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Porträt von Mikołaj Franciszek Radziwiłł (1659-1672)

Porträt von Mikołaj Franciszek Radziwiłł (1659-1672), by Unknown, oil, 1735
Porträt von Mikołaj Franciszek Radziwiłł (1659-1672), by Unknown, oil, 1735

Porträt von Mikołaj Franciszek Radziwiłł (1659-1672) is an oil painting by the Rococo painting artist Unknown. It dates from 1735 and is held in the collection of the National Museum in Warsaw. The work is an oil painting titled Portrait of Mikołaj Franciszek Radziwiłł, dated between 1659 and 1672.

About this work

Übersicht

Das Porträt von Mikołaj Franciszek Radziwiłł (1659-1672) ist ein Ölgemälde auf Leinwand eines unbekannten Künstlers, das zwischen 1733 und 1737 entstand.

Das Porträt von Mikołaj Franciszek Radziwiłł (1659-1672) ist ein Ölgemälde auf Leinwand eines unbekannten Künstlers, das zwischen 1733 und 1737 entstand. Das Werk misst 111 cm in der Höhe und 74 cm in der Breite und gehört zum Genre des Porträts. Es ist Teil einer Serie von Porträts, die in gemalte Lorbeerkränze eingefasst sind. Das Gemälde wird im Nationalmuseum in Warschau aufbewahrt, wo es unter der Inventarnummer MP 4789 MNW katalogisiert ist. Das Werk stellt eine junge männliche Figur aus der Familie Radziwiłł dar und verbindet heraldische und inschriftliche Elemente mit der formalen Porträtmalerei, um ein kurzes Leben zu gedenken.

Motiv und Bedeutung

Das Gemälde zeigt Mikołaj Franciszek Radziwiłł, einen Sohn von Michal und Katarzyna Sobieska, geboren am 5. November 1659 in Biala Podlaska und gestorben am 9. Dezember 1672. Er ist als junger Mann dargestellt, der leicht nach links blickt, eine dunkle Mütze trägt, einen hellgraugrünen Umhang mit dunklem Pelzkragen, der mit einer juwelenbesetzten Spange geschlossen ist, sowie eine pfirsichfarbene Wams mit kleinen Knöpfen unter einer dunklen Weste. Seine rechte Hand ruht auf der Hüfte und zeigt den Griff eines Schwerts mit orangefarbenem Griff und einem hängenden Medaillon, was seinen adeligen Stand und seine kriegerische Abstammung unterstreicht. Unterhalb der Figur befindet sich ein blauer heraldischer Schild mit goldenen Symbolen, zentriert über einer großen beschrifteten Schriftrolle mit lateinischem Text, die seine Identität innerhalb der breiteren Dynastie Radziwiłł und ihrer heraldischen Traditionen verankert.

Technik und Stil

Ausgeführt in Öl auf Leinwand, zeigt das Porträt eine glatte und kontrollierte Pinselführung, die für die formale Porträtmalerei typisch ist. Der Künstler verwendete eine Palette aus tiefen Brauntönen, Schwarz, gedämpften Grüntönen und warmen Pfirsichtönen, die durch goldene Akzente im Lorbeerkranz und im Schmuck hervorgehoben werden. Die Komposition ist um einen gemalten ovalen Lorbeerkranzrahmen strukturiert, der die Figur umschließt und vor einem dunklen, gedämpften Hintergrund mit subtiler Modellierung platziert ist. Der Gesamteindruck ist poliert, wobei weiches Licht das Gesicht und die Hände gegen die dunkle Umgebung beleuchtet. Besondere Sorgfalt gilt der Darstellung von Textilstrukturen und der Gesichtsmodeilierung, was das Werk in die naive Porträtmaltradition einordnet, die in der Sammlung des Nationalmuseums in Warschau vertreten ist.

Geschichte und Provenienz

Entstanden zwischen 1733 und 1737, ist das Porträt eine posthume Darstellung, die etwa sechs Jahrzehnte nach dem Tod des Dargestellten im Jahr 1672 gemalt wurde. Das Werk ist Teil der Porträtgalerie von Schloss Niasviz, einer umfangreichen Sammlung, die die Abstammungslinie der Familie Radziwiłł dokumentiert. Das Gemälde gelangte schließlich in die Sammlung des Nationalmuseums in Warschau, wo es unter der Kunstwerknr. 510273 und der Inventarnummer MP 4789 MNW identifiziert wird. Eine kleine Inschrift mit der Aufschrift N173 befindet sich in der oberen rechten Ecke der Leinwand, wahrscheinlich ein altes Inventar- oder Sammlungszeichen aus seiner Geschichte vor oder während seiner institutionellen Zugehörigkeit.

Kontext

Das Porträt steht in der Tradition der dynastischen Gedenkkultur, die unter dem Adel Mitteleuropas verbreitet war. Als Teil einer Serie von Porträts in Lorbeerkranzen spiegelt es ein spezifisches Gedenkformat wider, das zur Zusammenstellung und Visualisierung des Familienerbes über Generationen hinweg diente. Die Familie Radziwiłł, eine der mächtigsten Magnatenfamilien im Großfürstentum Litauen und in der Polnisch-Litauischen Union, nutzte solche umfangreichen Porträtgalerien, um ihren sozialen und politischen Status zu untermauern. Die posthume Entstehung dieses Bildes unterstreicht die Bedeutung der Dokumentation selbst kurzer Leben, wie das von Mikołaj Franciszek, innerhalb des weitreichenden genealogischen Rahmens des Familienerbes.

Portrait of Marianna Radziwiłł née Myszka (1563–1600)
Portrait of Marianna Radziwiłł née Myszka (1563–1600), Unknown

Artist & collection

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