Artwork

St Jerome

St Jerome, by Sandro Botticelli, unspecified, 1450
St Jerome, by Sandro Botticelli, unspecified, 1450

St Jerome is an unspecified painting by the Early Renaissance artist Sandro Botticelli. It dates from 1450 and is held in the collection of the Hermitage Museum.

About this work

Überblick

Das Werk, das wahrscheinlich zwischen 1498 und 1505 entstand, zeigt den Heiligen in einem kontemplativen, asketischen Zustand inmitten einer felsigen Wildnis.

Der Heilige Hieronymus ist ein religiöses Gemälde des italienischen Meisters der Frührenaissance Sandro Botticelli. Das Werk, das wahrscheinlich zwischen 1498 und 1505 entstand, zeigt den Heiligen in einem kontemplativen, asketischen Zustand inmitten einer felsigen Wildnis. Das Gemälde wurde in Tempera ausgeführt, ursprünglich auf einem Holzpanel, und misst 44,5 mal 26 Zentimeter. Es befindet sich derzeit im Staatlichen Eremitage-Museum in Sankt Petersburg, Russland. Die geringe Größe und der fromme Charakter des Bildes deuten darauf hin, dass es für private religiöse Betrachtung bestimmt war und nicht für eine öffentliche kirchliche Präsentation.

Thema und Bedeutung

Das Gemälde stellt Hieronymus von Stridon dar, den verehrten Theologen und Übersetzer der Bibel ins Lateinische, der sich zur spirituellen Besinnung in die Wüste zurückgezogen hat. Er erscheint als abgemagerte, kniende Gestalt mit kahl werdendem Kopf, grauem Haar und Bart, den Kopf gesenkt und den Blick nach unten gerichtet. Ein dünner goldener Heiligenschein umgibt seinen Kopf und kennzeichnet seine Heiligkeit. Er trägt ein schlichtes rosa Tuch, das um seinen Unterkörper und seine linke Schulter drapiert ist, was seine Askese unterstreicht. Seine rechte Hand streckt sich nach einem kleinen Stein aus, einem Instrument der Selbstgeißelung, während seine linke Hand in Reue gegen seine Brust gepresst ist. Um ihn herum finden sich traditionelle ikonografische Attribute: ein hölzernes Kreuz, ein roter Kardinalshut mit herabhängenden Elementen, ein Schädel sowie Bücher, sowohl geschlossen als auch geöffnet, die auf seine gelehrte Übersetzung der Heiligen Schrift verweisen. Eine grobe Steinstruktur mit einer dunklen Öffnung dient ihm als Unterschlupf und verortet seinen spirituellen Kampf in einer abgelegenen, zerklüfteten Landschaft.

Technik und Stil

Botticelli führte das Werk in Tempera aus, einem Medium, das für die italienische Renaissance typisch ist, und trug es mit einer glatten Oberfläche und feinen Details auf, die eine temperaartige Präzision erkennen lassen. Die Komposition zeichnet sich durch klare Konturen und eine graduelle tonale Modellierung aus, die die Figur und die natürliche Umgebung mit scharfer Abgrenzung definiert. Das Licht fällt gleichmäßig von links ein, erhellt den Heiligen und die Vordergrundelemente, während das Innere der Höhle tief im Schatten liegt. Der Hintergrund offenbart eine sorgfältig gestaltete Landschaft mit sanften grünen Hügeln, verstreuten Bäumen, einem gewundenen Fluss und fernen Bergen unter einem Himmel, der von gelben und blauen Streifen durchzogen ist. Das Gemälde wurde ursprünglich auf einem Holzpanel ausgeführt, wurde jedoch später auf Leinwand übertragen, ein Prozess, der die zarte Handhabung und die präzise Umrandung erhalten hat, die für Botticellis Ansatz charakteristisch sind.

Geschichte und Provenienz

Das genaue Datum der Entstehung des Gemäldes bleibt ungewiss, wobei wissenschaftliche Schätzungen es zwischen 1498 und 1505 verorten. Das Werk trat in die historische Überlieferung als Teil der Sammlung Stroganov in Russland ein. Es blieb bis 1922 im Stroganov-Palast, als es während der sowjetischen Umstrukturierung privater Güter aus der Sammlung entfernt wurde. Nach seinem Weggang aus dem Stroganov-Palast gelangte das Gemälde in staatliche Sammlungen und wurde schließlich im Staatlichen Eremitage-Museum in Sankt Petersburg, wo es sich heute befindet, inventarisiert.

Kontext

Botticelli schuf dieses Werk in einer Zeit intensiver psychischer und religiöser Unruhen in Florenz, die weitgehend durch die Predigten von Fra Girolamo Savonarola ausgelöst wurden. Ab 1490 beeinflussten Savonarolas Aufrufe zur Buße und seine apokalyptischen Warnungen den überempfindlichen Botticelli tief und lenkten seine Kunst hin zu einer strengen, introspektiven Frömmigkeit. Diese Wendung zeigt sich in der asketischen, gequälten Vision des reuigen Hieronymus, die im Kontrast zu den verfeinerten klassischen Themen von Botticellis früherer Karriere steht. Das Gemälde spiegelt den breiteren kulturellen Wandel weg von der Medici-Patronage hin zu einer strengeren spirituellen Ausrichtung wider, eine Krise, die durch die persönlichen finanziellen und familiären Auseinandersetzungen des Künstlers in den 1490er Jahren noch verschärft wurde. Wissenschaftliche Aufmerksamkeit, einschließlich Studien von Cristina Acidini Luchinat und André Chastel, hat dieses Werk häufig im Kontext von Botticellis Spätwerk verortet und dabei seine gequälte Einsamkeit und mystische Spannung hervorgehoben.

St. Jerome
St. Jerome, Adriaen Isenbrandt

Artist & collection

Portrait of Sandro Botticelli

Artist

Sandro Botticelli

Alessandro di Mariano di Vanni Filipepi, better known as Sandro Botticelli or simply Botticelli, was an Italian painter of the Early Renaissance.

Hermitage Museum

Museum

Hermitage Museum

Continue through works from the same source collection.

This work is in the public domain (CC0). Image source: Hermitage Museum open access. Spotted an error in this record? Tell us.