Artwork
The Ricotta Eaters

The Ricotta Eaters is an oil painting by the Early Baroque Italian artist Vincenzo Campi. It dates from 1590 and is held in the collection of the Museum of Fine Arts of Lyon.
About this work
Thema und Bedeutung
Das Gemälde zeigt vier Figuren um einen Tisch, die Besteck halten, um ein zentrales Gericht aus Ricotta zu verzehren.
Das Gemälde zeigt vier Figuren um einen Tisch, die Besteck halten, um ein zentrales Gericht aus Ricotta zu verzehren. Der Künstler bezeichnete das Werk als Buffonaria, verknüpfte seine vier Charaktere mit Archetypen der Commedia dell'arte und stellte sich selbst als Pantalone in rotem Kostüm dar. Die Ricotta, ausgehöhlt durch Löffelschläge und mit einer Fliege markiert, bildet eine schädelähnliche Form, die Memento-mori- und Vanitas-Themen symbolisiert und irdische Lust mit der Sterblichkeit kontrastiert. Die ungeschliffene Kleidung der Figuren, ihre übertriebenen Gesten und das gemeinsame Lachen spiegeln eine Feier einfacher gemeinschaftlicher Freude wider, während ihre körperlichen Details, sichtbare Zähne, bescheidene Gewänder und der schädelähnliche Ricotta eine Satire auf niedere Begierden und die Vergänglichkeit des Genusses andeuten. Die frontale Rahmung und der enge Ausschnitt der Komposition tauchen den Betrachter in die Szene ein und unterstreichen das Wechselspiel zwischen Vergänglichkeit und Geselligkeit.
Technik und Stil
Das Gemälde ist in Öl auf Leinwand ausgeführt, einem Medium, das für italienische Genreszenen des späten 16. Jahrhunderts typisch ist, und misst 77,9 cm in der Höhe bei 89,4 cm in der Breite. Es stellt vier Figuren dar, drei Männer und eine Frau, die um einen Tisch versammelt sind, auf dem eine Schale Ricotta steht. Die Figuren sind mit sichtbaren Pinselstrichen dargestellt, die die Textur und den Chiaroscuro-Effekt vor einem dunklen Hintergrund betonen. Die Komposition ist eng gerahmt und konfrontativ angelegt; jede Figur ist in einen spezifischen Akt des Käseverzehrs vertieft: Der linke Mann hält einen vollen Holzlöffel an den Mund, ein weiterer Mann stemmt sich zum Schlucken, während er die Schulter seines Begleiters berührt, ein dritter streckt seine Hand nach dem Käse aus, und die Frau, in einem grünen Mieder und mit einer roten Halskette gekleidet, hält einen Löffel, serviert sich jedoch noch nicht. Das Werk entstand um 1580-1585 unter der Leitung von Vincenzo Campi, der es Buffonaria nannte und seine vier Charaktere mit Archetypen der Commedia dell'arte verknüpfte. 1875 wurde es von Jacques Bernard an das Museum of Fine Arts of Lyon gespendet. Eine formale Analyse hebt die markante frontale Rahmung, das für Campi ungewöhnlich bescheidene Format sowie die symbolische Darstellung der ausgehöhlten Oberfläche der Ricotta hervor, die durch Löffelschläge durchbrochen und von einer Fliege markiert ist und einen Schädel evoziert, wodurch ein Vanitas-Thema verstärkt wird, das irdischen Überfluss der Vergänglichkeit gegenüberstellt.
Geschichte und Provenienz
Das Gemälde wird auf die frühen 1580er Jahre datiert. Neuere Forschungen weisen darauf hin, dass es bis zu Vincenzos Campis Tod im Jahr 1591 in seinem Atelier verblieb und in dem Testament seiner Witwe von 1611 als una buffonaria verzeichnet wurde. Nach Campis Tod gelangte das Werk bis 1718 an die Hieronymitenmönche von San Sigismondo in Cremona, wurde während der Auflösung des Klosters im Jahr 1798 beschlagnahmt und trat später in die französische Sammlung der Familie Bernard über. 1875 wurde es von Jacques Bernard an das Museum of Fine Arts of Lyon gespendet.
Der Künstler betitelte das Werk Buffonaria und ordnete seine Figuren den Typen der Commedia dell'arte zu; Campi stellte sich dabei selbst als Pantalone dar. Technische Untersuchungen während der Restaurierung 1991 bestätigten eine spätere Ergänzung am oberen Rand, entfernten Übermalungen und enthüllten zudem eine Fliege auf der Ricotta, die die Vanitas-Deutung verstärkt.
The Ricotta Eaters befindet sich in der Sammlung des Museum of Fine Arts of Lyon; die Inventarnummer ist im Wikidata-Eintrag des Museums aufgeführt. Das Gemälde wurde 1875 von Jacques Bernard dem Museum übergeben und ist seit dieser Schenkung dort ausgestellt. Es wurde 1991 restauriert, wobei ein 5 cm breiter Streifen von der Oberseite entfernt und Übermalungen am Dekolleté der Frau korrigiert wurden. Das Werk ist in mehreren Quellen als Teil der Museumsbestände dokumentiert, einschließlich des Eintrags in Wikidata sowie in französischen und niederländischen Wikipedia-Artikeln.
Die Provenienz des Gemäldes umfasst eine frühere Erwähnung im Testament von Vincenzos Campis Witwe Elena Luciani aus dem Jahr 1611, die es als una buffonaria bezeichnete, was darauf hindeutet, dass es zumindest bis ins frühe 17. Jahrhundert im Atelier des Künstlers verblieb. Später wurde es verkauft und gelangte in den Besitz der Familie Bernard, die es spendete, um die Sammlung des Museums zu begründen. Das Werk wurde als Teil der ständigen Ausstellung des Museums gezeigt; seine Ausstellungsgeschichte ist mit der Schenkung und der kontinuierlichen Präsentation seit 1875 verbunden.
Kontext
The Ricotta Eaters nimmt eine herausragende Stellung im Œuvre von Vincenzo Campi ein, einem führenden Vertreter der lombardischen Genremalerei der Spätrenaissance, der naturalistische Details mit satirischer Gesellschaftskritik verbindet. Die symbolische Tiefe des Werks wird durch wiederkehrende Motive wie den schädelähnlichen Ricotta unterstrichen, der Memento-mori-Themen mit der Vanitas-Philosophie vereint, während die von der Commedia dell'arte inspirierten Figuren, insbesondere das Selbstporträt des Künstlers als Pantalone, Campis Engagement für die zeitgenössische Theaterkultur widerspiegeln. Wie in wissenschaftlichen Quellen dokumentiert, lässt sich die Provenienz des Gemäldes auf die Schenkung von Jacques Bernard an das Museum of Fine Arts of Lyon im Jahr 1875 zurückführen, wo es weiterhin ausgestellt ist, nachdem es zuvor im Besitz der Familie Bernard und zuvor in einer Klosterkollektion gewesen war. Seine stilistischen und thematischen Verbindungen zu Zeitgenossen wie Joachim Beuckelaer kontextualisieren zudem Campis Hinwendung zu profanen Genreszenen in den 1580er Jahren, ein Übergang, der in historischen Aufzeichnungen über seine Werkstattpraktiken und die Dokumentation seines Nachlasses verzeichnet ist. Die doppelte Funktion des Werks als sowohl Feier alltäglicher Fülle als auch Kritik am Übermaß wird durch den kompositorischen Fokus auf gemeinschaftlichen Konsum und die groteske Verwandlung des Käses in ein Symbol der Sterblichkeit verstärkt, eine Deutung, die durch Materialanalysen und Restaurierungsberichte gestützt wird.
Nachwirkung
Der spätere Einfluss des Gemäldes konzentriert sich auf seine provokative Verbindung von Alltags Humor und Memento mori, die eine Tradition satirischer Genreszenen in der Lombardei und darüber hinaus anregte. Seine Zuschreibung zur postumen Werkstattpraxis von Vincenzo Campi und sein Überleben in mehreren Kopien, darunter eine cremonesische Version, die als die beste beurteilt wird, zeugen von seiner Resonanz bei Publikums des 16. und 17. Jahrhunderts, das nach komischen, verkaufsfähigen Werken suchte. Bis zum späten 19. Jahrhundert war das Original in das Museum of Fine Arts of Lyon gelangt, wo es zu einem Bezugspunkt für Studien zur Genremalerei der Renaissance und zur Vanitas-Symbolik wurde. Konservierungsberichte aus den Jahren 1956 und 1991 festigten zudem seinen Ruf als paradigmatisches Beispiel für Campis unkonventionelle Verschmelzung von komischem Theater, Stillleben und moralischer Allegorie.
Artist & collection
Artist
Vincenzo Campi (Italian pronunciation:; c.1530/1535–1591) was a 16th-century Italian painter working in Cremona during the Late Renaissance.













