Artwork

Madonna of the Harpies

Madonna of the Harpies, by Andrea del Sarto, oil, 1517
Madonna of the Harpies, by Andrea del Sarto, oil, 1517

Madonna of the Harpies is an oil painting by the High Renaissance artist Andrea del Sarto. It dates from 1517 and is held in the collection of the Uffizi Gallery.

About this work

Thema und Bedeutung

Diese Wesen symbolisieren Kräfte des Bösen, der Versuchung oder der Sünde, die die Jungfrau durch ihr Darauftreten besiegt hat.

Das Gemälde zeigt eine Sacra Conversazione mit der Jungfrau Maria und dem Christuskind, flankiert von dem heiligen Franz von Assisi und dem heiligen Johannes dem Evangelisten, während zwei Putti den Mantel der Jungfrau stützen. Maria steht auf einem achteckigen Sockel, der mit Skulpturen verziert ist, die Giorgio Vasari als Harpyien identifizierte, während moderne Gelehrte sie oft als Heuschrecken interpretieren, die auf das Buch der Offenbarung verweisen. Diese Wesen symbolisieren Kräfte des Bösen, der Versuchung oder der Sünde, die die Jungfrau durch ihr Darauftreten besiegt hat. Die Inschrift auf dem Sockel zitiert einen Hymnus auf die Himmelfahrt Mariens, was darauf hindeutet, dass die Szene eine ungewöhnliche Himmelfahrtsmadonna darstellt, bei der die Putti ihr beim Aufsteigen helfen. Das Christuskind ist mit einer ungewöhnlich erwachsenen, athletischen Contrapposto-Pose dargestellt, was einen Kontrast zwischen der schelmischen Energie der Heiligenfiguren und der feierlichen, abwesenden Haltung der umgebenden Heiligen schafft.

Technik und Stil

Andrea del Sartos Madonna delle Arpie ist in Öl auf Holztafel ausgeführt und misst 207 × 178 cm. Der Träger, eine einzelne, wahrscheinlich aus Pappelholz gefertigte Tafel, wurde mit einem traditionellen Gesso-Grund vorbereitet, über den der Künstler dünne, transparente Lasuraufträge auftrug, um leuchtende Farbwirkungen zu erzielen, besonders im blauen Mantel und dem roten Gewand der Jungfrau. Die Malweise zeigt eine Synthese aus dem florentinischen Disegno und dem venezianischen Colorito: Scharfe Konturen definieren die Figuren, während Sfumato die Übergänge in den Fleischtönen weicht, besonders in den Gliedmaßen des Christuskindes und dem Gesicht der Jungfrau. Die Komposition ruht auf einem illusionistischen, polychromen Sockel, der mit skulptierten Harpyien (oder Heuschrecken) in Flachrelief verziert ist, was Malerei und trompe-l'œil-Architektur verschmilzt. Die Figuren zeigen michelangeleske Monumentalität, doch ihre Posen, wie die des Christuskindes in Contrapposto, werden durch eine nervöse Energie belebt, die typisch für den Dynamismus der Hochrenaissance ist. Nach einer Restaurierung im Jahr 1984 wurde die ursprüngliche chromatische Brillanz des Gemäldes wiederhergestellt, obwohl feine Craquelé-Spuren und lokalisierte Abriebstellen in den dunkleren Passagen, wie der Hintergrundnische, noch sichtbar bleiben.

Geschichte und Provenienz

Andrea del Sarto malte die Madonna delle Arpie als Altarbild für das Kloster und Hospital San Francesco dei Macci in Florenz, in Auftrag gegeben am 14. Mai 1515 und 1517 ausgeliefert. Das Werk verblieb in der Kirche bis 1703, als Ferdinando de' Medici es für seine Sammlung erwarb und gegen eine Kopie von Francesco Petrucci eintauschte sowie commissioning the church's renovation. Das Gemälde wurde anschließend in den Palazzo Pitti verbracht und später in die Uffizien-Galerie überführt, wo es seit 1795 ausgestellt ist. Die Inschrift auf dem Sockel, signiert ADXVII, verzeichnet das Fertigstellungsdatum 1517. Das Werk ist in Öl auf Tafel ausgeführt und misst 207 cm in der Höhe mal 178 cm in der Breite.

Die Madonna delle Arpie befindet sich seit 1795 in der Uffizien-Galerie in Florenz. Ursprünglich 1515 von den Klarissen des Klosters San Francesco dei Macci in Florenz in Auftrag gegeben, wurde das Altarbild 1517 von Andrea del Sarto vollendet und signiert. Im Jahr 1703 veranlasste Großfürst Ferdinando de' Medici, der "verliebt" in das Tafelbild geworden war, dessen Übertragung in seine Sammlung im Austausch gegen eine Kopie von Francesco Petrucci und eine vollständige Renovierung der Kirche der Nonnen, nach der das Gemälde in den Palazzo Pitti verbracht wurde. Die niederländische Quelle vermerkt, dass das Werk 1795 in die Uffizien überführt wurde, wo es bis heute Teil der Sammlung des Museums ist.

Keine spezifische Inventar- oder Akzessionsnummer ist in den verfügbaren Quellen verzeichnet. Keine formelle Ausstellungshistorie über die ursprüngliche Aufstellung in der Klosterkirche und die anschließenden Verlegungen in die Medici-Sammlungen und die Uffizien hinaus ist dokumentiert.

Kontext

Die Madonna delle Arpie, 1517 von Andrea del Sarto für das Kloster San Francesco dei Macci in Florenz gemalt, gilt als sein Meisterwerk und ein definierendes Werk der Hochrenaissance. Ursprünglich 1515 als Altarbild mit der gekrönten Jungfrau Maria und den Heiligen Franziskus und Bonaventura in Auftrag gegeben, wurde das ikonographische Programm später möglicherweise durch den Dominikanerbruder Fra' Antonio di Ludovico Sassolini modifiziert. Das Werk zeigt die Jungfrau auf einem achteckigen Sockel mit fantastischen Wesen sitzend, das Christuskind in Contrapposto-Pose haltend, flankiert von den Heiligen Franziskus und Johannes dem Evangelisten sowie zwei Cherubim. Die Inschrift auf dem Sockel verweist auf einen Hymnus zur Himmelfahrt Mariens, was die Rolle des Gemäldes im franziskanischen Marienkult verdeutlicht. Zeitgenössisches Lob von Giorgio Vasari hob die dynamische Komposition hervor, die klassische Balance mit nervöser Energie verband, im Kontrast zu früherer statischer religiöser Bildsprache. Die moderne Forschung, einschließlich Analysen von Kunsthistorikern in mehreren Quellen, interpretiert die Wesen auf dem Sockel nicht als Harpyien, sondern als Heuschrecken oder Mischwesen aus der Offenbarung, die das von der Jungfrau überwundene Böse symbolisieren. Die komplexe Symbolik, die emotionale Nuancierung und die Synthese aus Michelangelos Monumentalität und Leonardos Sfumato machen es zu einem Schlüsselwerk, das hochrenaissance Idealen und aufkommenden manieristischen Spannungen verbindet.

Nachwirkung

Die Madonna delle Arpie hat sich als Andrea del Sartos berühmteste Leistung etabliert, die allgemein als sein Meisterwerk und wohl sein bekanntestes Werk gilt. Giorgio Vasari lobte die herausragende Qualität des Gemäldes frühzeitig, was seinen angesehenen Ruf festigte. Das Altarbild gelangte später in die Medici-Sammlung, als Großfürst Ferdinando de' Medici es von den Nonnen von San Francesco dei Macci im Austausch gegen eine Kopie von Francesco Petrucci und eine vollständige Renovierung ihrer Kirche erwarb.

Das kulturelle Erbe des Werkes reicht über die Kunstgeschichte hinaus in die Literatur und die moderne Kritik. Es nimmt einen prominenten Platz in der persönlichen Anthologie des französischen Historikers Paul Veyne ein, beschrieben in seinem Buch Mon musée imaginaire. Darüber hinaus dient die Jungfrau aus dem Gemälde als zentrale Figur in Sabahattin Alis türkischem Roman Kürk Mantolu Madonna ('Madonna im Pelzmantel').

Madonna of the Harpies
Madonna of the Harpies, Andrea del Sarto

Artist & collection

Portrait of Andrea del Sarto

Artist

Andrea del Sarto

Andrea del Sarto was an Italian painter from Florence, whose career flourished during the High Renaissance and early Mannerism.

Uffizi Gallery

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