Artwork

Madonna and Child

Madonna and Child, by Albrecht Dürer, oil, 1526
Madonna and Child, by Albrecht Dürer, oil, 1526

Madonna and Child is an oil painting by the Northern Renaissance artist Albrecht Dürer. It dates from 1526 and is held in the collection of the Uffizi Gallery.

About this work

Übersicht

Madonna mit dem Kind, auch als Birnenmadonna bekannt, ist ein Ölgemälde auf Holz von dem deutschen Renaissancekünstler Albrecht Dürer.

Madonna mit dem Kind, auch als Birnenmadonna bekannt, ist ein Ölgemälde auf Holz von dem deutschen Renaissancekünstler Albrecht Dürer. Es entstand 1526 und misst 43 mal 31 Zentimeter. Das Werk ist oben rechts mit einem Monogramm signiert und datiert. Es gilt als die letzte von Dürer gemalte Madonna und eines seiner allerletzten Werke insgesamt. Das Gemälde befindet sich derzeit in der Galleria degli Uffizi in Florenz.

Thema und Bedeutung

Das Gemälde zeigt die Jungfrau Maria und das Jesuskind in einer eng zugeschnittenen, intimen Komposition vor einem dunklen Hintergrund. Maria ist ohne ihren traditionellen Schleier dargestellt, ihr langes, welliges rotbraunes Haar ist mittig gescheitelt; sie trägt einen weißen Kragen über einem rosafarbenen Kleid und ein rotes, drapiertes Gewand. Sie hält eine Birne, die die verbotene Frucht der Erbsünde repräsentiert und die Erlösung der Welt durch Christus symbolisiert. Das Kind, gekleidet in ein grau-grünes Gewand, blickt auf die Birne, während es zwischen Daumen und Zeigefinger eine kleine Gänseblume hält. Die Gänseblume dient als Symbol für die mystische Hochzeit zwischen Jesus und der Kirche, die historisch mit Maria identifiziert wurde.

Technik und Stil

Ausgeführt in Öl auf Holztafel, zeigt das Gemälde eine kompakte Halbfigur-Komposition mit einer durchgehenden Konturlinie, die die beiden Figuren vereint und ihre familiäre Intimität betont. Dürer setzte feine, kontrollierte Pinselstriche ein, wobei er besonderes Augenmerk auf die Textur der lockigen Haare legte. Die Modellierung ist weich und erzeugt sanfte Übergänge zwischen Licht und Schatten. Die Farbpalette besteht aus warmen Fleischtönen, tiefen Rottönen und gedämpften Grüntönen, die sich vor dem einheitlich dunklen Grund abheben. Eine Pentimento ist in der Birne sichtbar, die ursprünglich in größerem Maßstab konzipiert wurde. Der fließende und weiche Stil dieses Werkes weist auf Dürers spätes Meisterwerk, die Vier Apostel in München, voraus. Die Komposition kehrt die Anordnung aus Dürers Madonna mit der Nelke um, bei der die Mutter die Blume und der Sohn die Frucht hält.

Geschichte und Provenienz

Dürer malte das Werk 1526 in Nürnberg, ein Jahr nachdem die Einführung der protestantischen Reformation die Verehrung von Bildern der Jungfrau und der Heiligen stark beeinträchtigt hatte. Der Künstler ließ sich wahrscheinlich von einer vorbereitenden Zeichnung der Heiligen Barbara inspirieren, die er nach seiner Rückkehr von seiner Reise in die Niederlande für einen großen Altar schuf, der nie ausgeführt wurde. Das Gemälde ist ab dem siebzehnten Jahrhundert in Florenz bezeugt, wo es sich in der Medici-Guardaroba befand. Ein Jahrhundert später wurde es in den Palazzo Pitti verlegt und anschließend in die Medici-Villa in Poggio a Caiano. 1773 wurde es schließlich in die Galleria degli Uffizi überführt.

Kontext

Entstanden während der deutschen Renaissance, steht das Gemälde als spätes Werk unter dem Schatten der protestantischen Reformation, die die traditionelle katholische Verehrung marianischer Bildwerke eingeschränkt hatte. Trotz dieses sich wandelnden religiösen Umfelds schuf Dürer dieses intime Andachtsbild, das auf Entwürfen aus seinen nicht realisierten niederländischen Altarprojekten beruht. Das Werk markiert den Höhepunkt seiner langjährigen Auseinandersetzung mit dem Madonnenmotiv und zeigt die verfeinerte, weiche Handhabung, die seine letzte Phase vor seinem Tod kennzeichnet.

Madonna and Child
Madonna and Child, Hans von Kulmbach

Artist & collection

Portrait of Albrecht Dürer

Artist

Albrecht Dürer

Albrecht Dürer spent his life in Nuremberg, a busy German city where artists traded prints like currency.

Uffizi Gallery

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