Artwork

Portrait of a man

Portrait of a man, by Anthony van Dyck, oil, 1630
Portrait of a man, by Anthony van Dyck, oil, 1630

Portrait of a man is an oil painting by the Flemish Baroque painting artist Anthony van Dyck. It dates from 1630 and is held in the collection of the National Museum in Warsaw.

About this work

Überblick

Es befindet sich im Besitz des Rijksmuseum in Amsterdam unter der Inventarnummer SK-C-284 und wird von der Stadt Amsterdam verliehen.

Portrait of a Man ist ein Ölgemälde von Anthony van Dyck, dem flämischen Barockmeister, der zu den gefeiertsten Porträtmalern des siebzehnten Jahrhunderts zählt. Das Werk, das um 1620 datiert ist, wurde in Öl auf Leinwand ausgeführt und misst 75 mal 59 Zentimeter. Es befindet sich im Besitz des Rijksmuseum in Amsterdam unter der Inventarnummer SK-C-284 und wird von der Stadt Amsterdam verliehen. Das Gemälde verkörpert die frühe Phase von Van Dycks Karriere, als er das Atelier von Peter Paul Rubens gerade verlassen hatte und begann, seinen eigenen, charakteristischen Ansatz in der Porträtmalerei zu entwickeln. Seine Bedeutung liegt in der Demonstration von Van Dycks aufkeimender Fähigkeit, seinen Modellen aristokratische Eleganz zu verleihen und gleichzeitig einen Eindruck psychologischer Unmittelbarkeit zu erzeugen.

Motiv und Bedeutung

Das Gemälde zeigt einen nicht identifizierten Mann, obwohl eine Inschrift am oberen Rand lautet: IOHANNES BAPta FRANCK, AETATIS SVAE XXXII, was darauf hindeutet, dass es sich bei dem Dargestellten um Johannes Baptista Franck im Alter von zweiunddreißig Jahren handeln könnte. Die Beschreibung des Rijksmuseum vermerkt, dass der Dargestellte wahrscheinlich Johannes Baptista Franck war, stellt jedoch gleichzeitig fest, dass die Identität unbekannt bleibt. Das Porträt zeigt den Dargestellten in halber Länge, nach links gewandt. Van Dyck verleiht dem Motiv das, was das Museum als aristokratischen Charme und eine elegante, studierte Nachlässigkeit beschreibt. Diese kalkulierte Nonchalance, ein Markenzeichen von Van Dycks Porträtmalerei, dient dazu, den sozialen Status des Dargestellten zu erhöhen und gleichzeitig den Eindruck einer natürlichen, ungekünstelten Würde zu erwecken. Die Inschrift liefert, falls sie zutrifft, einen seltenen Beleg für eine dokumentierte Identität in Van Dycks früher Porträtmalerei, obwohl die wissenschaftliche Gewissheit über den Namen des Dargestellten weiterhin ausbleibt.

Technik und Stil

Das Werk ist in Öl auf Leinwand gemalt, einem Trägermaterial, das Van Dyck die Flexibilität bot, den lockeren, fließenden Pinselstrich zu verwenden, für den er berühmt wurde. Das Rijksmuseum stellt fest, dass der lockere Malstil den Eindruck der studierten Nachlässigkeit in der Haltung des Dargestellten unterstreicht. Diese Behandlung markiert eine Abkehr von der polierteren Finish seines Lehrers Rubens und weist auf die elegante, scheinbar mühelose Technik hin, die Van Dycks reife Porträts definieren sollte. Die Leinwand misst 75 mal 59 Zentimeter, wobei das gerahmte Objekt eine Tiefe von 10 Zentimetern aufweist. Das Gemälde wurde 1953 gereinigt, und nachfolgende technische Untersuchungen haben zum Verständnis von Van Dycks Arbeitsmethoden in dieser prägenden Phase beigetragen.

Geschichte und Provenienz

Die dokumentierte Geschichte des Gemäldes beginnt in der Sammlung von Lucien Bonaparte (1775-1840) in Paris vor 1804. Nach Bonapartes Exil wurde das Werk nach Rom verbracht, wo es am 13. Juni 1804 im Palazzo Lancellotti als Nummer 8 im Primo Salone ausgestellt und als Ritratto di Rubens, Vandik katalogisiert wurde. Zwischen 1806 und 1822 wurde es in den Palazzo Nuñez, Raum 74, verlegt. Im Jahr 1820 bot Lucien Bonaparte, zu diesem Zeitpunkt Prinz von Canino, das Gemälde der Accademia di San Luca für 2.500 Scudi an. Im Oktober 1823 folgte ein Antrag auf Ausfuhr nach Bologna und im Januar 1826 ein weiterer Antrag auf Verkauf, wobei beide es als Porträt von Rubens von Van Dyck identifizierten. Der Händler Armand-Jacques Fossard aus Paris erwarb es von Bonaparte, und bis Juli 1830 war es an den Londoner Händler John Smith übergegangen, der es als Porträt von John Baptist Franck zu einem Preis von 300 Guineas verzeichnete. Am 12. Juli 1833 verkaufte Smith es an Adriaan van der Hoop (1778-1854) aus Amsterdam für 250 Pfund Sterling. Van der Hoop vermachte das Gemälde 1854 zusammen mit 223 weiteren Werken der Stadt Amsterdam. Seit dem 30. Juni 1885 ist es von der Stadt Amsterdam an das Rijksmuseum verliehen. Das Gemälde wurde 1953 gereinigt, und technische Berichte wurden 1998 von W. de Ridder sowie 2006 von I. Verslype und L. Nijkamp erstellt.

Kontext

Dieses Porträt gehört in die Zeit unmittelbar nach Van Dycks Weggang aus Rubens' Atelier, als der junge Künstler in Antwerpen seine unabhängige Praxis etablierte. Das Rijksmuseum betont, dass Van Dyck bereits zu den gefeiertsten Porträtmalern seiner Zeit gehörte und dass seine Porträts seine Auftraggeber schmeichelhaft darstellten und ihnen eine aristokratische Präsenz verliehen. Die mögliche Identifizierung des Dargestellten als Johannes Baptista Franck verknüpft das Werk mit dem kulturellen Milieu von Antwerpen, wo Franck reportedly 1634 Direktor der Akademie war. Die gleichzeitige Aussage des Museums, dass der Dargestellte unbekannt ist, mahnt jedoch zur Vorsicht bei dieser Identifizierung. Das Werk wurde in der wissenschaftlichen Literatur diskutiert, einschließlich des Katalogs der Sammlung von Van der Hoop, und erscheint in Susan Barnes' 2004 erschienenem Werkverzeichnis von Van Dycks Gemälden. Die Fehlidentifizierung des Gemäldes als Porträt von Rubens während des Besitzes der Familie Bonaparte spiegelt die allgemeinere Tendenz wider, anonyme männliche Porträts mit berühmten Künstlern in Verbindung zu bringen, ein häufiges Phänomen in der Kunstbetrachtung des frühen neunzehnten Jahrhunderts.

Nachwirkung

Die Nachgeschichte des Gemäldes ist untrennbar mit seiner komplexen Provenienz durch einige der bedeutendsten Sammlungen Europas verbunden. Sein Weg durch die Sammlung von Lucien Bonaparte, einer der wichtigsten Zusammenstellungen von Altmeistergemälden, die während der napoleonischen Ära entstanden, zeugt von seiner anerkannten Qualität unter Kennern. Die spätere Erwerbung des Werks durch Adriaan van der Hoop, einen prominenten Amsterdamer Bankier und Sammler, sicherte ihm einen Platz in einer der bedeutendsten niederländischen Sammlungen des neunzehnten Jahrhunderts. Van der Hoops Vermächtnis an die Stadt Amsterdam im Jahr 1854 garantierte dem Gemälde einen dauerhaften Platz in den öffentlichen Sammlungen der Niederlande. Seit 1885 hat seine kontinuierliche Leihe an das Rijksmuseum es Generationen von Wissenschaftlern und Besuchern zugänglich gemacht und zum Verständnis von Van Dycks früher Entwicklung als Porträtmaler beigetragen. Das Gemälde veranschaulicht, wie ein Werk ohne sichere Identifizierung des Dargestellten dennoch durch seine künstlerische Qualität und seine dokumentierte historische Bedeutung kanonischen Status erlangen kann.

Portrait of a man in a coat with a fur collar
Portrait of a man in a coat with a fur collar, Daniel Gevril

Artist & collection

Portrait of Anthony van Dyck

Artist

Anthony van Dyck

Sir Anthony van Dyck (; Dutch: Antoon van Dijck; 22 March 1599 – 9 December 1641) was a Flemish Baroque artist, who became the leading court painter in England after success in the Spanish Netherlands and Italy.