Artwork
Hope

Hope is an oil painting by the Symbolist artist George Frederic Watts. It dates from 1894 and is held in the collection of the National Gallery.
About this work
Thema und Bedeutung
Hope ist ein allegorisches Gemälde, in dem die traditionelle Personifikation der Hoffnung durch bewusst unkonventionelle Symbolik neu interpretiert wird.
Hope ist ein allegorisches Gemälde, in dem die traditionelle Personifikation der Hoffnung durch bewusst unkonventionelle Symbolik neu interpretiert wird. Eine blinde Frau sitzt barfuß auf einem Globus und spielt eine Leier, auf der nur noch eine einzige Saite verblieben ist, während ein nahezu leerer Hintergrund lediglich einen einzelnen Stern zeigt. Anstelle der üblichen Attribute wie Blume oder Anker wählte Watts Motive, die fast vollständige Entbehrung, zerrissene Saiten, Blindheit und Isolation darstellen, um die Bedeutung des Gemäldes mehrdeutig zu gestalten. Die Komposition vermittelt Melancholie statt Optimismus: Die Figur neigt den Kopf, um die schwache Musik der letzten Saite zu vernehmen, und durchscheinende Nebel hüllen den schwebenden Globus ein, was die Atmosphäre der Verlassenheit unterstreicht. Watts entlehnte die Pose der Figur zeitgenössischen Quellen, darunter Rossettis Sirene in A Sea Spell und Albert Moores schlafende Frauen in Dreamers. Das Werk gehört zu einer Reihe allegorischer Sujets, die Watts für ein dekoratives Konzept namens House of Life entwarf, und spiegelt seine Beschäftigung mit Verlust und Unsicherheit im späten viktorianischen Großbritannien wider.
Technik und Stil
Hope ist ein Ölgemälde auf Leinwand (Quellen 1,2,5). Watts arbeitete die Farben mit weichen Pinselstrichen und fügte durchscheinende Nebel hinzu, die den schwebenden Globus umhüllen, wodurch das Werk eine zarte, atmosphärische Qualität erhält (Quelle 5). Stilistisch ist das Stück eine symbolistische Allegorie, die von der traditionellen Ikonografie abweicht: Eine blinde Frau sitzt auf einem Globus und spielt eine Leier mit nur einer verbliebenen Saite vor einem nahezu leeren Hintergrund, der lediglich von einem einzelnen Stern markiert wird (Quellen 3,4,5). Diese unkonventionelle Symbolik macht die Bedeutung mehrdeutig, während die allgemeine Stimmung eher von Melancholie und Verlassenheit geprägt ist als von offener Hoffnung (Quelle 5). Watts' Ansatz erinnert an zeitgenössische Posen, wie sie in Rossettis A Sea Spell und Albert Moores Dreamers zu sehen sind, und verknüpft das Werk mit breiteren ästhetischen und symbolistischen Strömungen der Zeit (Quellen 3,5).
Geschichte und Provenienz
Hope wurde 1886 von George Frederic Watts konzipiert und ausgeführt als Teil seiner allegorischen Serie für ein dekoratives Konzept mit dem Titel House of Life. Watts fertigte 1886 zwei Versionen an. Nachdem er die Originalversion verkauft hatte, schenkte er die zweite Version dem South Kensington Museum (heute Victoria and Albert Museum). Die erste Version wurde später von der Tate erworben, wo sie 1897 als Geschenk des Künstlers in die Sammlung aufgenommen wurde. Watts führte zudem mindestens zwei weitere Versionen für den privaten Verkauf in derselben Periode aus. George Frederic Watts schenkte 1886 die zweite Version von Hope dem South Kensington Museum (heute Victoria and Albert Museum), während er das Original verkaufte. Diese geschenkte Kopie, mit der Inventarnummer N01640, wurde später vom Künstler der nationalen Sammlung im Jahr 1897 übergeben. Heute wird sie von Tate Britain verwahrt. Bis 1938 hatte die Tate Gallery aufgehört, ihre Sammlung von Watts' Werken dauerhaft auszustellen. Das Gemälde wurde später in der Ausstellung The Age of Rossetti, Burne-Jones & Watts, Symbolism in Britain 1860-1910 im Jahr 1997 in der Tate Gallery in London gezeigt.
Nachwirkung
Obwohl das Gemälde zunächst von einigen Zeitgenossen kritisiert wurde, fand es beim Ästhetizismus aufgrund seiner Schönheit trotz der mehrdeutigen Botschaft Anklang. Massenhaft hergestellte Platinotypien und Kohleabzüge verbreiteten sich weltweit und machten das Bild weithin populär; Präsident Theodore Roosevelt zeigte beispielsweise eine Kopie in seiner Residenz Sagamore Hill. Doch zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann das Werk als sentimental zu gelten, als Watts' Ruf sank, was dazu führte, dass die Tate Gallery seine Werke 1938 aus der Dauerausstellung entfernte.
Trotz dieses künstlerischen Abfalls behielt das Bild einen erheblichen kulturellen Einfluss. Martin Luther King Jr. gründete seine Predigt Shattered Dreams von 1959 auf die Themen des Gemäldes, ein Thema, das Jeremiah Wright 1990 erneut aufgriff. Barack Obama, der Wrights Predigt gehört hatte, übernahm das Konzept für seine Keynote-Rede 2004, sein Buch The Audacity of Hope von 2006 und seine Präsidentschaftskampagne 2008.
Artist & collection
Artist
George Frederic Watts (23 February 1817 – 1 July 1904) was a British painter and sculptor associated with the Symbolist movement.


















