Artwork

Madonna and Child with Sts Catherine and Barbara

Madonna and Child with Sts Catherine and Barbara, by Master of Hoogstraeten, oil, 1500
Madonna and Child with Sts Catherine and Barbara, by Master of Hoogstraeten, oil, 1500

Madonna and Child with Sts Catherine and Barbara is an oil painting by the Northern Renaissance artist Master of Hoogstraeten. It dates from 1500 and is held in the collection of the Uffizi Gallery.

About this work

Thema und Bedeutung

Fliegende Engel über der Szene krönen die Jungfrau und unterstreichen ihre königliche Heiligkeit sowie die himmlische Dimension des Geschehens.

Das Gemälde zeigt eine sacra conversazione, die sich auf die thronende Madonna mit dem Kind unter einem kunstvollen Baldachin konzentriert, flankiert von der Heiligen Katharina von Alexandrien und der Heiligen Barbara. Katharina reicht dem Jesuskind einen Apfel, ein konventionelles Symbol der Erbsünde, das das Kind zu ergreifen sucht, eine Geste, die als Vorwegnahme seines erlösenden Opfers gedeutet wird. Die Heilige Barbara, traditionell mit dem Turm und der Eucharistie verbunden, erscheint als sekundäre Zeugin dieses Austauschs. Hinter der Gruppe entfaltet sich eine weitläufige nordisch-europäische Landschaft in der Tiefe, gerahmt von einer Loggia mit farbigen Marmorsäulen und einem Brüstungsgeländer, die die fensterartigen Hintergründe ersetzt, die in Memlings Kompositionen üblich sind. Fliegende Engel über der Szene krönen die Jungfrau und unterstreichen ihre königliche Heiligkeit sowie die himmlische Dimension des Geschehens.

Technik und Stil

Das Werk ist ein Ölgemälde auf Holztafel mit den Maßen 84 × 70 cm, datiert um 1520. Es gehört zur Tradition der Frühniederländischen Malerei und ist ein Beispiel für eine sacra conversazione, bei der Madonna und Kind unter einem kunstvoll verzierten Baldachin sitzen, flankiert von den Heiligen Katharina von Alexandrien und Barbara. Die Komposition zeigt den Einfluss von Hans Memlings strukturierter Anordnung, integriert jedoch Elemente von Hugo van der Goes, wie etwa die Engel, die Marias Krone tragen, sowie die stilisierte Pose der Madonna. Der Flug der Engel und der Ausdruck Marias spiegeln den Einfluss van der Goes wider und stehen im Kontrast zu Memlings begrenzterer Hintergrundgestaltung, die in einer weitläufigen Perspektive dargestellt ist. Die Behandlung von Raum und Detail im Gemälde zeugt von einer raffinierten Anwendung des Ölmediums, um reiche Texturen und lebhafte Farben auf der Tafeloberfläche zu erzielen.

Geschichte und Provenienz

Das Gemälde ist ein um 1520 entstandenes Ölgemälde auf Holztafel des anonymen Antwerpener Meisters, der als Meister von Hoogstraeten bekannt ist und zwischen etwa 1490 und 1530 tätig war; es wurde in Brügge geschaffen. Seine Zuschreibungsgeschichte ist komplex: Das Werk wurde lange Hugo van der Goes zugeschrieben, eine Zuschreibung, die Giovanni Battista Cavalcaselle entschieden ablehnte. Anschließend wurde es dem Künstler bekannt als Civetta zugeordnet, bevor es 1929 seine heutige Zuschreibung an den Meister von Hoogstraeten erhielt, als Max Friedländer es mit einer Tafel verglich, die sich damals in der Benda-Sammlung in Wien befand. Giorgio Faggin entwickelte später die Theorie einer Verbindung zwischen diesem Gemälde und einer Serie von Tafeln, die die Sieben Schmerzen Marias darstellen, die ursprünglich aus der Katharinenkirche in Hoogstraten stammten und sich heute im Königlichen Museum der Schönen Künste Antwerpen befinden. Das Werk wird in der Uffizien-Galerie in Florenz aufbewahrt, wo es die Maße 84 mal 70 cm hat. Das Gemälde befindet sich in der Uffizien-Galerie in Florenz und ist weiterhin Teil der Sammlung des Museums. Seine Inventar- oder Zugangsnummer ist in den verfügbaren Quellen nicht spezifiziert, jedoch ist es in den Uffizien-Registern unter dem Titel Madonna in trono tra le sante Caterina d'Alessandria e Barbara katalogisiert. Das Werk wurde als Teil der ständigen Ausstellung der Uffizien gezeigt. Obwohl spezifische temporäre Ausstellungen in den Quellen nicht detailliert beschrieben sind, wurde seine Zuschreibungsgeschichte, einschließlich der Neuzuschreibung an den Meister von Hoogstraeten im Jahr 1929, in wissenschaftlichen Kontexten diskutiert, insbesondere im Zusammenhang mit Vergleichen mit Werken aus der Benda-Sammlung in Wien und dem Königlichen Museum der Schönen Künste Antwerpen.

Kontext

Das Gemälde wurde lange Hugo van der Goes zugeschrieben, eine Zuschreibung, die Giovanni Battista Cavalcaselle entschieden ablehnte, bevor es 1929 nach Forschungen von Max Friedländer, der es mit einem Werk aus der Benda-Sammlung in Wien verglich, dem anonymen Antwerpener Meister, bekannt als Meister von Hoogstraeten, neu zugeschrieben wurde. Der Zuschreibungsprozess spiegelt breitere wissenschaftliche Debatten in der Kunstgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts wider, bei denen stilistische Analysen und vergleichende Studien von Sammlungen wie der Benda-Sammlung eine entscheidende Rolle bei der Neuzuschreibung von Werken an anonyme Meister spielten. Die Komposition des Werks, insbesondere die Verwendung eines sacra conversazione-Formats mit Figuren unter einem reich verzierten Baldachin, zeigt deutlichen Einfluss von Hans Memling, während die architektonische Raumtiefe und der Flug der Engel, die Marias Krone tragen, Verbindungen zu Hugo van der Goes offenbaren, wie sowohl in italienischen als auch in englischsprachigen Studien hervorgehoben wird. Die stilistische Synthese des Gemäldes frühniederländischer Techniken, einschließlich detaillierter symbolischer Gesten wie der Heiligen Katharina, die dem Jesuskind einen Apfel zur Darstellung der Erlösung reicht, sowie die innovative Verwendung der Perspektive mit einer Weitwinkelperspektive, die sich in eine nordische Landschaft erstreckt, unterstreichen seine Bedeutung für die Entwicklung der Andachtsbilder im frühen 16. Jahrhundert.

Madonna and Child with Saints Catherine and Barbara
Madonna and Child with Saints Catherine and Barbara, Master of Hoogstraeten

Artist & collection

Portrait of Master of Hoogstraeten

Artist

Master of Hoogstraeten

The Master of Hoogstraeten (c. 1475 – c. 1530) is the Notname given to a Flemish painter or a collective of painters active in Antwerp in the early 16th century. The master created principally religious paintings and is…

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