Artwork

Annunciation with Saints Maxima and Ansanus

Annunciation with Saints Maxima and Ansanus, by Simone Martini, tempera, 1333
Annunciation with Saints Maxima and Ansanus, by Simone Martini, tempera, 1333

Annunciation with Saints Maxima and Ansanus is a tempera painting by the Gothic painting artist Simone Martini. It dates from 1333 and is held in the collection of the Uffizi Gallery.

About this work

Technik & Stil

Entstanden 1333, misst dieses große hölzerne Triptychon 305 mal 265 cm und ist in Tempera mit ausgiebigem Goldgrund auf Holztafel gemalt.

Entstanden 1333, misst dieses große hölzerne Triptychon 305 mal 265 cm und ist in Tempera mit ausgiebigem Goldgrund auf Holztafel gemalt. Die Künstler verwendeten kostbare Materialien wie Lapislazuli und Lack, um den Prestigewert des Auftrags zu unterstreichen. Das Mittelbild ist dreimal so breit wie die Seitenteile mit den Heiligenfiguren, alles vor einem schimmernden, abstrakten Goldgrund, der die spirituelle Wirkung des Werks verstärkt.

Stilistisch verkörpert das Werk den Internationalen Gotik durch seine außergewöhnliche Linienfeinheit und kalligrafische Details, wie den wie Tartarentwürfe gemusterten Mantel des Engels und Flügel mit feinen vergoldeten Federn. Die Komposition wendet sich von der byzantinischen Zweidimensionalität ab, indem sie realistische Elemente wie einen Marmorboden und eine Lilienvase einfügt, wobei räumliche Kohärenz der dekorativen Eleganz untergeordnet bleibt. Die Figuren zeigen aristokratische Anmut mit entmaterialisierten Formen, bei denen Gewandfalten rhythmische Arabesken bilden, statt anatomisches Volumen zu definieren.

Geschichte & Provenienz

Für einen Seitenaltar im Dom von Siena, geweiht dem heiligen Ansanus, wurde das Triptychon 1333 von Simone Martini und seinem Schwager Lippo Memmi gemalt. Das Datum des Vertrags ist auf einem Fragment des originalen Rahmens erhalten, der die Inschrift mit den Namen beider Künstler und dem Jahr MCCCXXXIII trägt.

Das Werk verblieb bis 1799 im Dom, als Großherzog Ferdinand III. es gegen zwei Gemälde von Luca Giordano nach Florenz transferierte; es gelangte im selben Jahr in die Uffizien und wird dort seither aufbewahrt.

Die *Annunciation with Saints Maxima and Ansanus* befindet sich heute in den Uffizien in Florenz, Italien, genauer in Raum A5 (Lorenzetti - Simone Martini). Das Werk hat in den vorliegenden Quellen keine separate Inventarnummer, gehört aber zur Sammlung der Galerie. Ursprünglich für den Altar des heiligen Ansanus im Dom von Siena in Auftrag gegeben, verblieb das Gemälde in seinem kirchlichen Kontext bis 1799. In jenem Jahr ordnete Großherzog Peter Leopold (in einigen Quellen auch als Ferdinand III. bezeichnet) seine Überführung nach Florenz an, im Austausch gegen zwei Leinwände von Luca Giordano. Die Tafel wurde im selben Jahr ihrer Ankunft, 1799, in den Uffizien ausgestellt. Der originale Rahmen aus dem 14. Jahrhundert, geschnitzt von Paolo di Camporegio, wurde 1420 renoviert und schließlich im 19. Jahrhundert durch einen modernen Rahmen ersetzt.

Kontext

Allgemein als Meisterwerk Simone Martinis und als definierendes Werk der Sieneser Gotikmalerei angesehen, wird dieses Altarbild für seine außergewöhnliche Linienfeinheit gerühmt. Kunsthistoriker vermerken, dass das Werk keine direkten zeitgenössischen Parallelen in Italien hat, sondern stattdessen stilistische Verwandtschaften mit französischen Handschriftenilluminationen und Malereien aus Deutschland oder England aufweist. Diese ausgeprägte "nordeuropäische" Ästhetik erleichterte Martinis spätere Berufung an den päpstlichen Hof in Avignon, wo die klassische Monumentalität Giottos florentinischen Stils wenig Anklang fand.

Die kritische Rezeption hat sich seit dem wiedererwachten Interesse an "primitiver" Kunst erheblich gewandelt. Während Schriftsteller des 19. Jahrhunderts wie die Goncourt-Brüder in der Darstellung des Engels eine düstere Sinnlichkeit wahrnahmen, vertraten spätere Gelehrte wie Bernard Berenson und Roberto Longhi das Gemälde als Sinnbild reiner Linieneleganz und verglichen seine Anmut mit persischen Miniaturen und ostasiatischer Kunst. Das Werk gehört zu den bewundertesten Beständen der Uffizien.

Nach & Wirkung

Die Annunciation with Saints Maxima and Ansanus übte durch ihre innovative Komposition und stilistische Synthese erheblichen Einfluss auf die spätere Gotikmalerei aus. Ihr großes Mittelbild mit der Verkündigung, gerahmt von Seitenheiligen und Prophetentondi, demonstrierte eine verfeinerte Linieneleganz, die sich von der byzantinischen Zweidimensionalität abwandte und realistische Details wie perspektivische Architektur und naturalistische Gewanddarstellung einfügte. Dieser Ansatz, der französische Handschriftenillumination und deutsch-englische Maltraditionen mit italienischen Gotikelementen verband, etablierte eine "nordeuropäische" Ästhetik, die Martinis Reputation als Brücke zwischen den Traditionen prägte. Der Prestigewert des Werks wurde durch seine päpstliche Patronage und die dokumentierte Übertragung künstlerischer Techniken verstärkt, insbesondere in der Verwendung von Blattgold und Lapislazuli, die den zeitgenössischen Bürgerstolz unterstrichen. Seine Nachwirkung wurde durch die Wiederentdeckung im 19. Jahrhundert durch Persönlichkeiten wie die Goncourt-Brüder und Berenson besiegelt, die seine Linienanmut als Sinnbild der Raffinesse gotischer Kunst feierten und damit die Bewertung von Martinis Rolle in der Kunstgeschichte prägten.

Annunciation
Annunciation, Fra Angelico

Artist & collection

Uffizi Gallery

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