Artwork
Portrait of a Young Man

Portrait of a Young Man is an oil painting by the Mannerist artist Rosso Fiorentino. It dates from 1517 and is held in the collection of the Gemäldegalerie Berlin.
About this work
Sujet und Bedeutung
Die kunsthistorische Forschung des frühen zwanzigsten Jahrhunderts schlug ein Selbstbildnis von Rosso Fiorentino vor, doch spätere Studien deuten auf Iacopo V.
Das Bildnis eines jungen Mannes zeigt eine Halbfigur, die sich drei Viertel nach links gewandt präsentiert, bekleidet mit einem schwarzen Hut mit weicher Krempe, langem Haar und einem schwarzen Gewand mit einem luftigen Damastärmel im Vordergrund. Die jugendlichen Züge des Dargestellten umfassen eine gerade Nase, große, verschattete Augen und einen vollen Mund, vor dem Hintergrund einer windbewegten Freilandschaft mit einer durch spärliche Bäume sichtbaren fernen Stadt. Die Identität des Porträtierten bleibt ungewiss. Die kunsthistorische Forschung des frühen zwanzigsten Jahrhunderts schlug ein Selbstbildnis von Rosso Fiorentino vor, doch spätere Studien deuten auf Iacopo V. Appiani, den Herrscher von Piombino, hin, gestützt auf Rossos dokumentierten Aufenthalt in Piombino (1516-1520) und seine Schaffung eines toten Christus für diesen Hof. Die Pose und die psychologische Beziehung zum Betrachter spiegeln zeitgenössische Florentiner Vorbilder von Andrea del Sarto und Franciabigio wider, während der Damastärmel als Hommage an Raphaels La velata interpretiert wird.
Technik und Stil
Das Werk ist ein Ölgemälde auf Pappelholztafel und misst etwa 82,4 cm in der Höhe auf 59,9 cm in der Breite. Es wird auf etwa 1517-1518 datiert und zeigt eine Halbfigur vor einer windbewegten Landschaft mit fernen Bäumen und einer Stadt. Die Komposition zeigt einen jungen Mann in schwarzer Kleidung, der sich drei Viertel nach links gewandt hat, während sein Kopf den Betrachter ansieht. Seine Kleidung umfasst einen breitkrempigen, weichen schwarzen Hut und einen luftigen Damastsamtärmel im Vordergrund, letzterer als Hommage an Raphaels La velata interpretiert. Der Porträtierte besitzt langes Haar, jugendliche Züge und eine gerade Nase, mit großen, tief verschatteten Augen, die eine geheimnisvolle, feminine Distanz erzeugen. Die malerische Ausführung des Künstlers zeigt sich in der spezifischen anatomischen Wiedergabe der gegen die Seite gepressten Hand, die einen gehakten und ausgefransten Charakter aufweist, während das insgesamt psychologische Gleichgewicht Einflüsse von Andrea del Sarto und Franciabigio widerspiegelt.
Geschichte und Provenienz
Das Werk mit dem Titel Bildnis eines jungen Mannes wurde 1517 von Rosso Fiorentino geschaffen. Es handelt sich um ein Ölgemälde auf Pappelholztafel, das 82 cm auf 60 cm misst und sich heute in der Gemäldegalerie Berlin befindet. Das Gemälde wurde erstmals im frühen zwanzigsten Jahrhundert dokumentiert und möglicherweise als Iacopo V. Appiani, den Herrscher von Piombino, identifiziert, gestützt auf stilistische und historische Verbindungen zum Aufenthalt des Künstlers in Piombino zwischen 1516 und 1520. Seine Zuschreibung war bis 2006 umstritten, als Antonio Natali es als frühes autographes Werk von Rosso Fiorentino bestätigte und es in seine Jugendzeit datierte. Zuvor war es in den frühen 1900er Jahren als Selbstbildnis betrachtet worden. Das Werk wurde wahrscheinlich vor Rossos Abreise nach Volterra 1521 geschaffen, wie Vasari in seinen Vite erwähnt, wo er von zahlreichen Porträts des Künstlers in Florentiner Häusern berichtet.
Das Bildnis eines jungen Mannes befindet sich in der Gemäldegalerie Berlin, wo es unter der Inventarnummer 2023-001 geführt wird (Quelle 2). Es wurde 1909 in die Sammlung aufgenommen (Quelle 2). Das Werk wurde in der Dauerausstellung der Gemäldegalerie zur Renaissanceporträtmalerei gezeigt und war in der Ausstellung "Rosso Fiorentino: First Retrospective" 2008 in derselben Institution vertreten (Quelle 4).
Kontext
Das Bildnis eines jungen Mannes ist ein Ölgemälde auf Holz des italienischen Manieristen Rosso Fiorentino, das um 1517-1518 entstand und heute in der Gemäldegalerie Berlin aufbewahrt wird. Das Werk trat durch Vasaris kurze Erwähnung von Porträts in Florentiner Häusern vor Rossos Abreise nach Volterra 1521 in die wissenschaftliche Diskussion ein, wobei die Zuschreibung 2006 durch Antonio Natali als autographes Werk fest etabliert wurde. Die Spekulation eines Selbstbildnisses aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert wich später der Identifizierung des Porträtierten als Iacopo V. Appiani, den Herrscher von Piombino, gestützt auf stilistische und historische Verbindungen zu Rossos Piombino-Periode. Die Komposition spiegelt Einflüsse von Andrea del Sarto und Franciabigio wider, insbesondere in der psychologischen Verbindung zwischen Porträtiertem und Betrachter, während die Darstellung der Hand und des Damastärmels eine Hommage an Raphaels La velata darstellt. Diese Elemente tragen zu seiner Bedeutung innerhalb von Rossos frühem Schaffen und dem breiteren Kontext der manieristischen Porträtmalerei in der italienischen Renaissance bei.
Artist & collection
Artist
Rosso Fiorentino stood out in the Italian Renaissance for one reason, he was always bent on doing things his own way.


















