Artwork
Kaiser Maximilian I.

Kaiser Maximilian I. is an oil painting by the Northern Renaissance artist Albrecht Dürer. It dates from 1519 and is held in the collection of the Kunsthistorisches Museum.
About this work
Sujet und Bedeutung
Der Kaiser ist in Dreiviertelansicht vor einem grünen Hintergrund dargestellt und trägt einen pelzbesetzten Mantel sowie einen breitkrempigen Hut.
Dieses posthume Porträt zeigt Maximilian I., römisch-deutscher Kaiser, basierend auf einer Zeichnung, die Dürer während einer privaten Sitzung in Augsburg im Juni 1518 anfertigte. Der Kaiser ist in Dreiviertelansicht vor einem grünen Hintergrund dargestellt und trägt einen pelzbesetzten Mantel sowie einen breitkrempigen Hut. Seine linke Hand hält eine große Granatapfel, sein persönliches Emblem, das das Heilige Römische Reich symbolisiert. Die zahlreichen Kerne stehen für die verschiedenen Untertanen, die unter einem Herrscher vereint sind, während die verborgene Süße die verborgenen Tugenden des Kaisers widerspiegelt.
In der oberen linken Ecke erscheint das habsburgische Wappen zusammen mit der Kette des Ordens vom Goldenen Vlies. Eine ausführliche lateinische Inschrift zählt Maximilians Titel und Taten auf, preist seine Gerechtigkeit, seine Großmut und seine militärische Tapferkeit und verzeichnet seine Geburts- und Sterbedaten. Das Werk fungiert sowohl als realistisches Abbild als auch als Stück kaiserlicher Propaganda, indem es politische Autorität mit anagogischer Bedeutung verschmelzen lässt.
Technik und Stil
Ausgeführt 1519, ist dieses Porträt ein Ölgemälde auf einer Lindenholztafel mit den Maßen 74 mal 61,5 cm. Das Werk entstand posthum auf der Grundlage einer vorbereitenden Bleistiftzeichnung, die Dürer nach der Natur im Juni 1518 anfertigte, obwohl die endgültige Fassung leichte Abweichungen von der ersten Studie aufweist.
Stilistisch ist der Kaiser in Dreiviertelansicht vor einem grünen Hintergrund dargestellt, wobei seine Arme auf einer unsichtbaren Brüstung am unteren Bildrand ruhen, ein kompositorisches Mittel, das aus der frühniederländischen Porträtmalerei übernommen wurde. Maximilian trägt einen Mantel mit breitem Pelzkragen und einen breitkrempigen dunklen Hut, der mit einer zentralen Brosche verziert ist. Sein gealtertes Gesicht, umrahmt von grauem Haar, zeigt aristokratische Distanz, während er einen großen Granatapfel hält, sein persönliches Symbol für kaiserliche Einheit. Die obere linke Ecke zeigt das habsburgische Wappen, die Kette des Goldenen Vlieses und eine ausführliche lateinische Inschrift mit den Titeln und Lebensdaten des Kaisers.
Geschichte und Provenienz
Albrecht Dürer begegnete Kaiser Maximilian I. erstmals 1512 in Nürnberg, was zu einem Auftrag für den monumentalen Triumphbogen-Holzschnitt führte. Das eigentliche Porträtgemälde entstand aus einer Sitzung nach der Natur während des Reichstags zu Augsburg, bei der Dürer den Kaiser in seinen privaten Gemächern am 28. Juni 1518 skizzierte. Obwohl auf dieser vorbereitenden Zeichnung basierend, wurde das Ölgemälde auf Lindenholztafel 1519 ausgeführt, nach Maximilians Tod im Januar desselben Jahres. Folglich enthält das fertige Bild posthume Variationen und eine Inschrift mit den Titeln sowie den Geburts- und Sterbedaten des Herrschers. Diese Fassung, die sich von einem verwandten Gemälde in Nürnberg und einem Holzschnitt unterscheidet, gelangte in die Sammlung des Kunsthistorischen Museums in Wien.
Das Ölgemälde *Kaiser Maximilian I.* von Albrecht Dürer befindet sich im Kunsthistorischen Museum in Wien, Österreich. Das 1519 vollendete Werk ist Teil der ständigen Sammlung des Museums. Die Quellen geben keine spezifische Inventar- oder Akquisitionsnummer für das Gemälde an. Während der Text die Entstehung des Werks nach einer Sitzung 1518 und seine anschließende Ausstellung im Museum detailliert, wird keine spezifische frühere oder zukünftige Ausstellungsgeschichte für diese Tafel aufgeführt.
Kontext
Gelehrte charakterisieren dieses Werk als Synthese repräsentativer, politischer und anagogischer Elemente innerhalb der deutschen Renaissance. Katherine Crawford Luber argumentiert, dass Dürers Genie in seiner Fähigkeit liegt, mehrere Versionen, Zeichnung, Holzschnitt und Gemälde, zu produzieren, die einen unveränderten strukturellen Kern bewahren, während Details zur Anpassung an verschiedene Kontexte variiert werden. Das Porträt exemplifiziert die komplexe Aufgabe der kaiserlichen Bildsprache, indem es eine spezifische Sitzung in Augsburg in ein dauerhaftes Symbol der Autorität verwandelt. Die historische Bedeutung des Werks wurzelt in Dürers früherer Zusammenarbeit mit Maximilian am monumentalen Triumphbogen-Holzschnitt-Projekt, das den Künstler als Schlüsselfigur in der Propagandamaschine des Kaisers etablierte. Im Gegensatz zur Nürnberger Fassung, die Amtsinsignien betont, präsentiert die Wiener Tafel eine intimere, posthume Reflexion. Die Einbeziehung frühniederländischer Merkmale, wie die Brüstung, demonstriert Dürers Integration breiterer europäischer künstlerischer Traditionen in seinen eigenen Stil.
Nachwirkung
Dürers Porträt Maximilians I. ist Teil einer einzigartigen Gruppe kaiserlicher Porträts, bestehend aus einer vorbereitenden Zeichnung, einem Holzschnitt und zwei Gemäldetafeln, in denen Dürer die repräsentativen, politischen und allegorischen Aspekte der Porträtmalerei synthetisierte, indem er ein einzelnes Bild wiederholte und die Wiederholungen durch subtile Variationen in Kostüm und Insignien verschleierte. Katherine Crawford Luber hat argumentiert, dass diese Serie Zeugnis von Dürers schöpferischem Genie und seiner Meisterschaft der komplexen Aufgabe der kaiserlichen Porträtmalerei ablegt. Die begleitende Holzschnittversion des Porträts verbreitete sich weit im frühen 16. Jahrhundert, sowohl vom Originalblock als auch aus späteren Kopien, und ein seltenes frühes Abzug, der vom British Museum aufbewahrt wird, enthält den Namen seines Verlegers, Johann Kramer. Das Gemälde selbst befindet sich weiterhin im Kunsthistorischen Museum in Wien, wo es als Schlüsselbeispiel für Dürers späte Porträtmalerei und für die visuelle Propaganda der Habsburger ausgestellt wird.
Artist & collection
Artist
Albrecht Dürer spent his life in Nuremberg, a busy German city where artists traded prints like currency.
![Madonna and Child [obverse], by Albrecht Dürer](https://artifactworldgallery.com/img/albrecht-durer--madonna-and-child-obverse--d7b8ebf05d22ebe5-w320.webp)


![Lot and His Daughters [reverse], by Albrecht Dürer](https://artifactworldgallery.com/img/albrecht-durer--lot-and-his-daughters-reverse--b4ebf9b282faa17a-w320.webp)








