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Porträt von Filippo (Filipp Osipowitsch) Paulucci (1779-1849)

Porträt von Filippo (Filipp Osipowitsch) Paulucci (1779-1849), by George Dawe, oil, 1825
Porträt von Filippo (Filipp Osipowitsch) Paulucci (1779-1849), by George Dawe, oil, 1825

Porträt von Filippo (Filipp Osipowitsch) Paulucci (1779-1849) is an oil painting by the British Romanticist artist George Dawe. It dates from 1825 and is held in the collection of the Hermitage Museum.

About this work

Überblick

Das Porträt von Filippo (Filipp Osipowitsch) Paulucci (1779-1849) ist ein Ölgemälde auf Leinwand des englischen Künstlers George Dawe, datiert auf das Jahr 1825. Mit den Maßen 70 mal 62,5 Zentimeter zeigt dieses Brustbild einen russischen Militärbefehlshaber in voller Uniform und befindet sich in der Sammlung des Staatlichen Eremitage-Museums in Sankt Petersburg, wo es unter der Inventarnummer GE-7839 geführt wird. Das Werk ist Teil von Dawes gefeierter Serie von Porträts für die Militärgalerie des Winterpalasts, ein Projekt, das ihn als herausragenden Porträtisten russischer Militärangehöriger im frühen neunzehnten Jahrhundert etablierte.

Darstellung und Bedeutung

Der Dargestellte, Filippo Paulucci delle Roncole, war ein russischer Militärbefehlshaber, dessen Karriere die Napoleonischen Kriege und nachfolgende Konflikte umfasste. Im Porträt ist Paulucci dreiviertel nach links gewandt dargestellt, sein Blick ist nach oben und links gerichtet, eine Haltung, die Autorität und Bestrebung vermittelt. Er trägt einen dunklen Militärmantel mit einem leuchtend roten Kragen, der mit goldener Stickerei verziert ist, schwere goldene Epauletten mit mehrschichtigem Fransenbesatz sowie dicke goldene Aiguilletten, die in einem aufwendigen Muster über seine Brust geflochten sind. Mehrere Auszeichnungen zeugen von seinem hervorragenden Dienst: ein weißes Kreuz am Hals, zwei sternförmige Medaillen auf der linken Brustseite sowie weitere kleinere Medaillen und Bänder, die im Zentrum gruppiert sind. Der nach oben gerichtete Blick und die reichen militärischen Insignien verbinden sich, um Paulucci als idealisierte Figur kriegerischer Tugend und kaiserlicher Loyalität darzustellen, was der propagandistischen Funktion der Porträts der Militärgalerie entspricht.

Technik und Stil
Das Haar ist kurz, dunkel und gelockt, gemalt mit derselben minutiösen Detailgenauigkeit, die die gesamte Komposition bestimmt.

Dawe führte das Porträt in Öl auf Leinwand aus und verwendete eine glatte, hoch verfeinerte Technik, die für seine akademische Ausbildung und die Anforderungen der Hofporträtmalerei charakteristisch ist. Die Farboberfläche zeigt eine sorgfältige Modellierung des Gesichts, wobei das Licht von links oben fällt, um Stirn, Nase und Wange zu beleuchten, während es subtile Schatten unter dem Kinn und entlang der rechten Gesichtshälfte wirft. Die metallischen Texturen der goldenen Stickerei, der Epauletten und der Aiguilletten sind mit besonderer Präzision wiedergegeben, was Dawes Geschick im Darstellen unterschiedlicher Oberflächen unterstreicht. Der Hintergrund ist schlicht und warm getönt und wechselt von einem blassen Gelb zu einem tieferen Ton an den Rändern, ein Mittel, das die Aufmerksamkeit vollständig auf den Dargestellten lenkt. Das Haar ist kurz, dunkel und gelockt, gemalt mit derselben minutiösen Detailgenauigkeit, die die gesamte Komposition bestimmt. Diese polierte Oberfläche und die kontrollierte Beleuchtung ordnen das Werk in die zeitgenössische neoklassizistische Porträtmalerei ein, während sie gleichzeitig den Gedenkauftrag der Militärgalerie erfüllen.

Geschichte und Provenienz

Das Porträt entstand im Rahmen von Dawes umfangreichem Auftrag, die Helden des Vaterländischen Krieges von 1812 und verwandter Feldzüge für die Militärgalerie des Winterpalasts zu malen. Quellen belegen zwei mögliche Daten für seine Entstehung: März 1823 oder November 1824, wobei das kanonische Datum von 1825 am häufigsten zitiert wird. Das Gemälde gelangte in die Sammlung des Staatlichen Eremitage-Museums in Sankt Petersburg, wo es bis heute unter der Inventarnummer GE-7839 geführt wird. Seine Maße sind mit 70 mal 62,5 Zentimetern verzeichnet. Das Werk wurde durch kommerzielle Reproduktionen und digitale Museumssammlungen verbreitet, was seine anhaltende Sichtbarkeit widerspiegelt, obwohl eine spezifische Ausstellungsgeschichte jenseits seiner dauerhaften Aufstellung in der Militärgalerie in den verfügbaren Quellen nicht dokumentiert ist.

Kontext

George Dawes Position als Porträtmaler am russischen Kaiserhof wurde durch seine Arbeit an der Militärgalerie des Winterpalasts gesichert, einem umfassenden Gedenkprojekt, das von Zar Alexander I. initiiert wurde. Zwischen 1819 und seinem Tod im Jahr 1829 schuf Dawe über dreihundert Porträts russischer Militärbefehlshaber und schuf damit ein visuelles Pantheon, das sowohl als historische Aufzeichnung als auch als staatliche Ideologie diente. Das Porträt Pauluccis ist exemplarisch für dieses Unterfangen: Es verwandelt eine spezifische Person in ein Emblem russischer militärischer Leistungen, Teil eines systematischen Programms nationaler Erinnerung. Dawe, der an der Royal Academy in London ausgebildet worden war und an der British Institution ausgestellt hatte, brachte die britische akademische Porträtmalerei in den Dienst des russischen Kaiserreichs. Die Aufbewahrung dieses Werks im Eremitage verortet es im Zentrum einer der bedeutendsten Sammlungen historischer Porträtmalerei Europas, wo es zur Erzählung von Russlands Widerstand gegen die napoleonische Expansion beiträgt.

Nachwirkung

Das Porträt von Filippo Paulucci besteht vor allem durch seine Funktion innerhalb der Militärgalerie des Winterpalasts fort, wo es weiterhin Teil einer der umfassendsten visuellen Aufzeichnungen einer nationalen Militärelite ist, die je zusammengestellt wurde. Das weitere Schicksal des Werks wurde durch Reproduktion und digitale Verbreitung geprägt, einschließlich seines Erscheinens auf Stock-Fotografie-Plattformen und Museumswebsites, die seine Reichweite über die Galeriewände hinaus erweitern. Für Wissenschaftler bietet das Porträt Material zur Untersuchung von Dawes Arbeitsmethoden, der Ikonografie russischer Militäruniformen und der Politik der Erinnerung unter Alexander I. Das Gemälde dient zudem als Dokument von Pauluccis Karriere und bewahrt das Ebenbild sowie die Auszeichnungen einer Figur, deren historische Bedeutung auf seinem Militärdienst beruht. Wie bei anderen Werken der Militärgalerie leitet sich seine kulturelle Autorität aus dem Gesamtensemble ab und nicht aus individueller Besonderheit, obwohl die technische Meisterschaft von Dawes Ausführung seinen Wert sowohl als historische Zeugenschaft als auch als künstlerische Leistung sichert.

Portrait of Mikhail A. Miloradovich (1771-1825)
Portrait of Mikhail A. Miloradovich (1771-1825), George Dawe

Artist & collection

Portrait of George Dawe

Artist

George Dawe

George Dawe (6 February 1781 – 15 October 1829) was an English portraitist who painted 329 portraits of Russian generals active during Napoleon's invasion of Russia for the Military Gallery of the Winter Palace.

Hermitage Museum

Museum

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