Artwork

Duke Louis-Philippe of Orleans

Duke Louis-Philippe of Orleans, by Nicolas Delobel, unspecified, 1737
Duke Louis-Philippe of Orleans, by Nicolas Delobel, unspecified, 1737

Duke Louis-Philippe of Orleans is an unspecified painting by the Rococo painting artist Nicolas Delobel. It dates from 1737 and is held in the collection of the Kunsthistorisches Museum.

About this work

Überblick

Das Ölgemälde auf Leinwand misst 281 mal 145,5 Zentimeter und zeigt Louis Philippe I, Duke of Orléans (1725-1785), ein Mitglied der französischen Königsfamilie.

Duke Louis-Philippe of Orleans ist ein Ganzfigurenporträt, das der französische Künstler Nicolas Delobel im Jahr 1737 malte. Das Ölgemälde auf Leinwand misst 281 mal 145,5 Zentimeter und zeigt Louis Philippe I, Duke of Orléans (1725-1785), ein Mitglied der französischen Königsfamilie. Das Gemälde befindet sich in der Sammlung des Kunsthistorischen Museums auf Schloss Ambras Innsbruck, wo es unter der Inventarnummer Gemäldegalerie 3288 geführt wird. Signiert und datiert vom Künstler am unteren linken Rand des Brunnens, stellt das Werk ein bedeutendes Beispiel französischer aristokratischer Porträtkunst des frühen achtzehnten Jahrhunderts dar, das formale Darstellung mit einem aufwendigen symbolischen Setting verbindet, das den Status und die Verfeinerung des Dargestellten betont.

Sujet und Bedeutung

Das Porträt zeigt Louis Philippe I, Duke of Orléans, der von 1725 bis 1785 lebte und eine herausragende Persönlichkeit im französischen Königshaus war. Er steht im Zentrum der Komposition, nach vorne gewandt, mit ausgestreckter linker Hand zu einem kleinen weißen Hund mit braunen Flecken, der zu ihm aufblickt. Diese Geste und das aufmerksame Tier deuten auf die Fähigkeit des Herzogs zur Führung und seinen edlen Charakter hin. Die Figur trägt einen prächtigen roten Rock mit goldenen Knöpfen und Blumenmuster, darunter weiße Spitzenmanschetten und weiße Strümpfe mit schwarzen Schnallenschuhen, die alle seine erhobene soziale Stellung signalisieren. Die gepuderte Perücke rahmt sein Gesicht in der Mode der französischen Elite ein. Um ihn herum entfaltet sich eine sorgfältig konstruierte symbolische Umgebung: links sitzt ein grauer Papagei mit rotem Schwanz auf einem Steinbrunnen mit einem skulptierten Putto, aus dem Wasser strömt; hinter ihm fällt ein gestufter Brunnen Wasser inmitten dunkelgrüner Bäume; und rechts sitzt ein dunkler Affe auf einem gefransten grün-goldenen Kissen. Diese Elemente tragen konventionelle aristokratische Konnotationen, der Papagei deutet auf Eloquenz und exotisches Wissen hin, der Affe spielt vielleicht auf Nachahmung oder verspielte Intelligenz an, während die Brunnen klassische Gelehrsamkeit und die kontrollierte Natur des Gartens als Zeichen von Reichtum und Kultivierung evozieren. Das gesamte Programm präsentiert den jungen Herzog als kultivierten Adligen, der sich in einer Welt des Luxus und der Gelehrsamkeit zu Hause fühlt.

Technik und Stil

Das Gemälde ist in Öl auf Leinwand ausgeführt, ein Standardmedium für großformatige Porträtkunst dieser Zeit. Delobels Malweise variiert über die Komposition hinweg: die Oberfläche zeigt glatte Pinselstriche mit sorgfältiger Aufmerksamkeit für die Wiedergabe von Textilien und die reflektierenden Eigenschaften des Wassers, während das Laubwerk und der Hintergrund loser behandelt sind. Diese differenzierte Handhabung, mit präzisem Detail in der Figur und seiner unmittelbaren Umgebung und breiterer Behandlung in den Landschaftselementen, folgt etablierten Konventionen der französischen Porträtkunst. Das Licht fällt gleichmäßig von der oberen linken Seite auf die Szene, beleuchtet das Gesicht und die Kleidung des Herzogs und schafft einen kohärenten atmosphärischen Raum. Das warme braune Erdreich der Grundierung verankert die Komposition und steht in Kontrast zu den kühleren Tönen des Himmels und dem leuchtenden Rot des Rocks. Die beträchtlichen Maße von 281 mal 145,5 Zentimetern zeigen, dass dies als bedeutendes Statement-Werk konzipiert war, das die Betrachter durch seine Größe und die technische Meisterschaft des Künstlers beeindrucken sollte.

Geschichte und Provenienz

Das Gemälde ist am unteren linken Rand des Brunnens signiert und datiert: Delobel.f.1737. Es entstand, als der Dargestellte zwölf Jahre alt war, was darauf hindeutet, dass es möglicherweise einen bedeutenden Moment in seinem frühen Leben oder seiner Ausbildung dokumentierte. Die Provenienz ist ab 1772 dokumentiert, als das Werk bereits in der Galerie von Schloss Ambras vorhanden war, was zeigt, dass es bis zu diesem Datum in die Habsburg-Sammlungen gelangte. Die Umstände seiner Erwerbung bleiben in der vorliegenden Dokumentation unbestimmt. Das Gemälde wird heute vom Kunsthistorischen Museum auf Schloss Ambras Innsbruck verwahrt, wo es unter der Inventarnummer Gemäldegalerie 3288 geführt wird. Eine Ausstellungsgeschichte ist in den vorliegenden Quellen nicht verzeichnet.

Kontext

Nicolas Delobel (1693-1763) war ein französischer Maler, der in der ersten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts tätig war, einer Zeit, in der die französische Porträtkunst von Künstlern dominiert wurde, die in der verfeinerten Tradition arbeiteten, die unter Louis XIV begründet und durch die Régence und die frühe Regierungszeit von Louis XV fortgeführt wurde. Das Porträt des jungen Duke of Orléans gehört zu einer Gattung aristokratischer Kinderporträts, die der Dokumentation von Abstammung, der Betonung von Status und der Präsentation familiären Reichtums dienten. Die Wahl von Delobel für diesen Auftrag deutet darauf hin, dass er einen ausreichenden Stand erreicht hatte, um Aufträge aus den höchsten Rängen der französischen Aristokratie zu erhalten. Die spätere Präsenz des Gemäldes in den Habsburg-Sammlungen auf Schloss Ambras spiegelt die internationale Zirkulation französischer Kunst und das Prestige wider, das Werken zukam, die die französische Königsfamilie darstellten. Kritische Rezeption und wissenschaftliche Literatur zu diesem spezifischen Werk sind in den vorliegenden Quellen nicht detailliert, obwohl seine Erhaltung in einer bedeutenden Museumssammlung seine anhaltende Anerkennung als Werk von historischer und künstlerischer Bedeutung bezeugt.

Nachwirkung

Das Nachleben des Porträts ist primär institutioneller als künstlerischer Natur. Seine kontinuierliche Präsenz in den Habsburg-Sammlungen seit mindestens 1772 und sein aktueller Status als Teil der Bestände des Kunsthistorischen Museums auf Schloss Ambras Innsbruck haben seine Erhaltung und Zugänglichkeit für wissenschaftliche Studien sichergestellt. Das Werk ist auf den kommerziellen Reproduktionsmarkt gelangt, mit Drucken, die über verschiedene Anbieter erhältlich sind, was seine anhaltende Relevanz als Bild französischer aristokratischer Kultur zeigt. Der Dargestellte des Porträts, Louis Philippe I, Duke of Orléans, wurde später der Vater von Philippe Égalité und der Großvater von Louis-Philippe I, King of the French, was dem Porträt zusätzliche historische Resonanz als Dokument der Orléans-Linie verleiht. Nicolas Delobels Ruhm hat nicht das gleiche Maß posthumen Ruhms wie einige seiner Zeitgenossen erreicht, und dieses Porträt bleibt eines der bedeutenderen dokumentierten Werke aus seiner Hand, das zur Rekonstruktion seines künstlerischen Profils beiträgt.

Louis of France, the Grand Dauphin
Louis of France, the Grand Dauphin, Jean Nocret

Artist & collection

Artist

Nicolas Delobel

Nicolas Delobel (1693 – 18 March 1763) was a French painter. Under the employ of the French kings Louis XIV and Louis XV, he painted portraits, landscapes, allegories, as well as historical and mythological scenes. He…