Großbritannien dar, da sein Sujet und die frühere Identifizierung als Darstellung des irischen Philosophen Francis Hutcheson, der in Glasgow und Dublin wirkte, auf einen Aufenthalt des Künstlers in Großbritannien hindeuten könnten. Eine frühere Provenienz konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Das Gemälde wurde als Teil der ständigen Sammlung der National Gallery of Ireland ausgestellt und reproduziert, wobei eine spezifische Ausstellungsgeschichte jenseits des Erwerbs in den verfügbaren Quellen nicht dokumentiert ist.
Kontext
Jan Carel Vierpeyl wurde 1698 als Schüler des Architektenmalers Jacob Balthasar Peeters in die Antwerpener Lukasgilde aufgenommen; Balthasar van den Bossche wird ebenfalls als weiterer Meister genannt. Der Künstler war zwischen 1697 und 1717 in Antwerpen tätig, und sein letztes bekanntes datiertes Werk stammt aus dem Jahr 1723. Er ist vor allem für Familienporträts und Genreszenen fröhlicher und galanter Gesellschaften bekannt. Das Datum 1721 dieses Porträts fällt gegen Ende seiner dokumentierten Karriere. Das Werk spiegelt die Konventionen der flämischen Porträtmalerei für die wohlhabende Kaufmannschaft wider und verbindet die detaillierten Innenraumszenarien, die mit der holländischen Malerei des Goldenen Zeitalters assoziiert werden, mit dem direkteren Format der Familiengruppe. Die frühere Fehlidentifizierung der Dargestellten als Francis Hutcheson und seine Tochter zeigt, wie Porträts dieser Zeit aufgrund vermuteter intellektueller oder sozialer Verbindungen statt auf dokumentarischen Beweisen spekulativ zugeordnet werden konnten. Nach 1723 gehen alle Spuren des Künstlers verloren, was dieses Gemälde zu einem der letzten gesicherten Werke seines Œuvres macht.
Nachwirkung
Die Bedeutung des Gemäldes geht über seine ästhetischen Qualitäten hinaus und erstreckt sich auf seinen Wert als dokumentarisches Zeugnis für Vierpeyls Biografie. Als eines der letzten datierten Werke des Künstlers und ein möglicher Indikator für eine Tätigkeit in Großbritannien hat es zur wissenschaftlichen Diskussion über die flämische Künstlermigration und den internationalen Markt für Porträtmalerei im frühen 18. Jahrhundert beigetragen. Das Werk befindet sich weiterhin in der öffentlichen Sammlung der National Gallery of Ireland und ist für Studien und Reproduktionen zugänglich. Seine digitale Präsenz durch Museums- und kommerzielle Plattformen hat seine Sichtbarkeit erhalten, obwohl kritische Literatur, die sich spezifisch dem Gemälde widmet, begrenzt erscheint. Das Porträt veranschaulicht die Herausforderungen bei der Forschung zu sekundären flämischen Malern dieser Zeit, wo dokumentarische Quellen rar sind und Zuschreibungsgeschichten spekulativ sein können. Das Gemälde dient weiterhin als Schlüsselwerk zum Verständnis der Konventionen der Familienporträtmalerei und der Darstellung häuslicher Räume in der flämischen Kunst des frühen 18. Jahrhunderts.
Artist & collection
Artist
Jan Carel Vierpeyl or Jan Carel Vierpyl (c. 1675 – in or after 1723) was a Flemish painter known mainly for his family portraits and genre scenes of merry and gallant companies.












