Artwork

Giovanni Grosso of the Swiss Guards Standing before a View of Rome

Giovanni Grosso of the Swiss Guards Standing before a View of Rome, by Swiss 17th Century, ink, 1650
Giovanni Grosso of the Swiss Guards Standing before a View of Rome, by Swiss 17th Century, ink, 1650

Giovanni Grosso of the Swiss Guards Standing before a View of Rome is an ink drawing by the Baroque artist Swiss 17th Century. It dates from 1650 and is held in the collection of the National Gallery of Art. This work on laid paper depicts a member of the Swiss Guards positioned before a panoramic view of Rome.

Inscription
Inscribed:by later hand, lower right verso of mount: Jost Amman; lower left (stamp): ACCN / 4807 Inv. 569

About this work

Überblick

, unter der Inventarnummer NGA 118724, und wurde dem Museum im Jahr 2001 von Arturo und Corinne Cuéllar aus Zürich geschenkt.

Giovanni Grosso of the Swiss Guards Standing before a View of Rome ist eine Aquarellzeichnung eines anonymen Schweizer Künstlers des siebzehnten Jahrhunderts, die nach Francesco Villamena ausgeführt wurde. Das Werk mit den Maßen 32,4 mal 23,1 Zentimeter ist in Aquarell über schwarzer Tinte auf Büttenpapier ausgeführt und wird als Zeichnung im Genre der Stadtansicht klassifiziert. Es befindet sich in der Sammlung der National Gallery of Art in Washington, D.C., unter der Inventarnummer NGA 118724, und wurde dem Museum im Jahr 2001 von Arturo und Corinne Cuéllar aus Zürich geschenkt. Die Zeichnung nimmt eine bedeutende Stelle in der Erforschung der römischen Bildkultur der frühen Neuzeit ein, nicht wegen ihrer autonomen künstlerischen Erfindung, sondern wegen ihres Wertes als materieller Beleg für die Netzwerke, durch die Bilder gefeierter lokaler Persönlichkeiten im frühen 17. Jahrhundert zirkulierten, kopiert und für den Tourismus adaptiert wurden.

Motiv und Bedeutung

Die Zeichnung stellt Giovanni Grosso dar, den italianisierten Namen von Hans Rudolph Heinrich Hoch, geboren 1577 in Luzern und gestorben 1660 in Rom. Grosso diente ab etwa 1605 in der Päpstlichen Schweizergarde und erlangte als Cicerone oder Reiseführer für ausländische Besucher aus dem deutschsprachigen Raum und darüber hinaus größere Bekanntheit. Sein sozialer Prestige wird durch ein vierbändiges Gästebuch bezeugt, das in der Vatikanischen Bibliothek aufbewahrt wird und etwa 1.100 Einträge von 1616 bis 1659 enthält. Die Figur steht in der aufwendigen gestreiften Tracht der Schweizergarde mit vertikalen Streifen in Rosa, Blau und Gelb an Hosen und Ärmeln, einem großen gerüschten Kragen und einem breitkrempigen Hut, der mit mehrfarbigen Federn geschmückt ist. Sein rechter Arm ist ausgestreckt, der Zeigefinger zeigt, während die linke Hand auf dem Schwertgriff ruht, eine Pose, die Autorität und die geübte Geste des Führers vermittelt, der die Aufmerksamkeit lenkt. Hinter ihm entfaltet sich eine detaillierte Stadtansicht des klassischen und Renaissance-Roms, einschließlich einer hohen Spiralsäule mit Statue, Kuppelbauten, einem säulengestützten Tempel, Türmen und rauchenden Schornsteinen, wobei winzige Figuren, Pferde und Fahrzeuge die Straßen unten beleben. Ein Helm mit Kamm befindet sich in der unteren linken Ecke. Die Komposition verbindet somit Porträt mit topografischer Ansicht und stellt Grosso als unverzichtbaren Vermittler zwischen dem Besucher und dem städtischen Gefüge Roms dar.

Technik und Stil

Das Medium ist Aquarell über schwarzer Tinte auf Büttenpapier, aufgetragen mit relativ flachen Farbwäschen in Blau, Rosa, Gelb und Grau über präzise Tintenkonturen. Die Schattierung wird durch feine lineare Schraffur und Kreuzschraffur erreicht, während Schatten durch graue Wäschen und parallele Linien ohne starke gerichtete Lichtquelle angedeutet werden. Technische Untersuchungen haben ergeben, dass die Tintenlinien von einem Stich aus dem Jahr 1613 nach einem Entwurf von Francesco Villamena abgezeichnet wurden, wobei Graphit- und schwarze Tintenlinien als Teil des Übertragungsverfahrens vorhanden sind. Die Aquarellierung enthält Farbnachträge und Flecken, die darauf hindeuten, dass die Zeichnung einem praktischen, möglicherweise kommerziellen Zweck diente, anstatt als fertiges autonomes Werk zu fungieren. Das Papier zeigt altersbedingte Verfärbungen und ein sichtbares Loch im oberen rechten Bereich. Die gesamte Handhabung ist charakteristisch für die reproduktive Werkstattpraxis im frühen siebzehnten Jahrhundert in Rom, wo Drucke routinemäßig kopiert und für verschiedene Märkte adaptiert wurden.

Geschichte und Provenienz

Die Zeichnung stammt von einem Stich aus dem Jahr 1613 von Francesco Villamena, der eine Widmung an Grosso und den Verleger Andrea Vachario trug. Eine handschriftliche Inschrift in schwarzer Tinte auf der Rückseite der Zeichnung der National Gallery wiederholt diese Widmung wortwörtlich, obwohl die Zeichnung auf dickes Büttenpapier montiert ist, das die Hand teilweise verdeckt. Das Blatt trägt das Sammlerzeichen des Kupferstichkabinetts Stuttgart (Lugt 2323), bevor es an Arturo und Corinne Cuéllar in Zürich gelangte, die es der National Gallery of Art im Jahr 2001 schenkten. Das Werk war Gegenstand intensiver technischer Studien an der National Gallery, deren Ergebnisse in der Ausgabe von 2024 der Facture, dem zweijährlichen Konservierungsjournal des Museums, in einem Aufsatz veröffentlicht wurden, der materielle Belege und das Netzwerk der Schaffenden untersucht.

Kontext

Die Zeichnung entsteht aus einem lebendigen römischen Milieu des frühen siebzehnten Jahrhunderts, in dem Bilder von Altertumsforschern und Ciceroni als Teil einer aufblühenden Tourismuswirtschaft zirkulierten. Francesco Villamena, Mitglied der Accademia di San Luca, spielte eine zentrale Rolle bei der Produktion und Verbreitung gedruckter Porträts solcher Persönlichkeiten. Das Blatt der National Gallery veranschaulicht, wie ein einziger gestochener Entwurf abgezeichnet, kopiert und für verschiedene Zwecke koloriert werden konnte, wodurch die Grenzen zwischen Original, Reproduktion und kommerzieller Werbung verschwammen. Wissenschaftliche Verwirrung hat lange Grosso Identität begleitet: Varianten der Schreibweise vermehren sich in Katalogeinträgen, und der Stich von Cassiano dal Pozzo aus dem Jahr 1623 von Villamena wurde manchmal fälschlicherweise mit Grosso verwechselt, wenn Widmungsinschriften beschnitten wurden. Einige Gelehrte haben sogar zwei separate Ciceroni aus Luzern postuliert, einen namens Alto und einen namens Grosso, beide in der Schweizergarde und beide 1660 gestorben. Die Zeichnung dient somit als Fallstudie für die Herausforderungen von Identität, Zuschreibung und der Mobilität von Bildern im Druckmarkt.

Nachwirkung

Die Bedeutung der Zeichnung liegt weniger in konventioneller künstlerischer Leistung als in ihrem dokumentarischen Wert für das Verständnis der materiellen Praktiken und sozialen Netzwerke der Bildproduktion der frühen Neuzeit. Wie die Forschung der National Gallery of Art gezeigt hat, beleuchtet das Blatt, wie Porträts von Persönlichkeiten wie Grosso recycelt und adaptiert wurden, um den expandierenden Markt für Altertumstourismus zu bedienen. Grosso selbst veröffentlichte 1641 einen Reiseführer unter dem Namen Giovanni Ridolfo Alto, Splendore dell'antica e moderna Roma, und festigte damit seine Autorität als Interpret der Stadt. Die Zeichnung trägt zusammen mit den verwandten Drucken und den vatikanischen Gästebüchern zu einem zusammengesetzten Porträt Grosso bei, als selbst inszenierte Marke, ein Wache-zu-Führer, dessen visuelles Bild ebenso sorgfältig gemanagt wurde wie sein soziales Netzwerk. Für Kunsthistoriker bleibt das Werk ein Ankerpunkt für Diskussionen über Kopieren, Abzeichnen und die Sekundärmärkte, die die barocke Bildkultur stützten.

The Captain of the Infantry
The Captain of the Infantry, Hendrick Goltzius

Artist & collection

Portrait of Swiss 17th Century

Artist

Swiss 17th Century

This artist made a single striking watercolor of a towering Swiss Guard in full armor, shown against Rome’s skyline in the background.

This work is in the public domain (CC0). Image source: National Gallery of Art open access. Spotted an error in this record? Tell us.