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Portrait of Grinling Gibbons

Portrait of Grinling Gibbons, by Sir Godfrey Kneller, oil, 1693
Portrait of Grinling Gibbons, by Sir Godfrey Kneller, oil, 1693

Portrait of Grinling Gibbons is an oil painting by the Dutch Golden Age artist Sir Godfrey Kneller. It dates from 1693 and is held in the collection of the Hermitage Museum.

About this work

Überblick

Das Portrait of Grinling Gibbons ist ein Ölgemälde auf Leinwand, das Sir Godfrey Kneller 1685 schuf und das sich heute in der Eremitage in Sankt Petersburg befindet. Mit den Maßen 125,5 mal 101 Zentimetern zeigt das Bild den berühmten Dekorationsbildhauer Grinling Gibbons in Dreiviertellänge und gilt als eine von Knellers bewundertsten Kompositionen aus der späteren Stuart-Zeit. Das Werk ist seit langem für seine verfeilte Ausführung und seinen Wert als Dokument eines der größten Handwerker Großbritanniens anerkannt, geschaffen von dem führenden Porträtmaler seiner Epoche.

Sujet und Bedeutung

Diese Deutung erhebt das Portrait über die bloße Ähnlichkeit hinweg Tum zu einem Statement über die geistige und moralische Autorität des Künstler-Handwerkers.

Der Dargestellte, Grinling Gibbons (1648-1721), war der herausragendste Dekorationsbildhauer seiner Generation, geboren in Rotterdam englischer Eltern und möglicherweise in der Werkstatt von Artus Quellinus in Amsterdam ausgebildet, bevor er nach England übersiedelte. Im Portrait steht Gibbons leicht zum Betrachter gewandt, seine rechte Hand hält ein spitzes, schmales Werkzeug, während seine linke Hand auf einem weißen Skulpturenkopf ruht, der auf einem Steinsims vor ihm platziert ist. Der Skulpturenkopf wurde als Abguss von Gian Lorenzo Berninis Proserpina aus der berühmten Gruppe Pluto und Proserpina in der Galleria Borghese identifiziert. Der Gelehrte J. D. Stewart vertrat die Auffassung, das Portrait trage eine klassische Allegorie der Weisheit, die die Sinne beherrscht: Der feste Griff des Bildhauers auf die Büste und sein Zirkel bezwingen Proserpina, die Göttin der Sinne. Diese Deutung erhebt das Portrait über die bloße Ähnlichkeit hinweg Tum zu einem Statement über die geistige und moralische Autorität des Künstler-Handwerkers.

Technik und Stil

Kneller führte das Portrait in Öl auf Leinwand mit einer glatten, kontrollierten Pinselführung und einem polierten Finish aus, das seine Meisterschaft des formalen barocken Porträtstils demonstriert. Die Farbpalette ist zurückhaltend, dominiert von Schwarz-, Grau- und Weißtönen mit subtilen warmen Untertönen in den Fleischfarben. Das Licht fällt von links, beleuchtet das Gesicht, die Hände und den Skulpturenkopf, der detailliertes lockiges Haar und nach oben gerichtete Züge zeigt, während der Hintergrund dunkel und undefiniert in gedämpften Braun- und Grautönen bleibt. Die sorgfältige Modellierung von Stoffen und Oberflächen, insbesondere der dunkelgraue Mantel mit dem an Kragen und Manschetten sichtbaren wei-br>ßen Hemd, offenbart Knellers Aufmerksamkeit für texturale Differenzierung. Eine kleine rote Inschrift erscheint in der unteren linken Ecke. Die Gesamtwirkung ist eine von würdevoller Fassung, wobei das lange, dunkle, lockige Haar des Dargestellten und sein direkter Blick auf den Betrachter sowohl Status als auch individuellen Charakter vermitteln.

Geschichte und Provenienz

Das Gemälde entstand 1685 im Vereinigten Königreich, in der Zeit, als Kneller sich als dominierender Porträtmaler in England etablierte. Das Original gelangte in die Sammlung von Horace Walpole, der es als ein Meisterwerk bewertete, das jedem von Vandyke ebenbürtig sei. Aus der Walpole-Sammlung kam es in die Eremitage, wo es heute mit der Inventarnummer 1346 verbleibt. Zwei von Knellers Vorentwürfen für die Komposition sind in einer Privatsammlung bekannt. Der Ruhm des Portraits wurde durch frühe Reproduktionen gesichert: John Smith fertigte 1690 eine Mezzotinto nach dem Gemälde an, die die Komposition spiegelverkehrt wiedergab, und ein Vorbereitungszeichnungemer in Kreide von Smith für diesen Druck überlebt im Ashmolean Museum. Die National Portrait Gallery in London besitzt eine spätere Kopie (NPG 2925), möglicherweise aus dem späteren achtzehnten Jahrhundert, die 1937 erworben wurde, nachdem sie den Earls of Aylesford auf Packington Hall gehört hatte. Eine weitere gute frühe Kopie aus Serlby Hall wurde 1979 bei Christie's verkauft, und eine reduzierte, spiegelverkehrte Version von George Clint befindet sich in Petworth.

Kontext

Knellers Portrait von Gibbons gehört zu einem bedeutsamen Moment in der englischen Kunst, als ein ausländischer Maler deutscher Abstammung zum Hauptchronisten der Elite der Nation geworden war. Das Gemälde exemplifiziert Knellers Fähigkeit, kontinentale barocke Konventionen an den englischen Geschmack anzupassen und Portraits zu schaffen, die sowohl den Status als auch das Innenleben seiner Dargestellten vermittelten. Die Wahl von Gibbons als Sujet ist bemerkenswert: Anders als die aristokratischen und königlichen Gönner, die Knellers Praxis dominierten, war Gibbons ein Handwerker, wenn auch einer, der nach seiner Entdeckung durch John Evelyn königliche Patronage von Karl II. erhalten hatte. Die Komposition des Portraits wurde mit Anthony van Dycks Grisaille von Andreas Colyns de Nole verglichen, was auf Knellers Bewusstsein früherer Traditionen von Künstlerportraits mit Attributen des Berufs des Dargestellten hindeutet. Das Werk wurde in wichtigen Katalogen diskutiert, darunter J. D. Stewarts Monografie über Kneller (1983) und den Ausstellungskatalog A Capital Collection: Houghton Hall and the Hermitage (2002).

Nachwirkung

Der Einfluss und die Reputation des Portraits wurden durch seine weite Verbreitung in Reproduktionsstichen gesichert. John Smiths Mezzotinto von 1690, die den Dargestellten als Mr Grinlin Gibbons bezeichnete, machte das Bild für Sammler zugänglich und half dabei, die visuelle Identität von Gibbons für nachfolgende Generationen zu etablieren. Horace Walpoles enthusiastisches Lob stellte das Gemälde in die höchste Gesellschaft der britischen Porträtmalerei. Das Original in der Eremitage bleibt heute ein Schlüsselwerk zum Verständnis sowohl von Knellers Leistung als auch vom kulturellen Status der dekorativen Künste im England des späten siebzehnten Jahrhunderts. Die zahlreichen Kopien und Versionen bezeugen seine nachhaltige Bedeutung, während die wissenschaftliche Aufmerksamkeit für sein allegorisches Programm das Verständnis bereichert hat, wie Maler und Gönner Bedeutung in der barocken Porträtmalerei aushandelten. Das Portrait dient weiterhin als primäres Dokument für die Erforschung von Grinling Gibbons, dessen Holzschnitzereien auf Windsor Castle und andernwo überlebt haben, dessen Ähnlichkeit jedoch wesentlich von Knellers eindringlichem Bild abhängt.

Portrait of Grinling Gibbons
Portrait of Grinling Gibbons, John Smith

Artist & collection

Portrait of Sir Godfrey Kneller

Artist

Sir Godfrey Kneller

Sir Godfrey Kneller, 1st Baronet (born Gottfried Kniller; 8 August 1646 – 19 October 1723) was a German-born British painter.

Hermitage Museum

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