Artwork
Selbstbildnis

Selbstbildnis is an unspecified painting by the Biedermeier artist Józafat Ignacy Łukaszewicz. It dates from 1845 and is held in the collection of the National Museum in Warsaw.
About this work
Überblick
Als kleines Werk mit den Maßen 15,5 mal 11 Zentimeter ausgeführt, zeigt das Gemälde den Künstler selbst in halber Figur.
Selbstbildnis ist ein Gemälde des polnischen Künstlers Józafat Ignacy Łukaszewicz aus dem Jahr 1845. Als kleines Werk mit den Maßen 15,5 mal 11 Zentimeter ausgeführt, zeigt das Gemälde den Künstler selbst in halber Figur. Geschaffen in Öl auf einem vertikal rechteckigen Träger, zählt das Kunstwerk zum Genre des Porträts. Es befindet sich derzeit in der Sammlung des Nationalmuseums in Warschau. Das Gemälde stellt eine prägnante Darstellung des Künstlers in der späteren Phase seines Lebens dar und spiegelt seine doppelte Identität als Schöpfer und Veteran der napoleonischen Kriege wider.
Motiv und Bedeutung
Das Gemälde zeigt Józafat Ignacy Łukaszewicz, der leicht nach rechts gewandt ist und den Betrachter direkt ansieht. Er trägt einen dunklen Mantel mit breiten Revers über einer weißen Weste, akzentuiert durch eine blaue, gemusterte Krawatte, die um seinen Hals gebunden ist. Seine rechte Hand, sichtbar am unteren Rand der Komposition, fasst den Revers seines Mantels. Die Geste des Fassens des Revers, kombiniert mit den militärischen Assoziationen seines dunklen Mantels, könnte auf seine frühere Laufbahn als Soldat in der napoleonischen Elite-Ehrenwache und seine spätere Spezialisierung als Schlachtenmaler hinweisen. Der direkte Blick vermittelt ein Gefühl von Selbstbewusstsein und beruflicher Identität und präsentiert den Künstler als Figur sowohl künstlerischer als auch kriegerischer Erfahrung.
Geschichte und Provenienz
Das Gemälde entstand 1845, während des letzten Jahrzehnts von Łukaszewicz' Leben. Obwohl der spezifische Auftrag oder die Umstände seiner Entstehung nicht dokumentiert sind, gelangte das Werk schließlich in die Sammlung des Nationalmuseums in Warschau, wo es sich bis heute befindet. Die umfassendere Provenienzkette, die zu seiner Aufnahme in das Museum führte, ist in den verfügbaren Aufzeichnungen nicht festgelegt. Das breitere Werk des Künstlers ist auf mehrere Institutionen verteilt, darunter das Nationalmuseum in Lwiw, das Polnische Heeresmuseum, das Nationalmuseum in Stettin, das Belweder und das Russische Museum in Sankt Petersburg, was seine historische Bedeutung in Polen und Osteuropa unterstreicht.
Kontext
Józafat Ignacy Łukaszewicz lebte von 1789 bis 1850 und durchlebte eine turbulente Phase der polnischen Geschichte, die von der napoleonischen Ära und dem nachfolgenden Kongresspolen geprägt war. Nach seinem Dienst im dritten litauischen Regiment und dem Rückzug mit der Grande Armée nach Sachsen kehrte er nach Warschau zurück, um zwischen 1814 und 1818 an der Abteilung für Bildende Künste der Warschauer Universität bei Józef Kosiński, Antoni Brodowski und Antoni Blank Kunst zu studieren. Er wurde als Schlachtenmaler berühmt, der Waffen und Uniformen mit fotografischer Genauigkeit darstellen konnte, eine Fähigkeit, die ihm die Patronage von Graf Konstanty Zamoyski, Großfürst Konstantin Pawlowitsch und Joanna Grudzińska einbrachte. Łukaszewicz stellte auf den Warschauer Ausstellungen für Bildende Künste in den Jahren 1819, 1821 und 1825 aus und erhielt 1819 eine Goldmedaille sowie 1825 einen von Zar Alexander I. verliehenen Diamantring, gemeinsam mit Fryderyk Chopin. Sein Selbstbildnis weicht von seinen detaillierten militärischen Kompositionen ab und bietet eine persönliche Reflexion eines Künstlers, der fest in den künstlerischen und aristokratischen Kreisen seiner Zeit verankert war.
Nachwirkung
Das Selbstbildnis hat durch moderne kommerzielle Reproduktionen eine Präsenz in der visuellen Kultur bewahrt. Kunstdrucke in Museumsqualität des Gemäldes von 1845 sind weit verbreitet erhältlich, was auf ein anhaltendes öffentliches Interesse am Aussehen des Künstlers hinweist. Dieses kommerzielle Nachleben unterstreicht die Rolle des Gemäldes als primäres visuelles Identifikationsmerkmal für Łukaszewicz und verankert seine historische Identität fester als seine größeren Schlachtenszenen oder Porträtminiaturen. Die fortgesetzte Verbreitung seines Bildes ermöglicht es, das Erbe eines Malers, der die napoleonische Militärwelt und den russischen Kaiserhof verband, im zeitgenössischen visuellen Gedächtnis fortbestehen zu lassen.
Artist & collection
Artist
Józefat Ignacy Łukaszewicz (Lithuanian: Juozapas Ignotas Lukaševičius; 6 November 1789 – 3 January 1850) was a Polish-Lithuanian painter.












