Artwork

Die Ungläubigkeit des heiligen Thomas

Die Ungläubigkeit des heiligen Thomas, by Matthias Stom, oil, 1641
Die Ungläubigkeit des heiligen Thomas, by Matthias Stom, oil, 1641

Die Ungläubigkeit des heiligen Thomas is an oil painting by the Early Baroque Italian artist Matthias Stom. It dates from 1641 and is held in the collection of the Museo del Prado.

About this work

Matthias Stom malte Die Ungläubigkeit des heiligen Thomas in Öl um 1640 bis 1649.

Matthias Stom malte Die Ungläubigkeit des heiligen Thomas in Öl um 1640 bis 1649. Die Szene zeigt Thomas, der Jesus nach der Auferstehung berührt. Heute hängt es im Museo del Prado in Madrid.

Thomas zweifelte zunächst, doch hier tastet er mit dem Finger Jesu' Wunde ab. Stom war ein holländischer Künstler, der später im Leben in Italien arbeitete.

Wenn Ihnen dies gefällt, schlagen Sie als Nächstes Chiaroscuro nach.

Sujet und Bedeutung

Das Gemälde zeigt die biblische Szene aus dem Johannesevangelium, in der der Apostel Thomas, der die Auferstehung Jesu anzweifelt, die Realität des Ereignisses überprüft, indem er seine Finger in die Wunde an Christi Seite legt. Diese Szene des 'Ungläubigen Thomas' illustriert den Übergang von Skepsis zu Glauben durch physischen Kontakt. Die Komposition konzentriert sich auf die intime Interaktion zwischen den Figuren, wobei Thomas' Gesicht teilweise verdeckt ist, während er die Wunde betrachtet. Zwei weitere ältere Figuren, möglicherweise ein weiterer Apostel und eine Frau, beobachten das Geschehen von links. Das Werk dient als religiöse Erkundung des Glaubens und betont die greifbaren Beweise, die nötig sind, um Zweifel zu überwinden.

Technik und Stil

Das Gemälde ist in Öl auf Leinwand ausgeführt und misst 125 cm in der Höhe mal 99 cm in der Breite. Stoms Ausführung betont das Chiaroscuro, wobei starkes, gerichtetes Licht die Figuren in scharfer Reliefführung vor einem dunklen Grund hervortreten lässt. Die Apostel sind mit voluminöser Plastizität wiedergegeben, ihre Gewänder fallen in schweren Falten, die das Licht einfangen. Thomas' Geste, die Finger in Christus' Wunde führend, ist mit genauer Beachtung der anatomischen Artikulation und der taktilen Oberfläche komponiert. Die Struktur der Komposition wird durch die Diagonale verankert, die von Christus' Körper und Thomas' ausgestrecktem Arm gebildet wird, und führt den Blick des Betrachters zum Moment der Offenbarung. Die gedämpfte Palette, dominiert von erdigen Brauntönen und Ocker, wird durch Christus' bleiche Haut und den Schimmer der Wunde durchbrochen, was die dramatische Spannung der Szene verstärkt.

Geschichte und Provenienz

Die Ungläubigkeit des heiligen Thomas wurde von Matthias Stom im Jahr 1641 gemalt, wie in internen Dokumenten festgehalten und durch Wikidata bestätigt.

Das Werk tauchte erstmals in der schriftlichen Überlieferung auf, nachdem es den Brand des Königlichen Alcázar von Madrid im Jahr 1734 überlebt hatte, wo es zunächst fälschlich als Kopie nach Guercino zugeschrieben wurde. Bis 1772 war es in den Inventaren des Königspalasts von Madrid verzeichnet und fälschlich als eigenhändiges Werk von Gerard van Honthorst identifiziert. Die korrekte Zuschreibung an Stom wurde von Arthur von Schneider vorgeschlagen und 1985 durch ein Werkverzeichnis endgültig wiederhergestellt. Das Gemälde befindet sich seit mindestens 1734 in der Sammlung des Museo del Prado.

Das Werk ist im Museo del Prado, Madrid, als P007606 inventarisiert.

Es gelangte vor 1734 in die spanische königliche Sammlung, als es unter den Gemälden aufgeführt wurde, die aus dem Brand des Königlichen Alcázar von Madrid gerettet wurden; zu dieser Zeit galt es als Kopie nach Guercino. Bis 1772 war es im Königspalast, Madrid, inventarisiert und Gerard van Honthorst zugeschrieben. 1963 verschob sich die Zuschreibung auf Hendrick ter Brugghen, und 1985 stellte der Prado-Katalog die Zuschreibung an Matthias Stom wieder her.

Das Gemälde war in den letzten Jahrzehnten nicht Gegenstand bedeutender internationaler Leihgaben.

Kontext

Während des Aufenthalts von Matthias Stom in Sizilien entstanden, spiegelt Die Ungläubigkeit des heiligen Thomas das künstlerische Umfeld der holländischen Caravaggisti wider. Seine Komposition greift auf Hendrick ter Brugghens Darstellung desselben Sujets aus den frühen 1620er Jahren und Peter Paul Rubens' Behandlung des Themas von 1613 bis 1615 zurück. Die kunsthistorische Laufbahn des Werkes ist durch bedeutende Zuschreibungswechsel gekennzeichnet; nach dem Brand des Königlichen Alcázar von Madrid im Jahr 1734 wurde es zunächst als Kopie eines Guercino-Originals katalogisiert. Spätere Inventare identifizierten es fälschlich als eigenhändiges Werk von Stoms Lehrer Gerard van Honthorst und anschließend als Werk von ter Brugghen. Arthur von Schneider schlug erstmals Stom als Schöpfer vor, eine Korrektur, die erst mit einem Werkverzeichnis von 1985 vollständig ratifiziert wurde, das die Zuschreibung an den holländischen Meister wiederherstellte.

The Incredulity of Saint Thomas
The Incredulity of Saint Thomas, François-Joseph Navez

Artist & collection

Portrait of Matthias Stom

Artist

Matthias Stom

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Museo del Prado

Museum

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