Artwork
Virgin and Child enthroned with eight saints

Virgin and Child enthroned with eight saints is an unspecified painting by the Byzantine icon painting artist Master of San Lucchese. It dates from 1345 and is held in the collection of the Gemäldegalerie Berlin.
About this work
Inhalt & Bedeutung
Sie blickt auf das Kind, das ihren Blick erwidert, wodurch ein intimer Brennpunkt entsteht, der im Kontrast zur starren Formalität der umgebenden Figuren steht.
Das Gemälde zeigt die Jungfrau Maria auf einem erhöhten Thron sitzend, den Jesusknaben auf ihrem Schoß haltend. Sie blickt auf das Kind, das ihren Blick erwidert, wodurch ein intimer Brennpunkt entsteht, der im Kontrast zur starren Formalität der umgebenden Figuren steht. Acht Heilige mit goldenen Heiligenscheinen flankieren den Thron, vier auf jeder Seite, in zwei Registern angeordnet. Obwohl die Identitäten aller Heiligen unsicher bleiben, haben Gelehrte Figuren wie Petrus, Maria Magdalena, Johannes der Täufer, Antonius der Einsiedler, Paulus, Augustinus, Laurentius und Katharina von Alexandria vorgeschlagen. Die umgebenden Figuren richten ihre Aufmerksamkeit auf das Zentrum, wodurch die Jungfrau und das Kind als Hauptobjekte der Verehrung betont werden. Die Frauen an den Enden der Säulen nehmen die höchsten erhöhten Positionen unter den flankierenden Figuren ein.
Technik & Stil
Das Werk ist in Tempera und Goldgrund auf Holztafel ausgeführt. Der Künstler verwendete eine flache Raumbehandlung und lineare Gewandfalten, die die Figuren auf einen flachen Bildraum vor einem schimmernden Goldhintergrund begrenzen. Die zentrale Maria trägt einen tiefblauen Mantel über einem roten Gewand, während das Jesuskind in Rot gekleidet ist. Die umgebenden Figuren zeigen Kostüme in Rot-, Blau-, Weiß- und Brauntönen, einige mit dekorativer Musterung. Alle Figuren haben goldene Heiligenscheine mit geprägten Details. Der Thron weist geometrische Intarsienmuster, Diamotivik und eine rot-schwarz gemusterte Basis mit sich wiederholenden Achteckdesigns auf. Die Tafel hat einen spitzen gotischen Bogenrahmen mit geschichteten Profilen und Goldgrund im gesamten Hintergrund und Rand. Die Oberfläche zeigt sichtbare Craquelé und Pigmentverluste, besonders im Goldgrund. Ungewöhnlich ist, dass der obere Teil des Werkes einen Goldgrund beibehält, während der untere Teil einen Boden und eine dekorierte Wand zeigt, wobei der untere Rand des Goldgrundbereichs einen Schatten auf die Wand zu werfen scheint, als wäre er ein Wandteppich.
Geschichte & Provenienz
Das Gemälde wurde um 1345 geschaffen. Historisch wird angenommen, dass das Werk in einer Kirche in Poggibonsi stand, speziert in San Lucchese, wo es auf dem Altar diente. Der Notname des Künstlers leitet sich von diesem Standort ab. Das Gemälde gelangte schließlich in die Sammlung der Gemäldegalerie Berlin, wo es derzeit aufbewahrt wird.
Kontext
Der Meister von San Lucchese ist ein anonymer Maler, dessen Werk zuerst von dem Kunsthistoriker Richard Offner isoliert wurde. Der Künstler war stark von Bernardo Daddi beeinflusst. 1931 bemerkte Bernard Berenson, dass ein verwandtes Triptychon des Künstlers auf Daddi zurückginge, aber Gemeinsamkeiten mit Jacopo di Cione, Niccolo di Tommaso und Giovanni dal Biondo aufweise. Werke dieses Meisters wurden zunächst anderen Malern wie Giovanni dal Biondo fälschlich zugeschrieben, bevor sie von Gelehrten wie Everett Fahy korrekt erkannt wurden. Miklos Boskovits erweiterte 1975 die Liste dem Meister zugeschriebener Bilder erheblich und vermehrte so den von Offner begründeten Werkkorpus.
Artist & collection
Artist
The Master of San Lucchese was an Italian painter active in Tuscany around the middle of the fourteenth century.










