Artwork

Selbstporträt

Selbstporträt, by Rosalie M. Emslie, oil, 1905
Selbstporträt, by Rosalie M. Emslie, oil, 1905

Selbstporträt is an oil painting by the Impressionist artist Rosalie M. Emslie. It dates from 1905 and is held in the collection of the Victoria and Albert Museum.

About this work

Überblick

Es gehört zu einer Gruppe von zehn Miniaturen von Emslie, die vom Victoria and Albert Museum in London erworben wurden und dort unter der Inventarnummer E.

Selbstporträt ist eine Porträtminiatur der britischen Künstlerin Rosalie M. Emslie, die um 1905 gemalt wurde. Das Werk, ausgeführt in Aquarell auf Elfenbein, misst 3,6 cm in der Höhe und 3 cm in der Breite. Es stellt die Künstlerin selbst dar und ist unten links mit ihren Initialen RME signiert. Es gehört zu einer Gruppe von zehn Miniaturen von Emslie, die vom Victoria and Albert Museum in London erworben wurden und dort unter der Inventarnummer E.487-2010 verwahrt werden. Die Miniatur zeichnet sich durch ihre intime Größe und ihre Verbindung zur Wiederbelebung der Miniaturmalerei in Großbritannien zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts aus, einer Bewegung, in der Emslie eine bedeutende Rolle spielte.

Motiv und Bedeutung

Das Motiv des Werkes ist die Künstlerin selbst, Rosalie M. Emslie, dargestellt von der Brust aufwärts innerhalb eines ovalen Rahmens. Sie blickt dem Betrachter in einer Dreiviertelansicht entgegen, ihr dunkelbraunes Haar ist aufwendig frisiert und hochgesteckt. Sie trägt ein tief ausgeschnittenes Gewand in gedämpften Oliv- oder bräunlich-goldenen Tönen, frei von Schmuck oder zusätzlichen Objekten, was den Fokus vollständig auf ihr Gesicht lenkt. Ihr Ausdruck ist ruhig und direkt, mit geschlossenen Lippen und Augen, die den Blick des Betrachters aufnehmen. Das Porträt hat persönliche Bedeutung, da es ursprünglich in einem doppelseitigen Medaillon neben einer Miniatur ihres Ehemanns, des Porträtmalers Alfred Edward Emslie, montiert war und so ihre eheliche und berufliche Verbindung symbolisierte.

Technik und Stil

Emslie führte die Miniatur in Aquarell auf einem Elfenbeinträger aus, einem traditionellen Medium für die Miniaturmalerei. Der Pinselstrich ist glatt und fein verblendet, insbesondere in der Wiedergabe des Gesichts, was zu einer matten, fertigen Oberfläche führt. Das Licht fällt gleichmäßig von links und wirft die rechte Seite ihres Gesichts in einen sanften Schatten. Die Palette ist zurückhaltend, dominiert von warmen Fleischtönen, der dunklen Masse des Haares, einem weichen blaugrauen Hintergrund und dem gedämpften Farbton ihres Gewandes. Zeitgenössische Kritiker lobten Emslies zarten und verfeinerten Stil und verglichen ihre schmelzenden Farbtöne mit dem Werk des Miniaturmalers des achtzehnten Jahrhunderts, Richard Cosway. Sie arbeitete auch auf Ivorin, einem künstlichen Ersatz für Elfenbein, doch dieses Selbstporträt verwendet traditionelles Elfenbein.

Geschichte und Provenienz

Die Miniatur wurde zwischen etwa 1905 und 1910 gemalt. Sie blieb jahrzehntelang in der Familie der Künstlerin und ging schließlich an ihre Tochter, die ebenfalls Rosalie Emslie hieß. Im Jahr 2010 erwarb das Victoria and Albert Museum das Werk als Geschenk von Geoffrey, Chloe und Emma Salter, die enge Familienfreunde der Tochter der Künstlerin waren und es zu ihrem Gedenken spendeten. Der Erwerb umfasste neun weitere Miniaturen von Emslie, von denen zwei ihren Ehemann darstellen, sowie ihr Zertifikat der Royal Society of Miniature Painters und ein Foto, das einer der Miniaturen entspricht. Der Gruppe wurden die Museumsnummern E.486 bis 495-2010 zugewiesen, wobei das Selbstporträt speziell als E.487-2010 katalogisiert wurde.

Kontext

Rosalie M. Emslie, geboren als Rosalie Maria Watson im Jahr 1854, war eine produktive Miniaturmalerin, die während einer Wiederbelebung dieser Kunstform tätig war, die hauptsächlich von Frauen in Großbritannien und Nordamerika vorangetrieben wurde. Sie studierte an der Royal Academy und wurde Mitglied der Royal Society of Miniature Painters, einer 1896 gegründeten Gesellschaft, die bis in die späten 1920er Jahre eine Renaissance des Mediums förderte. Beruflich als Mrs. A. E. Emslie bekannt, unterhielt sie einen distinguierten Kundenstamm. Eine Rezension in der Ausgabe vom 25. Mai 1907 des Magazins The Crown lobte ihre Ausstellung in The New Gallery, erwähnte ihren zarten, verfeinerten Stil und reihte sie unter die führenden Miniaturmaler der Zeit ein. Dieselbe Rezension hob ihre gleichzeitigen Einreichungen bei der Royal Academy hervor, zu denen Porträts bekannter Persönlichkeiten wie Madame Melba gehörten.

Vermächtnis

Das Selbstporträt überdauert als ein Schlüsselbeispiel der britischen Miniaturwiederbelebung zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Der Erwerb dieses und neun weiterer Miniaturen durch das Victoria and Albert Museum im Jahr 2010 festigte Emslies Platz in der institutionellen Geschichte des Mediums. Die Sammlung, begleitet von ihrem Zertifikat der Royal Society of Miniature Painters, bietet einen umfassenden Überblick über ihre Arbeitsweise und ihr persönliches Leben. Die Miniatur wird auch in neuerer Forschung diskutiert, darunter in Damiët Schneeweisz, Rosalind McKever und Adriana Concins The Portrait Miniature: A New History, veröffentlicht von Thames & Hudson und dem V&A, was die anhaltende Relevanz der Künstlerin für die Studie der modernen Miniaturmalerei sicherstellt.

Dame Margaret Lloyd George (1866–1941)
Dame Margaret Lloyd George (1866–1941), Unknown

Artist & collection

Portrait of Rosalie M. Emslie

Artist

Rosalie M. Emslie

Rosalie Maria Emslie (née Watson), sometime Mrs. A. E. Emslie (12 March 1854 – 8 January 1932) was a British painter of miniature portraits. Emslie was born in London and became proficient at watercolour painting and…