Artwork
Kreuzigung Christi

Kreuzigung Christi is an unspecified painting by the Northern Renaissance artist Conrad Laib. It dates from 1449 and is held in the collection of the Kunsthistorisches Museum.
About this work
Überblick
Kreuzigung Christi ist ein Tafelbild des deutschen spätgotischen Malers Conrad Laib, datiert auf 1449.
Kreuzigung Christi ist ein Tafelbild des deutschen spätgotischen Malers Conrad Laib, datiert auf 1449. Das quadratische Gemälde, ausgeführt in Öl auf Fichtenholz, misst 179 mal 179 Zentimeter und befindet sich heute in der Sammlung der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien unter der Inventarnummer ÖG 4919. Das Werk markiert einen Wendepunkt in der mitteleuropäischen Kunstgeschichte, da Laib zur ersten Generation deutscher Maler gehörte, die die Innovationen der niederländischen Ars Nova in die Region einführten. Das präzise Datum, das beträchtliche Format und die ausgefeilte Synthese nordischer und italienischer Einflüsse machen es zu einem Eckpfeiler von Laibs Œuvre und zu einem bedeutenden Dokument des künstlerischen Austauschs Mitte des 15. Jahrhunderts.
Thema und Bedeutung
Das Gemälde zeigt die Kreuzigung Jesu Christi und präsentiert eine dicht bevölkerte Szene, die sich um drei Kreuze gruppiert. Im Zentrum erscheint Christus mit Heiligenschein und Dornenkrone, wobei eine rote Fahne nahe seiner rechten Hand positioniert ist. Die beiden Schächer, jeweils nackt und mit weißem Tuch bekleidet, hängen an den flankierenden Kreuzen. Darunter füllt eine gedrängte Versammlung den Bildraum: berittene Soldaten in Rüstung und Helm besetzen den Mittelgrund, positioniert auf weißen, braunen und grauen Pferden mit kunstvollen Zaumzeugen. Mehrere Figuren tragen rote Hüte oder Turbane und gestikulieren in Richtung der Kreuze. Links unten steht eine Gruppe von Figuren mit Heiligenschein in dunklen und farbigen Gewändern beieinander, wobei eine Figur in Schwarz prominent im Vordergrund platziert ist. Eine kniende, heiligenscheintragende Figur in Rot und Gold sitzt nahe der Basis des zentralen Kreuzes, während ganz unten ein Schädel am Boden neben einer kleinen geflügelten Figur ruht und so die traditionelle Identifizierung Golgathas als Schädelstätte evoziert. Der goldene Hintergrund mit sich wiederholenden floralen Mustern unterstreicht den sakralen Charakter der Szene, während die Einbeziehung der Inschrift auf der Pferdedecke des guten Hauptmanns ein persönliches, sogar performatives Element einführt, das die fromme Erzählung mit künstlerischem Selbstbewusstsein verbindet.
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