Artwork

See-non-ty-a, an Iowa Medicine Man

See-non-ty-a, an Iowa Medicine Man, by George Catlin, oil, 1844
See-non-ty-a, an Iowa Medicine Man, by George Catlin, oil, 1844

See-non-ty-a, an Iowa Medicine Man is an oil painting by the Romanticist artist George Catlin. It dates from 1844 and is held in the collection of the National Gallery of Art.

About this work

Übersicht

Mit den Maßen 71 mal 58 Zentimeter zeigt das Gemälde eine Brustbild-Darstellung eines spirituellen Führers des Iowa-Stammes, der direkt nach vorne blickt.

See-non-ty-a, an Iowa Medicine Man ist ein Ölgemälde auf Leinwand des amerikanischen Künstlers George Catlin aus dem Jahr 1844. Mit den Maßen 71 mal 58 Zentimeter zeigt das Gemälde eine Brustbild-Darstellung eines spirituellen Führers des Iowa-Stammes, der direkt nach vorne blickt. Es ist Teil von Catlins umfassender visueller Dokumentation indigener amerikanischer Kulturen, die er aus der Befürchtung heraus anfertigte, diese Traditionen würden unter der Expansion der Vereinigten Staaten verschwinden. Das Werk wird derzeit in der National Gallery of Art in Washington, D.C., als Teil der Paul Mellon Collection unter der Inventarnummer 1965.16.346 aufbewahrt.

Motiv und Bedeutung

Das Gemälde porträtiert See-non-ty-a, einen Medizinmann des Iowa-Stammes, und betont seine spirituelle Autorität und kulturelle Identität durch detaillierte Gewänder. Er trägt eine auffällige rote Roach-Headdress mit steifen Borsten, die nach oben und hinten strahlen. Sein Gesicht ist mit rotem Pigment bemalt, unterbrochen von blau-grünen Streifen über der Stirn und in der Nähe der Ohren. Große, muschelartige Ohrringe hängen von gedehnten Ohrläppchen und sind an grünen Bändern befestigt. Mehrere Halsketten bedecken seine Brust, darunter Perlenstränge, eine große, kreisförmige weiße Muschelgorget mit zwei kleinen dunklen Löchern sowie ein kleinerer, heller kreisförmiger Anhänger. Ein franfiges Gewand hängt in dünnen Streifen die Brust hinab, während ein rötlich-oranger Stoff die Schultern umhüllt. Diese Elemente dienen als visuelle Marker für seinen Status als Heiler und Hüter des Stammeswissens.

Technik und Stil

Catlin führte das Porträt in Öl auf Leinwand mit einer malerischen Oberfläche aus, die sorgfältige dekorative Details mit atmosphärischen Andeutungen in Einklang bringt. Die Palette wird von warmen Erdtönen wie Rot-, Orange- und Brauntönen dominiert, die im Kontrast zu einem gedämpften, kühlen Hintergrund aus Grau-Grün und Hellblau stehen. Weiche, undeutliche Pinselstriche im Hintergrund deuten eine ferne Landschaft oder einen Himmel ohne definierte Formen an und halten den Fokus auf dem Motiv. Das Licht fällt gleichmäßig auf Gesicht und Brust und modelliert die Züge mit weichen Schatten. Die Pinseltechnik variiert von glatter Vermischung im Gesicht bis hin zu sichtbaren, strukturierten Strichen in der Headdress und im Hintergrund und fängt so den feierlichen, kontemplativen Ausdruck und das gezeichnete Antlitz des Dargestellten ein.

Geschichte und Provenienz

Entstanden um 1844 bis 1845, befand sich das Gemälde bis zu George Catlins Tod im Jahr 1872 in dessen Besitz. Anschließend ging es auf seine drei Töchter Clara Gregory Catlin, Louise Catlin Kinney und Elizabeth Wing Catlin über. Im Jahr 1912 erwarb das American Museum of Natural History das Werk von Elizabeth Wing Catlin. Das Museum verwahrte es bis 1959, als es über die Kennedy Galleries in New York an Paul Mellon aus Upperville, Virginia, verkauft wurde. Mellon schenkte das Gemälde 1965 der National Gallery of Art. Seitdem war es in mehreren Ausstellungen zu sehen, darunter im Metropolitan Museum of Art im Jahr 1965, im Los Angeles County Museum of Art im Jahr 1972, in der National Gallery of Art im Jahr 1980, im Birmingham Museum of Art im Jahr 1981, im Montclair Art Museum im Jahr 1985 und im Smithsonian American Art Museum im Jahr 2020.

Kontext

George Catlin arbeitete zunächst als Anwalt in Philadelphia, bevor er seine Karriere 1823 aufgab, um die Bräuche indigener Amerikaner zu dokumentieren. Zwischen 1832 und 1836 unternahm er fünf Expeditionen in die Great Plains, sammelte Artefakte und schuf Gemälde des täglichen Lebens, religiöser Zeremonien und einzelner Porträts. Dieses Porträt von See-non-ty-a entstand im Rahmen dieses umfassenderen Projekts, das später als Indian Gallery bekannt wurde. Obwohl Catlin ethnographische Objektivität anstrebte, nahm er künstlerische Freiheiten in Anspruch, die bis heute umstritten sind. Dennoch prägte sein Werk maßgeblich die Wahrnehmung indigener Amerikaner im östlichen Teil der Vereinigten Staaten und in Westeuropa während der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, einer Zeit, die durch zunehmende Eingriffe in indigene Gebiete unter der Ideologie des Manifest Destiny gekennzeichnet war.

Vermächtnis

Das Gemälde bleibt als wertvolle historische Dokumentation der spirituellen Führung und materiellen Kultur des Iowa-Stammes im neunzehnten Jahrhundert erhalten. Als Teil von Catlins Indian Gallery wurde es in wichtigen Katalogen reproduziert, darunter in der Ausstellungspublikation der Renwick Gallery des Smithsonian American Art Museum aus dem Jahr 2002. Das Werk wird weiterhin in wissenschaftlichen Arbeiten zitiert, die die Schnittstelle von Kunst, Ethnographie und westlicher Expansion untersuchen. Obwohl Catlins Rolle bei der Prägung oft stereotyper Wahrnehmungen von indigenen Amerikanern diskutiert wird, gilt dieses spezifische Porträt für seine Fokussierung auf die Würde und Autorität eines indigenen spirituellen Führers und bewahrt eine visuelle Dokumentation kultureller Praktiken, die durch Vertreibung stark beeinträchtigt wurden.

Salomon, Medicine Man
Salomon, Medicine Man, Henry Raschen

Artist & collection

Portrait of George Catlin

Artist

George Catlin

George Catlin ( KAT-lin; July 26, 1796 – December 23, 1872) was an American lawyer, painter, author, and traveler, who specialized in portraits of Native Americans in the American frontier.

This work is in the public domain (CC0). Image source: National Gallery of Art open access. Spotted an error in this record? Tell us.