Artwork
Das Fest der Bogenschützen

Das Fest der Bogenschützen is an oil painting by the Northern Renaissance artist Master of Frankfurt. It dates from 1497 and is held in the collection of the Royal Museum of Fine Arts Antwerp.
About this work
Thema und Bedeutung
Das Werk Das Fest der Bogenschützen zeigt eine festliche Versammlung der Antwerpener Armbrust- und Langbogengilden, die einen Schützenwettbewerb feiern.
Das Werk Das Fest der Bogenschützen zeigt eine festliche Versammlung der Antwerpener Armbrust- und Langbogengilden, die einen Schützenwettbewerb feiern. Die Szene spielt in einem ummauerten Garten, der das Paradies symbolisiert und das biblische Hohelied als Allegorie auf die bürgerliche Einheit und Brüderlichkeit der Gilden evoziert. Jedes Schloss im Hintergrund steht für eine eigene Gilde, während das Antwerpener Stadtwappen im Fenster oben rechts den lokalen Schauplatz bestätigt. Im Zentrum der Komposition steht der Festfürst, der unter einem Baldachin mit goldenem Schlüssel thronend dargestellt ist, ein Zeichen dafür, dass das Fest für die Teilnehmer frei ist. Um ihn herum verschmilzt ein gedrängtes Tableau von Bogenschützen, Possenreißern und Musikern mit intimen Paaren, die Früchte pflücken, was erotische Untertöne einführt. Ein von Narren aufgeführter Moriskentanz, begleitet von einem afrikanischen Trommler, fügt ein exotisches Spektakel hinzu, das höfische Unterhaltung widerspiegelt, nicht jedoch seine ursprünglichen therapeutischen Wurzeln. Das Selbstporträt des Künstlers mit einem Begleiter personalisiert die Szene weiter und verankert sie in den sozialen Ambitionen der Antwerpener Patrizierschicht.
Technik und Stil
Das Fest der Bogenschützen ist ein Ölgemälde auf Holztafel, das 176 mal 141 cm misst. Das Werk zeichnet sich durch eine besondere Raumkonzeption aus, die durch eine hohe Horizontlinie und eine dicht mit Figuren und Vegetation gefüllte Komposition gekennzeichnet ist. Diese gedrängte Anordnung, insbesondere in der Gartenumgebung, wo Wachen, Gildenmitglieder und Possenreißer eng gruppiert sind, weicht von zeitgenössischen Konventionen ab und deutet auf eine bewusste Nachahmung von Wandteppichentwürfen hin. Ein solcher Ansatz zielte wahrscheinlich darauf ab, die luxuriöse Ästhetik von Wandbehängen zu reproduzieren, wie sie typischerweise in adeligen Residenzen zu finden waren, und spiegelt die Bestrebungen des städtischen Patriziats wider. Die Oberfläche weist eine horizontale Linie in der Mitte auf, die bei der Restaurierung im Jahr 2005 als Vogelkotstreifen identifiziert wurde und nicht auf einen physischen Kratzer oder Riss in der Farbschicht zurückzuführen ist.
Geschichte und Provenienz
Das Gemälde Das Fest der Bogenschützen wurde um 1493 vom Meister von Frankfurt geschaffen. Es wurde von Peter Gawerele in Auftrag gegeben, einem Mitglied einer prominenten Antwerpener Familie des 15. und 16. Jahrhunderts. Historische Spekulationen über die Identität des Auftraggebers entstanden, weil der Gelehrte des 17. Jahrhunderts Daniel Papebroch den auf dem ursprünglichen Rahmen eingravierten Namen aufgrund der Schwierigkeiten der spätgotischen Minuskelschrift als Peter de Gamerele falsch las. Das Werk befindet sich derzeit in der Sammlung des Königlichen Museums der Schönen Künste Antwerpen, wo es die Inventarnummer 529 trägt. Die Tafel misst 176 mal 141 cm und ist in Öl auf Holz ausgeführt.
Das Gemälde Das Fest der Bogenschützen wird in der Sammlung des Königlichen Museums der Schönen Künste Antwerpen (Koninklijk Museum voor Schone Kunsten Antwerpen) aufbewahrt, das Teil der Vlaamse Kunstcollectie ist. Es trägt innerhalb dieser Institution die Inventarnummer 529. Das Werk wurde um 1493 von Peter Gawerele in Auftrag gegeben.
Hinsichtlich der Ausstellungen vermerken die Quellen, dass die Tafel im Jahr 2005 restauriert wurde, wobei eine horizontale Markierung, die zuvor für einen Kratzer gehalten wurde, als Vogelkot identifiziert wurde. In den verfügbaren Dokumenten werden keine spezifischen historischen Ausstellungsdaten oder Tourneeaufzeichnungen genannt.
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