Artwork

Christus im Garten Gethsemane (Die Agonie im Garten)

Christus im Garten Gethsemane (Die Agonie im Garten), by Gerard van Honthorst, oil, 1617
Christus im Garten Gethsemane (Die Agonie im Garten), by Gerard van Honthorst, oil, 1617

Christus im Garten Gethsemane (Die Agonie im Garten) is an oil painting by the Dutch Golden Age artist Gerard van Honthorst. It dates from 1617 and is held in the collection of the Hermitage Museum.

About this work

Überblick

Das Gemälde ist ein bedeutendes Beispiel für Honthorsts dramatischen frühen Stil, der intensives Chiaroscuro auf ein traditionelles biblisches Thema anwendet.

Christus im Garten Gethsemane (Die Agonie im Garten) ist ein religiöses Gemälde des niederländischen Künstlers Gerard van Honthorst aus dem Jahr 1617. Das auf Leinwand in Öl gemalte Werk misst 113 Zentimeter in der Höhe und 110 Zentimeter in der Breite. Es entstand in den Niederlanden und befindet sich heute in der Sammlung des Eremitage-Museums. Das Gemälde ist ein bedeutendes Beispiel für Honthorsts dramatischen frühen Stil, der intensives Chiaroscuro auf ein traditionelles biblisches Thema anwendet.

Thema und Bedeutung

Das Kunstwerk stellt die Agonie im Garten dar, eine biblische Episode, die nach dem letzten Abendmahl und vor dem Verrat und der Verhaftung Jesu stattfindet. Gemäß den synoptischen Evangelien zog sich Jesus in den Garten Gethsemane auf dem Ölberg zurück, wo er tiefe Qual empfand und um Befreiung von seinem bevorstehenden Leiden betete, während er den göttlichen Willen annahm. In Honthorsts Interpretation steigt ein Engel herab, um Christus zu stärken, ein Ereignis, das in den Evangelien beschrieben wird. Der Engel ruht auf einer Wolke, einem bildnerischen Mittel, das die göttliche Präsenz symbolisiert und zwischen dem himmlischen und dem irdischen Bereich vermittelt. Christus ist in einen leuchtend roten Umhang gehüllt, eine Farbe, die symbolisch auf bestehende kulturelle Bildsprache verweist und die vitale Lebenskraft, das Opfer sowie das Blut seiner bevorstehenden Passion repräsentiert.

Technik und Stil

Honthorst führte das Gemälde in Öl auf Leinwand aus und bediente sich einer dramatischen Bildsprache, die durch starkes Chiaroscuro geprägt ist. Die Kompression drängt zwei Figuren in einen dunklen Raum, in dem scharfe Übergänge zwischen Licht und Schatten die Formen definieren. Die Palette wird von tiefen Brauntönen und Schwarztönen dominiert, wobei nur minimale Details die nächtliche Szenerie des Gartens andeuten, abgesehen von einer schwachen Andeutung von Laub oder Felsen in der unteren linken Ecke. Ein warmes, goldenes Licht erhellt den Engel sowie das Gesicht und die Hände Christi und erzeugt einen starken Kontrast zur umgebenden Dunkelheit. Der Engel tritt aus einem leuchtenden Nebel hervor, was die überirdische Atmosphäre noch verstärkt. Der Pinselstrich wirkt bei den Fleischtönen glatt und bei der Wiedergabe der Gewänder sowie der großen, gefiederten Flügel strukturierter. Christus kniet mit nach hinten geneigtem Körper, die Augen geschlossen und den Kopf nach oben geneigt, wobei eine Hand nach außen gestreckt ist und seine spirituelle Qual physisch manifestiert.

Geschichte und Provenienz

Das Gemälde entstand 1617 in den Niederlanden. Obwohl die Einzelheiten seiner frühen Auftragserteilung und Besitzkette in den verfügbaren Quellen nicht dokumentiert sind, gelangte das Werk schließlich in die Sammlung des Eremitage-Museums, wo es sich bis heute befindet. Das Gemälde wurde in öffentlichen Ausstellungen gezeigt, darunter in der Ausstellung mit dem Titel Dutch masters from the Hermitage.

Christ in the garden of olives at Gethsemane
Christ in the garden of olives at Gethsemane, Matthias Stom

Artist & collection

Portrait of Gerard van Honthorst

Artist

Gerard van Honthorst

Gerard "Gerrit" van Honthorst (4 November 1592 – 27 April 1656) was a Dutch Golden Age painter who became known for his depiction of artificially lit scenes, eventually receiving the Italian nickname Gherardo delle Notti ("Gerard of the…

Hermitage Museum

Museum

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