Artwork
Portrait of a Young Woman with braided hair

Portrait of a Young Woman with braided hair is a paint painting by the Northern Renaissance artist Albrecht Dürer. It dates from 1499 and is held in the collection of the Gemäldegalerie Berlin.
About this work
Sujet & Bedeutung
Das Porträt zeigt Katharina Fürleger, eine von zwei Schwestern, die 1497 porträtiert wurden, dargestellt als Frau am Übergang zur Ehe.
Das Porträt zeigt Katharina Fürleger, eine von zwei Schwestern, die 1497 porträtiert wurden, dargestellt als Frau am Übergang zur Ehe. Sie sitzt an einem Fenster, ihre Arme ruhen in flämischer Manier auf einer Brüstung, mit einer aufwendigen Frisur aus geflochtenem Haar, das im Nacken aufgesteckt ist. Sie hält einen Zweig Eryngium, eine Blume, die seit langem mit ehelicher Treue assoziiert wird, was die ikonografische Deutung ihrer bevorstehenden Verlobung unterstreicht. Die Details der Komposition, ihre vornehme Kleidung, die durch das Fenster sichtbare Landschaft und das Fenster selbst rahmen ihren sozialen Status und ihre bevorstehende Übergabe in das häusliche Leben ein.
Technik & Stil
Das Gemälde ist in Öl auf Holztafel ausgeführt und misst 56,5 cm in der Höhe mal 42,5 cm in der Breite. Dürers Ausführung betont feine, beschreibende Details und weiche Übergänge, insbesondere bei der Wiedergabe der aufwendigen geflochtenen Frisur und der glänzenden Stoffe ihrer Kleidung. Die Komposition ist durch eine zurückhaltende, doch leuchtende Palette geprägt, wobei subtile chromatische Kontraste verwendet werden, um die unterschiedlichen Lebenswege der beiden Fürleger-Schwestern zu differenzieren: das hochgesteckte Haar und das Verlobungssymbol stehen hier vor einem ruhigen, neutralen Hintergrund, der die Aufmerkschaft auf die gelassene Haltung der Figur und ihre symbolischen Attribute lenkt, wie etwa die in der Hand gehaltene Eryngium-Blüte. Die Integration einer flämisch inspirierten Brüstung und einer fernen Landschaft durch ein Fenster unterstreicht die Auseinandersetzung des Künstlers mit den Konventionen der Nordischen Renaissance zur räumlichen Tiefe und materialen Realität.
Geschichte & Provenienz
Entstanden 1497, wurde das Porträt einer jungen Frau mit geflochtenem Haar von der Fürleger-Familie aus Nürnberg in Auftrag gegeben. Albrecht Dürer malte dieses Werk neben einem Gegenstück des Porträts der Schwester der Dargestellten, wobei beide Frauen in entscheidenden Momenten vor der Ehe gezeigt werden: eine bereitet sich auf das religiöse Leben vor, die andere auf die Ehe. Obwohl die beiden Tafeln identische Maße haben, waren sie wahrscheinlich nie als Diptychon gedacht, da sich ihre Hintergründe unterscheiden. Das Gemälde trägt das Monogramm des Künstlers und zeigt die als Katharina identifizierte Sitzende mit einer Blume, die eheliche Treue symbolisiert. Das Werk befindet sich heute in der Gemäldegalerie in Berlin.
Das Gemälde befindet sich in der Sammlung der Gemäldegalerie in Berlin. Datiert auf 1497, wurde das Werk als eines von zwei Porträts der Fürleger-Schwestern in Auftrag gegeben, spezifisch als Katharina identifiziert. Es trägt das Monogramm des Künstlers und ist historisch mit einem Gegenstück einer Schwester mit losem Haar verbunden, das sich am Städel Institut in Frankfurt befindet. Während das Paar ähnliche Maße und Auftragskontext teilt, handelt es sich wahrscheinlich nicht um ein formelles Diptychon aufgrund der Unterschiede in ihren Hintergründen. Die Berliner Tafel zeigt die Dargestellte sitzend an einem Fenster mit den Armen auf einer Brüstung, eine Blume haltend, die eheliche Treue symbolisiert.
Kontext
Das Schwesternpaar der Fürleger (1497) markiert einen Übergangsmoment in Dürers früher Karriere, als Aufträge aus dem Nürnberger Adel seinen Ruf nach seinem 1496er Porträt Friedrichs des Weisen festigten. Innerhalb eines Jahres ausgeführt und eng an Maße angeglichen, divergieren die beiden Tafeln in der Ikonografie eher als im Format: das Porträt mit geflochtenem Haar (Katharina) signalisiert durch reiche Tracht und einen Zweig Eryngium als Zeichen ehelicher Treue ein weltliches Leben, während das Emblem des Gegenstücks die Dargestellte als Novizin identifiziert.
Die wissenschaftliche Diskussion betont Dürers Fähigkeit, divergente Lebenswege durch chromatische Kontraste und Gestik zu kodieren, und ordnet die Serie den nord-europäischen Porträtkonventionen zu, die Realismus mit emblematischer Bedeutung verschmolzen. Die Paarung der Werke und ihr flämisch inspiriertes Brüstungsformat unterstreichen den grenzüberschreitenden Austausch der Epoche und situieren Dürer innerhalb des breiteren deutschen Renaissance-Milieus, anstatt ihn in einer einzelnen lokalen Tradition isoliert zu sehen.
Artist & collection
Artist
Albrecht Dürer spent his life in Nuremberg, a busy German city where artists traded prints like currency.
![Madonna and Child [obverse], by Albrecht Dürer](https://artifactworldgallery.com/img/albrecht-durer--madonna-and-child-obverse--d7b8ebf05d22ebe5-w320.webp)


![Lot and His Daughters [reverse], by Albrecht Dürer](https://artifactworldgallery.com/img/albrecht-durer--lot-and-his-daughters-reverse--b4ebf9b282faa17a-w320.webp)














