Artwork

Homeward Oxherds in Wind and Rain

Homeward Oxherds in Wind and Rain, by Li Di, ink, 1114
Homeward Oxherds in Wind and Rain, by Li Di, ink, 1114

Homeward Oxherds in Wind and Rain is an ink painting by the Song dynasty landscape artist Li Di. It dates from 1114 and is held in the collection of the National Palace Museum.

About this work

Überblick

Auf Seide in Tinte und Farbe ausgeführt, misst das Werk 120,7 mal 102,8 Zentimeter und wird im Nationalen Palastmuseum in Taipeh aufbewahrt.

Homeward Oxherds in Wind and Rain ist ein Gemälde der Südlichen Song-Dynastie, das dem Hofkünstler Li Di zugeschrieben wird. Auf Seide in Tinte und Farbe ausgeführt, misst das Werk 120,7 mal 102,8 Zentimeter und wird im Nationalen Palastmuseum in Taipeh aufbewahrt. Obwohl es in einigen Katalogen ursprünglich auf das Jahr 1114 datiert wurde, gibt eine Inschrift in der unteren rechten Ecke des Gemäldes selbst das Jahr 1174 an. Die Komposition zeigt zwei Hirtenjungen, die ihre Ochsen durch einen Sturm treiben, und etabliert Li Di als bedeutenden Maler von Landtieren und ländlichen Szenen am Hof des zwölften Jahrhunderts.

Thema und Bedeutung

Das Gemälde stellt zwei junge Ochsenhirten dar, die ihre Tiere bei schlechtem Wetter nach Hause treiben. Der vordere Junge duckt sich nach vorne und hält seinen Bambushut gegen den Wind, während der zweite Junge mitten im Sprung eingefangen ist und sich darauf vorbereitet, abzusteigen, um seinen Hut zu holen, der gerade weggeblasen wurde. Die Ochsen gehen einzeln durch flaches Wasser, doch der vordere Ochse wendet seinen Blick nach hinten und der hintere Ochse hebt den Kopf, sodass die beiden Tiere Augenkontakt halten. Dies erzeugt einen gezielten psychologischen Kontrast: Die Jungen sind gequält und fast außer sich im Sturm, während die Ochsen ruhig und unerschüttert bleiben. Die Tiere, die zunächst die Schützlinge der Jungen waren, scheinen die Rolle der Beschützer zu übernehmen. Dieser Effekt wird durch ihre leichte Anthropomorphisierung und zentrale Platzierung verstärkt, was die emotionale Wirkung der Szene vertieft.

Technik und Stil

Li Di verwendete feine, dicht gepackte Linien, um die Figuren und Landschaftselemente mit peinlicher Präzision wiederzugeben. Die grob gewebten Schilfmäntel, das weiche Fell und die starren Hörner der Ochsen, die zarten Weidenblätter und spitzen Schilfrohre sind alle durch strukturierte Striche definiert, während die Muskulatur der Ochsen mit sorgfältiger Pinselarbeit modelliert ist. Im Gegensatz dazu löst sich der Hintergrund in eine neblige, leere Weite auf, die durch nasse, atmosphärische Tuschwäschen erreicht wird. Diese Gegenüberstellung eines substanziellen, detaillierten Vordergrunds gegen eine leere Leere war charakteristisch für seine Epoche und diente dazu, einzufangen, wie Wind und Regen die menschliche Sicht einschränken, sowie die düstere Atmosphäre zu betonen und den Betrachter einzuladen, sich vorzustellen, was dahinter liegt. Die Farbpalette ist zurückhaltend und stützt sich auf gedämpfte Olivgrüntöne, Brauntöne und warme Bernsteinfarben auf dem gealterten Seidengrund.

Geschichte und Provenienz

Das Gemälde trägt eine Inschrift mit dem Jahr 1174, was seine Entstehung fest in die zweite Hälfte des zwölften Jahrhunderts verlegt, obwohl einige Bestandsaufzeichnungen ein früheres Datum von 1114 nennen. Rote Sammlerstempel umrahmen die Komposition und konzentrieren sich stark entlang der linken Kante und der Oberseite. Sie zeugen von einer langen Geschichte des Besitzes und der Wertschätzung, obwohl die spezifischen Namen, die mit diesen Stempeln verbunden sind, in den verfügbaren Quellen nicht dokumentiert sind. Das Werk gelangte schließlich in die Sammlung des Nationalen Palastmuseums in Taipeh, wo es bis heute verzeichnet ist. Es wurde auch für wissenschaftliche Studien reproduziert, insbesondere von Nigensha im Jahr 1986 in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Palastmuseum.

Kontext

Li Di war in der zweiten Hälfte des zwölften Jahrhunderts aktiv und diente als wichtiger Maler am Hof der Südlichen Song-Dynastie. Historische Aufzeichnungen vermerken sein Talent für die Malerei von Blumen, Vögeln, Bambus, Felsen und Landtieren. Homeward Oxherds in Wind and Rain verkörpert den Ansatz der Song-Dynastie in der Landschafts- und Tiermalerei, bei dem Realismus nicht nur durch anatomische Genauigkeit, sondern durch die geschickte Manipulation von Stimmung und Umwelteffekten erreicht wurde. Das Werk demonstriert das ausgefeilte Verständnis der Epoche dafür, wie kompositorische Leerräume und atmosphärisches Wetter genutzt werden können, um Mitgefühl beim Betrachter hervorzurufen und emotionale Tiefe zu projizieren. Dies sicherte Li Di den Ruf, traditionellen ländlichen Motiven psychologischen Realismus hinzuzufügen.

Untitled
Untitled, Kawanabe Kyōsai 河鍋暁斎

Artist & collection

Portrait of Li Di

Artist

Li Di

Chinese, ca. 1110– after 1197|

This work is in the public domain (CC0). Image source: National Palace Museum open access. Spotted an error in this record? Tell us.