Artwork
Madonna and Child with Saint Catherine

Madonna and Child with Saint Catherine is an oil painting by the Early Baroque Italian artist Unknown. It dates from 1600 and is held in the collection of the Uffizi Gallery.
About this work
Übersicht
Die Komposition übernimmt ein bekanntes Entwurfsmuster Tizians, wobei Maria Magdalena durch die Heilige Katharina von Alexandria ersetzt wird.
Madonna mit Kind und der Heiligen Katharina ist ein Ölgemälde auf Leinwand aus dem Jahr 1600, das der Werkstatt von Tizian zugeordnet wird und der venezianischen Schule angehört. Mit den Maßen 75 mal 60 Zentimeter befindet sich das Werk in der Uffizien-Galerie in Florenz unter der Inventarnummer 949. Die Komposition übernimmt ein bekanntes Entwurfsmuster Tizians, wobei Maria Magdalena durch die Heilige Katharina von Alexandria ersetzt wird. Die Zuschreibung war Gegenstand wissenschaftlicher Debatten; die Einschätzungen reichten vom Neffen des Meisters bis hin zu seiner weiteren Werkstatt, doch wird es derzeit als Atelierproduktion klassifiziert, die die kompositorischen Erfindungen des Meisters widerspiegelt.
Thema und Bedeutung
Das Gemälde zeigt die Jungfrau Maria, die das Christuskind hält, begleitet von der knienden Heiligen Katharina von Alexandria. Maria ist in traditionelle rote Gewänder und blaue Draperien gekleidet, wobei die blaue Farbe in der christlichen Ikonographie Reinheit und Jungfräulichkeit symbolisiert. Das Christuskind steht aufrecht auf der linken Hüfte Marias, streckt den linken Arm nach außen und hält dabei ihre Hand. Die Heilige Katharina, erkennbar an ihrer verzierten Kopfbedeckung und dem dunklen Kleid mit weißem Kragen, kniet unten links mit gefalteten Händen und blickt in Andacht zum zentralen Paar empor. Die intime Gruppierung spiegelt die Tradition der sacra conversazione wider und präsentiert ein Andachtsbild von mütterlicher Bindung und heiliger Fürbitte.
Technik und Stil
Ausgeführt in Öl auf Leinwand, demonstriert das Werk die für die venezianische Schule charakteristische Behandlung von Farbe und Licht. Die Palette wird von tiefen Blautönen, Karmesinrot und warmen Fleischfarben dominiert, die vor einem dunklen, undefinierten Hintergrund platziert sind, der keinerlei Landschafts- oder Architekturelemente aufweist. Das Licht fällt selektiv von oben links ein und erhellt die Gesichter, den Körper des Kindes und den Kragen der knienden Heiligen, während schwere Schatten den Rest der Szene umhüllen. Die Pinselführung zeigt weiche, verschwommene Übergänge in den Fleischpartien und eine lockere Handhabung in den Draperien und im Hintergrund. Die Farboberfläche weist durchgehend sichtbare Rissbildungen auf.
Geschichte und Provenienz
Das Gemälde wird erstmals in der Sammlung des Kardinaldiakons Carlo de' Medici erwähnt. Nach seinem Tod im Jahr 1666 wurde ein Inventar seines Besitzes erstellt, und das Werk gelangte in die Uffizien. Es wurde um das Ende des 18. Jahrhunderts restauriert, wobei der heutige geschnitzte und vergoldete Rahmen wahrscheinlich in dieser Zeit hinzugefügt wurde. Bis 1776 war das Gemälde so bedeutend, dass es in Johann Zoffanys berühmter Darstellung der Tribuna der Uffizien aufgenommen wurde. Das Werk befindet sich weiterhin in der Galleria degli Uffizi als Teil ihrer ständigen Sammlung.
Kontext
Das Gemälde nimmt aufgrund seiner Herkunft aus der Werkstatt eine komplexe Position innerhalb der Tizian-Forschung ein. Die Kunsthistoriker Crowe und Cavalcaselle schrieben das Werk dem Neffen Tizians, Marco Vecellio, zu. Der 1926 von Giovanni Poggi herausgegebene Uffizien-Katalog klassifizierte es schlicht als Werk der Schule Tizians. Harold Wethey widersprach beiden Schlussfolgerungen und argumentierte stattdessen, dass das Gemälde eine frühe Kopie eines verlorenen eigenhändigen Werks von Tizian selbst sei. Die Komposition war ein Motiv, zu dem Tizian mehrfach zurückkehrte; Varianten im Eremitage-Museum und im Museo nazionale di Capodimonte ersetzen dabei Maria Magdalena durch die Heilige Katharina.
Artist & collection


















