Artwork
Village on the Island of Ischia

Village on the Island of Ischia is an oil painting by the Romanticist artist Sébastien-Louis-Guillaume Norblin de la Gourdaine. It dates from 1826 and is held in the collection of the National Gallery of Art.
- Inscription
- Inscribed:center of top stretcher bar: Etude Peinte a Ischia / par Norblin (fils, le graveur) / Prix de Rome; upper right on top stretcher bar, torn label on which was originally written text now on center of top stretcher bar; scratched in upper center of frame: NORBLIN
About this work
Überblick
Das Werk, ausgeführt in Öl auf Papier, das auf Leinwand aufgezogen ist, misst 27 mal 32,8 Zentimeter und ist nicht signiert.
Village on the Island of Ischia ist ein Ölgemälde, das um 1826 von dem französischen Künstler Sebastien-Louis-Guillaume Norblin de la Gourdaine geschaffen wurde. Das Werk, ausgeführt in Öl auf Papier, das auf Leinwand aufgezogen ist, misst 27 mal 32,8 Zentimeter und ist nicht signiert. Das Gemälde zeigt eine rustikale Siedlung auf der italienischen Insel Ischia und ist für seine Einbeziehung der atmosphärischen Perspektive bekannt, die für die europäischen Landschaftstraditionen des frühen neunzehnten Jahrhunderts typisch ist. Heute befindet sich das Gemälde in der Sammlung der National Gallery of Art in Washington, D.C., unter der Inventarnummer 2004.166.30.
Motiv und Bedeutung
Die Komposition wird von einem massiven grünen Berg dominiert, der den Hintergrund füllt, dessen obere Hänge von felsigen Ausläufern in warmem Ocker und hellem Bege unterbrochen werden. Unterhalb des Gipfels liegt eine Gruppe einfacher rechteckiger Gebäude mit flachen Dächern an einem Hang, dargestellt in gedämpften Tönen von Weiß, Creme und staubigem Rosa. Dichte Bäume und Sträucher in tiefem Grün und goldbraunen Farbtönen verdecken diese Strukturen teilweise. Im Vordergrund finden sich trockene, goldene Vegetation und eine niedrige Steinmauer. Ohne menschliche oder tierische Figuren betont die Szene den ruhigen, unbewohnten ländlichen Charakter des Inseldorfes. Das gleichmäßige, diffuse Licht und die weichen Schatten vermitteln einen serene, klaren Tag auf dem italienischen Land.
Technik und Stil
Norblin verwendete Ölfarbe, die auf Papier aufgetragen und anschließend auf Leinwand aufgezogen wurde, eine Technik, die eine spezifische Oberflächenstruktur und Portabilität ermöglichte. Der Pinselstrich variiert innerhalb der Komposition: Er erscheint glatt im blassen, nebligen blauen Himmel, während er in der Vegetation und auf den Bergflächen strukturierter und sichtbarer wird, um das wellige Gelände zu definieren. Der Künstler nutzt die atmosphärische Perspektive, um das neblige, diffuse Licht zu erreichen, das für die Landschaftsmalerei des frühen neunzehnten Jahrhunderts charakteristisch ist. Das Gemälde ist zwar nicht signiert, doch eine Inschrift am oberen Leistenrahmen identifiziert das Werk als eine in Ischia von Norblin gemalte Ölstudie und vermerkt seinen Status als Preisträger des Prix de Rome.
Geschichte und Provenienz
Gemalt um 1826, bleibt die frühe Geschichte des Kunstwerks in den vorliegenden Aufzeichnungen nicht dokumentiert, obwohl die Inschrift am Leistenrahmen bestätigt, dass es sich um eine in Ischia ausgeführte Ölstudie handelt. Ende des zwanzigsten Jahrhunderts befand sich das Gemälde im Besitz des Londoner Sammlers John Gere, der 1995 verstarb. Anschließend ging es an den Londoner Kunsthändler James Mackinnon, der das Werk 1996 bei W.M. Brady and Co., Inc. in New York für die Ausstellung Aspects of Landscape 1760-1880 ausstellte. Im selben Jahr kaufte Frank Anderson Trapp aus Pittsburgh das Gemälde. Trapp schenkte das Kunstwerk 2004 der National Gallery of Art.
Kontext
Sebastien-Louis-Guillaume Norblin de la Gourdaine, auch bekannt als Sobeck, war ein französischer Künstler, der 1796 geboren wurde und bis 1884 lebte. Seine Karriere entfaltete sich im weiteren Kontext der europäischen Landschaftsmalerei des frühen neunzehnten Jahrhunderts, einer Periode, die durch ein wachsendes Interesse an der direkten Beobachtung der Natur und atmosphärischer Effekte geprägt war. Die Inschrift am Leistenrahmen des Gemäldes weist darauf hin, dass Norblin den Prix de Rome gewonnen hatte, ein prestigeträchtiges französisches Stipendium, das Künstlern ermöglichte, in Italien zu studieren. Dieser Italienaufenthalt bildete den direkten geografischen Kontext für die Entstehung dieser Ischia-Studie und spiegelt die künstlerische Betonung der Zeit wider, die italienische Landschaft en plein air oder durch vor Ort gemachte Ölskizzen festzuhalten.
Vermächtnis
Village on the Island of Ischia überlebt als fokussiertes Beispiel einer italienischen Landschaftsstudie eines Preisträgers des Prix de Rome und trägt zum Verständnis der plein-air-Praktiken des neunzehnten Jahrhunderts bei, die den späteren Innovationen der Schule von Barbizon und des Impressionismus vorausgingen. Seine öffentliche Ausstellung auf der New Yorker Schau von 1996, Aspects of Landscape 1760-1880, hob seine Rolle in der historischen Entwicklung der europäischen Landschaftskunst hervor. Die Aufnahme des Gemäldes in die Sammlung der National Gallery of Art, ermöglicht durch das Geschenk von Frank Anderson Trapp, gewährleistet seine fortgesetzte Erhaltung und Untersuchung als Dokument des französischen künstlerischen Engagements mit der italienischen Landschaft und der spezifischen Topographie von Ischia.
Artist & collection
Artist
Sébastien-Louis-Guillaume Norblin de la Gourdaine
Sébastien-Louis-Guillaume Norblin de la Gourdaine (1826–1826) was an artist.










