Artwork
Portrait of Bianca Ponzoni Anguissola

Portrait of Bianca Ponzoni Anguissola is an oil painting by the Early Baroque Italian artist Sofonisba Anguissola. It dates from 1557 and is held in the collection of the Gemäldegalerie Berlin.
About this work
Übersicht
Die Identifizierung als Bianca Ponzoni Anguissola gilt als gesichert durch visuelle Querverweise auf das frühere Gruppenporträt der Künstlerin, Das Schachspiel.
Das Porträt der Bianca Ponzoni Anguissola ist ein Ölgemälde auf Leinwand, das 1557 von der italienischen Renaissance-Künstlerin Sofonisba Anguissola geschaffen wurde. Mit einer Höhe von 98 cm und einer Breite von 75 cm stellt das Werk die Mutter der Künstlerin dar und ist auch als Dame in Weiß bekannt. Die Identifizierung als Bianca Ponzoni Anguissola gilt als gesichert durch visuelle Querverweise auf das frühere Gruppenporträt der Künstlerin, Das Schachspiel. Das Gemälde wird derzeit in der Gemäldegalerie in Berlin, Deutschland, aufbewahrt.
Motiv und Bedeutung
Das Gemälde zeigt Bianca Ponzoni Anguissola, die 1530 den Adeligen Amilcare Anguissola heiratete und sieben Kinder zur Welt brachte. Ihre Haltung strahlt Gelassenheit und innige Zufriedenheit aus und vermittelt die Erzählung eines erfüllten, wohlhabenden Lebens statt eines flüchtigen Moments. Sie stützt ihre linke Hand auf ein Zibellino, ein Schmuckstück des sechzehnten Jahrhunderts, das aus einem Pelz und einem massiven goldenen Kopf besteht, der oft mit Edelsteinen besetzt ist. Das Zibellino war verheirateten Frauen und Müttern mehrerer Kinder vorbehalten und diente als Symbol der Fruchtbarkeit, erfüllte aber auch die praktische Funktion, die Fingerspitzen warm zu halten. Ihre Identifizierung wird durch die Wiederverwendung spezifischer Accessoires aus Das Schachspiel bestätigt, nämlich der Perlenkopfschmuck, den Lucia Anguissola trug, und die Halskette von Minerva Anguissola.
Kontext
Sofonisba Anguissola malte dieses Porträt ihrer Mutter während ihrer frühen Karriere in Cremona, einer Phase, die für ihre charakteristischsten und anziehendsten Werke bekannt ist, die sie selbst und ihre Familie darstellen. Geboren in eine relativ arme, aber alte Adelsfamilie, erhielt Anguissola eine Ausbildung, die eine Lehrtätigkeit bei lokalen Malern einschloss und damit einen Präzedenzfall dafür schuf, dass Frauen als Kunststudentinnen akzeptiert wurden. Ihr Vater Amilcare ermutigte alle seine Töchter, ihre Talente zu pflegen. Giorgio Vasari lobte ihre Hingabe und Anmut und stellte fest, dass sie nicht nur darin erfolgreich war, andere zu kopieren, sondern auch seltene und schöne Gemälde aus eigener Schöpfung zu schaffen. Dieses intime Familienporträt entstand vor ihrer Berufung nach Madrid im Jahr 1559 als Erzieherin und Hofdame von Elisabeth von Valois, wo sie ihren Stil an die formellen Anforderungen der offiziellen spanischen Hofporträtmalerei anpasste.
Nachwirkung
Das Porträt demonstriert das vielschichtige Potenzial der weiblichen Porträtmalerei der Renaissance, in dem persönliche Gefühle und familiäre Zuneigung mit kulturellen Darstellungen von Status und Abstammung verschmelzen. Die moderne kuratorische Interpretation betont, wie Anguissola die visuellen Zeichen ihrer Zeit mit neuer Bedeutung auflud, indem sie Symbole von Reichtum und Häuslichkeit nutzte, um ihrer Mutter historische Handlungsfähigkeit zu verleihen. Als Pionierin unter den Künstlerinnen in einer von Männern dominierten Epoche ebnete Anguissolas Erfolg, sowohl die psychologische Tiefe als auch die gesellschaftliche Stellung ihrer Mutter einzufangen, den Weg für eine größere Zahl von Frauen, ernsthafte Karrieren als Künstlerinnen zu verfolgen. Damit ist dieses Werk ein bedeutendes Beispiel dafür, wie Familienporträts sowohl das Sujet als auch den Schöpfer erheben konnten.
Artist & collection
Artist
Sofonisba Anguissola (also Sophonisba Angussola or Anguisciola; c. 1532 – 16 November 1629) was an Italian Renaissance painter born in Cremona to a relatively poor noble family. She received a well-rounded education…
















