Artwork

Geburt Christi

Geburt Christi, by Unknown, unspecified, 1500
Geburt Christi, by Unknown, unspecified, 1500

Geburt Christi is an unspecified painting by the Northern Renaissance artist Unknown. It dates from 1500 and is held in the collection of the Kunsthistorisches Museum.

About this work

Übersicht

Geburt Christi ist ein religiöses Tafelgemälde, das um das Jahr 1500 von einem anonymen Künstler aus Oberösterreich geschaffen wurde. Das Werk stellt die Geburt Jesu dar und misst 139,5 mal 110 Zentimeter. Es wird als Gemälde klassifiziert und befindet sich derzeit in der Sammlung des Belvedere des Kunsthistorischen Museums in Wien.

Thema und Bedeutung

Maria trägt einen voluminösen rosaroten Mantel über einem dunkelblauen, goldgemusterten Gewand; ihr rotes Kleid symbolisiert ihre hingebungsvolle Liebe.

Das Kunstwerk zeigt die Geburt Jesu, wobei die Jungfrau Maria in Andacht kniet, die Hände vor der Brust gefaltet, vor dem Christuskind, das auf einem roten Tuch am Boden liegt. Maria trägt einen voluminösen rosaroten Mantel über einem dunkelblauen, goldgemusterten Gewand; ihr rotes Kleid symbolisiert ihre hingebungsvolle Liebe. Das Kind trägt ebenfalls einen goldenen Heiligenschein. Ein älterer bärtiger Mann, Josef, kniet in der Nähe und streckt seine Hände dem Kind entgegen. Dahinter sind teilweise ein Esel und ein Ochse zu erkennen, Tiere, deren Anwesenheit in Geburtsszenen auf die Prophezeiung des Jesaja zurückgeht und die Anerkennung des Göttlichen symbolisieren. Im oberen Bereich schweben drei Engel in roten und weißen Gewändern, einer hält eine Schriftrolle, während ein weiterer Engel oben rechts erscheint. Links treten drei männliche Figuren in bunten Gewändern und Kopfbedeckungen aus einer Holzkonstruktion hervor, um die Szene zu beobachten. Die Komposition betont die Anbetung des Neugeborenen und verwandelt die bescheidene Umgebung in einen heiligen Raum, in dem das Kind zum Objekt der Verehrung wird.

Geschichte und Provenienz

Das Gemälde wurde um 1500 von einem anonymen oberösterreichischen Maler geschaffen und gelangte in die Sammlung des Belvedere des Kunsthistorischen Museums, wo es derzeit aufbewahrt wird. Die spezifische Auftragserteilung und die frühe Besitzkette sind in den verfügbaren Quellen nicht dokumentiert.

Kontext

Die Geburt Jesu ist seit dem vierten Jahrhundert ein zentrales Thema der christlichen Kunst, das auf frühen Darstellungen auf römischen Sarkophagen beruht und sich durch verschiedene Medien wie Altarbilder, Manuskriptilluminationen und Tafelgemälde entwickelt hat. Bis zum späten 15. und frühen 16. Jahrhundert hatte sich die Ikonographie vielfältiger Einflüsse bemächtigt, von den apokryphen Legenden über Hebammen bis hin zu den Visionen der Heiligen Birgitta von Schweden, die das Motiv des am Boden liegenden Christuskindes statt in einer Krippe populär machten. Der anonyme oberösterreichische Maler arbeitete innerhalb dieser etablierten bildlichen Tradition, nutzte den Goldgrund und die hierarchische Anordnung, die für frühere mittelalterliche Andachtsbilder charakteristisch waren, während Zeitgenossen in Regionen wie der Donauschule mit dramatischer nächtlicher Beleuchtung experimentierten, um Christus als das Licht der Welt hervorzuheben.

Verkündigung an Maria
Verkündigung an Maria, Unknown

Artist & collection

Artist

Unknown

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