Artwork

Dunelandscape

Dunelandscape, by Jan van Goyen, oil, 1629
Dunelandscape, by Jan van Goyen, oil, 1629

Dunelandscape is an oil painting by the Dutch Golden Age artist Jan van Goyen. It dates from 1629 and is held in the collection of the Gemäldegalerie Berlin.

About this work

Überblick

Dunelandscape ist ein Ölgemälde auf Eichenholztafel, das der niederländische Künstler Jan van Goyen 1629 schuf.

Dunelandscape ist ein Ölgemälde auf Eichenholztafel, das der niederländische Künstler Jan van Goyen 1629 schuf. Mit einer Höhe von 29 cm und einer Breite von 51 cm befindet sich das Werk in der Sammlung der Gemäldegalerie in Berlin, wo es unter flämischen und niederländischen Gemälden des 17. Jahrhunderts ausgestellt wird. Das Gemälde veranschaulicht Van Goyens bahnbrechende Rolle bei der Entwicklung der "tonalen" Landschaftsmalerei, eines Stils, der neue Maßstäbe für atmosphärische Einheit und Naturalismus in der niederländischen Kunst setzte. Signiert und datiert mit "vG 1629" in der unteren rechten Ecke, steht das Werk als charakteristisches Produkt von Van Goyens reifer Schaffensperiode, als er in den späten 1620er Jahren seine Herangehensweise an Dünenlandschaften systematisch verfeinerte.

Motiv & Bedeutung

Das Gemälde zeigt eine sandige Dünenlandschaft, die von links nach rechts ansteigt und mit trockenen Grasbüscheln und niedriger Vegetation bedeckt ist. Links steht ein strohgedecktes Bauernhaus mit steilem Dach, in dessen Türeingang einige kleine Figuren stehen. Ein Feldweg schlängelt sich vor dem Gebäude in den Vordergrund. Auf der rechten Seite der Düne versammeln sich vier Figuren: Eine sitzt im Sand, eine andere trägt einen Korb auf dem Kopf, und zwei kleinere Figuren stehen in der Nähe. Ein einzelner Mensch mit einem langen Werkzeug erscheint auf dem Kamm der Düne. Der Himmel nimmt mehr als die Hälfte der Leinwand ein, gefüllt mit schweren graubraunen Wolken und einem Streifen helleren Blaus am linken Rand. Ein dünner Pfahl mit einer kleinen Flagge steht am weit rechten Horizont, während einige Vögel als winzige weiße Punkte am Himmel erscheinen. Die Szene zeigt eine unprätentiöse Ansicht des Landlebens, mit Bauern, die in einer natürlichen Umgebung alltägliche Tätigkeiten ausüben, die niederländischen Betrachtern als Küstengelände vertraut gewesen wäre, das das Land vor dem Meer schützte.

Technik & Stil

Van Goyen führte das Werk in Öl auf Eichenholztafel aus und verwendete dabei die lockere und sichtbare Pinselführung, die für seine reife tonale Manier charakteristisch ist. Die Palette ist von Brauntönen, Ocker, stumpfem Grün und gräulichem Blau dominiert, wobei das Licht gleichmäßig fällt, ohne starke Schatten. Die Pinselführung ist besonders im Himmel und auf dem sandigen Boden evident und erzeugt eine texturierte, matte Oberfläche im gesamten Bild. Diese Einfachheit von Palette und Handhabung spiegelt die breitere tonale Ästhetik wider, die Van Goyen mitkodifizierte, in der ein zurückhaltender Farbraum von Erdtönen und Feuchtlufteffekten einheitliche atmosphärische Wirkungen erzeugen. Die Komposition verwendet eine diagonale Bewegung über die Düne, mit einer kräftigen Schattenband im unmittelbaren Vordergrund, das das beleuchtete Häuschen und die Bäume in scharfen räumlichen Kontrast wirft. Das Interesse des Künstlers an unregelmäßigen Formen wie Zäunen und natürlichen Gebilden sowie seine Silhouettierung von Figuren gegen die Landschaft demonstrieren seine anspruchsvolle Herangehensweise an die räumliche Organisation in scheinbar einfachen Szenen.

Geschichte & Provenienz

Das Gemälde wurde 1821 von der Gemäldegalerie, Berlin aus einer Privatsammlung erworben, nachdem es zuvor in Berlin und London gehalten worden war. Es trägt die Signatur und Datierung "vG 1629" in der unteren rechten Ecke. Van Goyen datierte 1629 mindestens sieben weitere Dünenlandschaften mit Straßen und Häuschen, was auf eine konzentrierte Produktionsperiode in diesem Genre hinweist. Ein eng verwandtes Entwurfsmuster ist die Dünenlandschaft mit beleuchtetem Häuschen von 1628, das sich ehemals bei dem Händler Ehrhardt & Co., Berlin 1929 befand. Ein weiteres vergleichbares Werk von 1629 befindet sich in der Alte Pinakothek, München, als Nr. 6398. Die silhouettierten Figuren auf der Hügelkuppe, ein wiederkehrendes Motiv in Van Goyens Werken aus diesen Jahren, demonstrieren die systematische Erkundung dieses Kompositionstyps durch den Künstler in den späten 1620er Jahren.

Kontext

Jan van Goyen wurde in Leiden geboren und unter anderem von Esaias van de Velde ausgebildet. Er verbrachte den größten Teil seines Lebens in seiner Heimat, mit dokumentierten Ausflügen in seinen Zeichnungen in die Südlichen Niederlande, nach Westfalen und nach Kleve. Seine frühe Manier verwendete den farbenfrohen und additiven Ansatz, den Van de Velde bevorzugte, aber ab den frühen 1620er Jahren erforschte er eine größere Vereinheitlichung des Raums in seinen Zeichnungen und erzielte seine bedeutendsten Durchbrüche in der tonalen Landschaftsmalerei in Leiden zwischen 1625 und 1627. In diesen Experimenten ging ihm der Marinemaler Jan Porcellis sowie die Landschaftsmaler Pieter van Santvoert und Pieter de Molijn voraus. Van Goyen und Salomon van Ruysdael werden jedoch mit der eigentlichen Kodifizierung des tonalischen Stils geehrt, indem sie einfache Szenen von Dünen, Flüssen und Kanälen mit zurückhaltenden Paletten und gesteigertem Verständnis für atmosphärische Effekte malten. Zwischen 1626 und 1629 reduzierte Van Goyen systematisch die Anzahl der Motive in seinen Entwürfen, verwendete zunehmend diagonale Kompositionen und suchte nach vereinheitlichenden Farbschemata aus Erdtönen und Feuchtlufteffekten. Dieses Gemälde stellt somit den Höhepunkt einer konzentrierten Periode künstlerischer Entwicklung dar.

Vermächtnis

Van Goyens lose und schnelle Malweise, bei der er wenige Farben in einer einzigen Schicht auftrug, war sowohl virtuos als auch schnell, was ihm erlaubte, hunderte von Werken zu produzieren, die sowohl von Gelegenheits- als auch von sachkundigen Kunstliebhabern gesammelt wurden. Seine Dünenlandschaften, die vor allem in konzentrierten Perioden entstanden, etablierten ein visuelles Vokabular für die niederländische Landschaftsmalerei, das nachfolgende Generationen beeinflusste. Die dargestellte Geländeart, die den Bewohnern Hollands als Ort für erholsame Spaziergänge oder vergnügliche Ausflüge vertraut war, bot Stadtbewohnern tröstliche Bilder des einfachen Landlebens. Weil die Dünen das Land vor dem Meer schützten, könnten solche Werke auch Assoziationen mit göttlicher Güte und Gnade hervorgerufen haben. Das Gemälde bleibt ein bedeutendes Beispiel der tonalischen Phase der niederländischen Landschaftsmalerei und demonstriert, wie Van Goyens Reduktion kompositioneller Elemente und vereinheitlichte Farbbehandlung einen neuen Maßstab des Naturalismus erreichten, der die breitere Entwicklung der niederländischen Landschaftstradition des Goldenen Zeitalters prägen sollte.

Dune Landscape
Dune Landscape, Jan van Goyen

Artist & collection

Portrait of Jan van Goyen

Artist

Jan van Goyen

Jan Josephszoon van Goyen (Dutch pronunciation: ; 13 January 1596 – 27 April 1656) was a Dutch landscape painter.

This work is in the public domain (CC0). Image source: Gemäldegalerie Berlin open access. Spotted an error in this record? Tell us.