Artist

Stanislas Lépine

Portrait of Stanislas Lépine
Portrait of Stanislas Lépine

France

Stanislas Lépine is a France Impressionism artist. 22 works are cataloged here, principally at Art Institute of Chicago.

Stanislas Victor Edouard Lépine was a French painter who specialized in landscapes, especially views of the Seine.

Übersicht

Stanislas Victor Edouard Lépine (3. Oktober 1835-28. September 1892) war ein französischer Landschaftsmaler, dessen ruhige, stimmungsvolle Ansichten der Seine und der Pariser Umgebung einen eigenständigen Platz zwischen der Vorimpressionismus und dem Impressionismus einnehmen. Geboren in Caen, Normandie, verbrachte er sein Erwachsenenleben in Paris und schuf kleinformatige Pleinair-Studien sowie größere Salonbilder, die die wandelbaren Lichteffekte auf Wasser und städtischen Landschaften einfingen. Obwohl er 1874 gemeinsam mit den Impressionisten an deren erster Ausstellung teilnahm, bewahrte er seine Unabhängigkeit von jeder einzelnen Bewegung. Heute gilt er als sensibler Chronist des Pariser Flusslebens des neunzehnten Jahrhunderts und als Bindeglied zwischen der pastoralen Tradition Camille Corots und der modernen Landschaftsmalerei, die darauf folgte.

Biografie und Daten

Lépine wurde am 3. Oktober 1835 in Caen, Normandie, als Sohn des 20-jährigen Schreiners Stanislas-Edmond-Louis Lépine und der Marie-Louise Hérier geboren. 1855 zog er nach Paris und ließ sich in Montmartre nieder, wo er bis zu seinem Tod an verschiedenen Adressen wohnte, darunter 20 chaussée de Clignancourt, rue des Rosiers, rue de la Fontenelle (1870-1887) und schließlich 18 rue de Clignancourt. Ursprünglich autodidaktisch, begann er seine Karriere mit der Malerei maritimer Ansichten im Stil von Johan Barthold Jongkind. 1859 debütierte er mit Port de Caen, Effet clair de lune am Salon und stellte dort regelmäßig bis 1880 aus; später zeigte er von 1881 bis 1889 auf dem Salon des artistes français. Im selben Jahr traf er in der Normandie Camille Corot, wurde 1860 sein Schüler und kopierte Werke in dessen Atelier. Durch Corot lernte er Henri Fantin-Latour kennen, dessen Freundschaft ihm gelegentliche finanzielle Unterstützung brachte. Der Sammler Hazard und später Graf Armand Doria leisteten entscheidende Unterstützung; Doria beherbergte Lépine und Adolphe-Félix Cals in seinem Château d'Orrouy. Der Kunsthändler Paul Durand-Ruel begann um 1870, seine Werke zu erwerben, und Lépine nahm an Durand-Ruels Londoner Ausstellung 1871 teil, wenngleich die Wirtschaftskrise von 1873-1879 diese Beziehung unterbrach. 1874 organisierte er seine erste Auktion im Hôtel Drouot und verkaufte vierunddreißig Gemälde, gefolgt von dreiundzwanzig weiteren im Jahr 1875. Für Pont de l'Estacade erhielt er bei der Weltausstellung 1889 eine Goldmedaille. Trotz dieser Anerkennung starb er am 28. September 1892 in Armut in seiner Pariser Wohnung im 18. Arrondissement; seine Freunde sammelten Geld für seine Beerdigung auf dem Cimetière parisien de Saint-Ouen. Eine Retrospektive wurde im Dezember 1892 in der Galerie Durand-Ruel eröffnet.

Stil und Bewegung

Lépines Werk nimmt eine Zwischenposition zwischen Vorimpressionismus und Impressionismus ein. Vorwiegend im Freien arbeitend, entwickelte er eine Bildsprache, die die Wandelbarkeit der Natur einfing und atmosphärische Eindrücke an die Stelle der wörtlichen Wiedergabe setzte. Seine Palette war bemerkenswert heller als die der Schule von Barbizon und basierte auf zarten Grautönen, die die Lichtqualität präzise registrierten. Seine Gemälde zeichnen sich durch eine ruhige Stimmung, kleinformatige Ausführung und eine zurückhaltende Farbskala aus. Ab den 1880er-Jahren erweiterte er seine Themen um anekdotische Szenen in Pariser Parks und Gärten: spazierende Paare, spielende Schulkinder und Kindermädchen mit kleinen Kindern, eine ungewöhnliche Wendung für einen Künstler, der die menschliche Präsenz typischerweise minimierte. Während seiner gesamten Karriere bewahrte er eine Trennung zwischen kleinen Pochades, oft auf Holz gemalt, und größeren, im Atelier konzipierten Salonwerken mit Maßen bis zu 110 mal 170 cm. Seine Landschaften von Montmartre suchten spezifisch den verbliebenen dörflichen Charakter des Viertels, seine isolierten Höfe, alten Mauern und Gartenwege, und nicht die belebten Boulevards.

Wichtige Werke

Lépines Œuvre konzentriert sich auf drei miteinander verbundene Themen: Ansichten von Paris, seine Vororte und die Küste der Normandie. Zu seinen gefeiertsten Werken zählen La Rue Saint Vincent (um 1875), heute im Musée d'Orsay; Paris, le pont des Arts (1880); sowie die mit der Goldmedaille ausgezeichnete La Seine à l'Estacade, ausgestellt auf dem Salon von 1885. Für letzteres schuf er zahlreiche kleine vorbereitende Studien, die heute im Walters Art Museum in Baltimore, im Norton Simon Museum in Pasadena und in Privatsammlungen aufbewahrt werden. Vue du pont de Sèvres, eine mittlere Leinwand, befindet sich im Museo Thyssen-Bornemisza. Bridge in a French City (um 1870), ein Ölgemälde auf Leinwand mit den Maßen 50 mal 40 cm, gehört zur Österreichischen Galerie Belvedere in Wien. The Harbor of Rouen (38 mal 55,7 cm) ist im Musée des Beaux-Arts in Reims zu sehen. Seine Montmartre-Serie, bestehend aus etwa fünfzig Straßenansichten, umfasst Gemälde der rue Cortot, rue des Saules (um 1872), rue de l'Abreuvoir und rue Saint Vincent.

Einflüsse und Schüler

Lépines künstlerische Haupteinflüsse waren Camille Corot und Johan Barthold Jongkind. Corot erwies sich nach ihrem Treffen 1859 in der Normandie als entscheidend; Lépine trat 1860 in dessen Atelier ein und entwickelte einen persönlichen Stil, der zwischen Corots pastoralen Kompositionen und den atmosphärischen Landschaften der aufkommenden Impressionisten vermittelte. Jongkinds Einfluss zeigt sich in Lépines frühen maritimen Motiven und seiner lebenslangen Beschäftigung mit Wasser- und Flussufern. In seinem Kreis genoss Lépine die Hochachtung seiner Künstlerkollegen mehr als breite öffentliche Anerkennung. Henri Fantin-Latour wurde ein enger Freund und gelegentlicher finanzieller Unterstützer. Graf Armand Doria agierte als Mäzen für Lépine und Adolphe-Félix Cals und bot sowohl materielle Unterstützung als auch Unterkunft im Château d'Orrouy. Paul Durand-Ruel förderte sein Werk ab etwa 1870. Die Quellen verzeichnen Lépine nicht als Lehrer und nennen keine Schüler aus der nächsten Generation.

Nachlass

Lépines posthume Reputation wurde teilweise durch die Retrospektive im Dezember 1892 in der Galerie Durand-Ruel gesichert, die kurz nach seinem Tod organisiert wurde. Obwohl er zu Lebzeiten nie die Popularität seiner Zeitgenossen erreichte, hat seine Position als Chronist des Pariser Seinuferlebens von den 1860er-Jahren bis 1892 wissenschaftliche Anerkennung gefunden. Seine Werke werden heute als umfassende visuelle Dokumentation des Arbeits- und Freizeitlebens entlang des Flusses verstanden, von Charenton und Bercy bis nach Sèvres. Gemeinsam zeichnen seine Gemälde die Entwicklung der Pleinair-Landschaftsmalerei hin zur Moderne nach, ohne sich vollständig der impressionistischen Orthodoxie zu verpflichten. Institutionen, die seine Werke besitzen, umfassen das Musée d'Orsay, das Musée des Beaux-Arts in Reims, die Österreichische Galerie Belvedere in Wien, das Walters Art Museum, das Norton Simon Museum und das Museo Thyssen-Bornemisza. Die Quellen liefern keine spezifischen Auktionsdaten oder detaillierte Marktgeschichten jenseits der vom Künstler organisierten Verkäufe von 1874 und 1875.

Works by Stanislas Lépine

Collections represented

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