Artwork

Christ on the Cross between the Two Thieves

Christ on the Cross between the Two Thieves, by Albrecht Altdorfer, paint, 1520
Christ on the Cross between the Two Thieves, by Albrecht Altdorfer, paint, 1520

Christ on the Cross between the Two Thieves is a paint painting by the Northern Renaissance artist Albrecht Altdorfer. It dates from 1520 and is held in the collection of the Gemäldegalerie Berlin.

About this work

Überblick

Die Zuschreibung an Altdorfer ist durch sein Monogramm AA gesichert, das am unteren Rand der Tafel sichtbar ist.

Christus am Kreuz zwischen den beiden Schächern ist ein kleines Tafelgemälde des deutschen Künstlers Albrecht Altdorfer, das um 1520 entstand und in der Forschungsliteratur erneut mit einem Datum nahe 1526 in Verbindung gebracht wird. Mit den Maßen 28,7 mal 20,8 Zentimeter ist das Werk in Tempera auf Lindenholz ausgeführt und befindet sich in der Gemäldegalerie Berlin, wo es unter der Inventarnummer 638D geführt wird. Das Gemälde ist ein bedeutendes Beispiel für Altdorfers religiöse Kunst und seinen Beitrag zur Donauschule und verbindet intime Größe mit komplexer Erzählung und landschaftlichen Elementen. Die Zuschreibung an Altdorfer ist durch sein Monogramm AA gesichert, das am unteren Rand der Tafel sichtbar ist.

Thema und Bedeutung

Das Gemälde zeigt die Kreuzigung mit einer besonderen narrativen Betonung. Drei Kreuze erheben sich auf einem niedrigen Hügel, wobei Christus in der Mitte mit Dornenkrone und weißem Lendentuch dargestellt ist, flankiert von den beiden Schächern. Im Gegensatz zu konventionellen Kreuzigungsszenen, die den Moment des Todes einfangen, stellt Altdorfer die Nachwirkungen dar: Die Hinrichtung ist beendet, der Tag neigt sich dem Ende zu, und die Figuren zerstreuen sich. Im Vordergrund sitzt Maria Magdalena allein auf einem Erdhügel, dem Betrachter den Rücken zugewandt, den Kopf in die Hand gestützt in einer Geste der Melancholie; vor ihr liegt ein Salbengefäß mit Leinenbinden. Hinter ihr führt Johannes der Evangelist die Jungfrau Maria weg, begleitet von einem gestikulierenden Joseph von Arimathäa, während Nikodemus und ein Diener eine Leiter positionieren, um den Leichnam Christi herabzulassen. Der dramatische Himmel, der sich von rosafarbenem und goldenem Licht am Horizont zu schweren dunklen Wolken oben wandelt, verwandelt die biblische Dunkelheit zur Todesstunde in die sich nähernde Nacht und macht Trauer und Klage zum Andachtsfokus des Werks.

Technik und Stil

Das Gemälde ist in Öl auf Lindenholz mit einer glatten Oberfläche und feiner Rissbildung im gesamten Bild ausgeführt. Das Medium ermöglicht eine reiche, doch gedämpfte Farbgebung, tiefe Rottöne, Grüntöne und Blautöne, die sich vor erdigen Braun- und Grüntönen abheben. Altdorfers Malweise zeigt sorgfältige Aufmerksamkeit für Gesichter, Gewänder und ferne Landschaftselemente. Die symmetrische Komposition, bei der das zentrale Kreuz dominiert und eine Menge darum wogt, zusammen mit dem ungewöhnlichen goldenen Hintergrund, verleiht dem Werk, wie Wissenschaftler bemerkt haben, einen eigenartig archaischen Charakter. Der Maler entlehnte mehrere Figuren und Motive von Andrea Mantegna, eine Praxis, die auch in einigen seiner Radierungen zu sehen ist. Der dramatische Kontrast zwischen Licht und Schatten sowie die detaillierte Wiedergabe der weiten Landschaft mit ihren blauen Bergen, der Stadt, dem Gewässer und der fernen Burg belegen Altdorfers innovative Integration von Figur und Landschaft.

Kontext

Albrecht Altdorfer, der in Regensburg an der Donau tätig war, war Maler, Grafiker und Begründer der Donauschule. Neben Albrecht Dürer, Lucas Cranach dem Älteren und Matthias Grünewald zählt er zu den bedeutendsten deutschen Künstlern des sechzehnten Jahrhunderts. Er war zudem der erste Landschaftsmaler im modernen Sinne. Die Kreuzigung gehört zu einer Reihe von Darstellungen dieses Themas durch Altdorfer, die jeweils unterschiedliche emotionale und kompositorische Möglichkeiten erkunden. Der persönliche, melancholische Ansatz der Kreuzigungserzählung, die Integration detaillierter Landschaft mit religiösem Sujet und die Synthese italienischer Motive mit nordischen Empfindungen verkörpern die künstlerischen Innovationen der Donauschule. Mehrere Kopien des Gemäldes existieren, was darauf hindeutet, dass es Bewunderer fand und für zeitgenössische Betrachter von Bedeutung war.

Nachwirkung

Die Nachwirkung des Gemäldes beruht auf seinem bewunderten Status zu Lebzeiten des Künstlers, bezeugt durch die Existenz mehrerer Kopien, und auf seiner anhaltenden Bedeutung als Schlüsselwerk in der Sammlung frühdeutscher Malerei der Gemäldegalerie Berlin. Als Andachtsbild verlagerte es den Schwerpunkt von der physischen Qual Christi auf die emotionale Nachwirkung der Passion und beeinflusste, wie nachfolgende Künstler und Betrachter sich mit dem Thema der Kreuzigung auseinandersetzten. Das Werk bleibt ein Bezugspunkt für das Verständnis von Altdorfers Entwicklung als Maler religiöser Sujets und seiner bahnbrechenden Rolle in der Landschaftskunst. Seine kleine Größe und die intime Ansprache des Betrachters unterstreichen die private Andachtsfunktion, für die es ursprünglich von Peter Maurer für seine Kapelle in Auftrag gegeben wurde.

Christ on the Cross
Christ on the Cross, Gerard David

Artist & collection

Portrait of Albrecht Altdorfer

Artist

Albrecht Altdorfer

Albrecht Altdorfer (c. 1480 – 12 February 1538) was a German painter, engraver and architect of the Renaissance working in Regensburg. Along with Lucas Cranach the Elder and Wolf Huber he is regarded to be the main…

This work is in the public domain (CC0). Image source: Gemäldegalerie Berlin open access. Spotted an error in this record? Tell us.