Artwork
Isabella of Portugal with Saint Elisabeth

Isabella of Portugal with Saint Elisabeth is an oil painting by the Northern Renaissance artist Petrus Christus. It dates from 1457 and is held in the collection of the Groeningemuseum.
About this work
Technik und Stil
Das pelzgefütterte Kleid wird mit dem Einfluss von Jan van Eyck in Verbindung gebracht.
Das Werk ist ein Eichenholztafelbild in Öl mit den Maßen 59 mal 33 cm, das Petrus Christus zwischen etwa 1457 und 1460 in der Tradition der Altniederländischen Malerei schuf. Ursprünglich der linke Flügel eines zerlegten Triptychons, war es mit einem heute verlorenen zentralen Pietà-Teil und einem rechten Begleitflügel mit der Darstellung der Heiligen Katharina von Alexandrien verbunden. Die Rückseite trägt Spuren einer Grisaille mit dem Erzengel Gabriel.
Stilistisch ist die Stifterfigur Isabellas mit einem ovalen Kopf, geschlossenen Augen und puppenhaften Zügen gestaltet, die dem von Petrus Christus aus Miniaturen abgeleiteten Idealtypus entsprechen. Das pelzgefütterte Kleid wird mit dem Einfluss von Jan van Eyck in Verbindung gebracht. Die Figuren nehmen einen neutralen Innenraum ein, der sich durch perspektivische Linien zu einer Landschaft öffnet, eine Konvention der Flämischen Primitiven, die Christus mit mathematisch korrekter räumlicher Tiefenwirkung umsetzt und sich damit an die italienische Perspektive anlehnt.
Geschichte und Provenienz
Das zwischen 1457 und 1460 entstandene Eichenholztafelbild in Öl wird Petrus Christus zugeschrieben und wurde wahrscheinlich von Isabella von Portugal, Herzogin von Burgund, in Auftrag gegeben, bevor sie sich 1457 nach Nieppe zurückzog. Das Werk diente ursprünglich als linker Flügel eines zerlegten Triptychons, dessen Mitteltafel eine verlorene Pietà mit der Mater Dolorosa zeigte. Anschließend wurde es von Catherine de Buisson, der Äbtissin der Abbaye Sainte-Élisabeth du Quesnoy in Frankreich, an Isabellas Urenkelin Margarete von Österreich gestiftet. Das Gemälde gelangte 1965 in die Sammlung des Groeningemuseums in Brügge, Belgien, wo es bis heute verbleibt. Obwohl es lange als Stifterbild anerkannt war, wurde die Tafel erst in den 1960er Jahren vollständig Petrus Christus zugeschrieben.
Das Gemälde wird im Groeningemuseum in Brügge als Teil der Vlaamse Kunstcollectie aufbewahrt. Seine Maße betragen 59 cm Höhe und 33 cm Breite. Das Werk gelangte 1965 in die Sammlung des Museums.
Es wurde in der Wanderausstellung Primitifs flamands. Trésors de Marguerite d'Autriche gezeigt, die seine Ausstellungsgeschichte dokumentierte.
Kontext
Das zwischen 1457 und 1460 entstandene Werk Isabella of Portugal with Saint Elisabeth von Petrus Christus stellt eine bedeutende Arbeit innerhalb der altniederländischen Malerei dar. Die Tafel, ursprünglich der linke Flügel eines zerlegten Triptychons, verkörpert die Synthese des Künstlers aus nordischen Andachtstraditionen und italienisierter mathematischer Perspektive. Kunsthistorische Analysen weisen darauf hin, dass das Stifterbild zwar Isabellas charakteristisches puppenhaftes Antlitz zeigt, ihre Gesichtszüge jedoch nicht zweifelsfrei bestätigt werden können. Das Werk wurde erst in den 1960er Jahren, nach einer langen Phase der Unsicherheit, vollständig Petrus Christus zugeschrieben. Seine Provenienz führt von der Herzogin über ihre Urenkelin Margarete von Österreich bis zum Groeningemuseum, wo es 1965 in die Sammlung aufgenommen wurde. Fachleute beobachten, dass die räumliche Konstruktion des Gemäldes, die korrekte Fluchtpunkte auf eine Landschaft hin nutzt, Christus' Übernahme von in Italien bereits anerkannten Perspektivdefinitionen widerspiegelt und es innerhalb des Genres der religiösen Kunst auszeichnet.
Wirkungsgeschichte
Der spätere Ruf des Gemäldes beruht weitgehend auf seiner Zuschreibung an Petrus Christus in den 1960er Jahren, die dazu beitrug, das Œuvre des Künstlers zu klären und seinen Platz innerhalb der altniederländischen Studien zu festigen. Seine Aufnahme in die Ausstellung Primitifs flamands. Trésors de Marguerite d'Autriche unterstrich seine Bedeutung als repräsentatives Werk der Epoche. Heute befindet sich die Tafel im Groeningemuseum in Brügge, wo sie für Wissenschaftler und die Öffentlichkeit zugänglich bleibt. Ihre Provenienz, die einst im Besitz von Isabellas Urenkelin Margarete von Österreich war, hebt weiterhin ihr aristokratisches Erbe und die Tradition des Stifterporträts hervor.
Artist & collection
Artist
Petrus Christus (Dutch:; c. 1410/1420 – c. 1475/1476) was an Early Netherlandish painter active in Bruges from 1444, where, along with Hans Memling, he became the leading painter after the death of Jan van Eyck. He was…

















