Artwork
Triumph of Bacchus

Triumph of Bacchus is an oil painting by the Flemish Baroque painting artist Michaelina Wautier. It dates from 1655 and is held in the collection of the Kunsthistorisches Museum.
About this work
Es ist eine große Leinwand, gefüllt mit einem lebhaften Umzug, angeführt vom trunkenen Gott Bacchus.
Michaelina Wautier malte den Triumph des Bacchus um 1655 in Öl. Es ist eine große Leinwand, gefüllt mit einem lebhaften Umzug, angeführt vom trunkenen Gott Bacchus. Die Szene wimmelt von Menschen, Satyrn und Tieren.
Was auffällt, ist die Anzahl nackter männlicher Figuren, für eine Künstlerin damals selten. Wautier packte die Szene mit Bewegung und Farbe voll und ließ das Chaos freudvoll wirken.
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Sujet und Bedeutung
Das Gemälde zeigt den trunkenen römischen Gott Bacchus auf einer Schubkarre liegend während eines Triumphzuges, umgeben von Schwärmern, Satyrn und Tieren. Anders als in traditionellen Bacchanal-Szenen, in denen die Gottheit von Großkatzen gezogen oder von weiblichen Anhängern begleitet wird, präsentiert Wautier Bacchus in einem von einem Satyr geschobenen Gefährt, während eine Figur Traubensaft direkt in seinen offenen Mund presst. Die Komposition betont auffällig nackte männliche Figuren, was für eine Künstlerin des 17. Jahrhunderts eine bedeutende Abkehr von der Konvention darstellt. Dieser Fokus auf die männliche Form, zusammen mit der verhüllten Leiste des Gottes und einer Ziege zu Füßen der Künstlerin, führt Themen der Wollust ein und kommentiert die Fähigkeit von Frauen, den männlichen Akt darzustellen. Ein Selbstporträt der Künstlerin erscheint ganz rechts als abgehobene weibliche Figur, die direkt in die Augen des Betrachters blickt, im Kontrast zur umgebenden Euphorie.
Technik und Stil
Ausgeführt in Öl auf Leinwand, misst diese horizontale Komposition 271,5 cm mal 355,5 cm. Das Werk zeigt einen mythologischen Zug mit dem trunkenen Bacchus im Zentrum, der auf einer von einem Satyr geschobenen Schubkarre liegt, was von der traditionellen Ikonografie abweicht, die gewöhnlich einen von Großkatzen gezogenen Wagen zeigt. Stattdessen legt Wautier ein Leopardenfell über den Schoß des Gottes und betont zahlreiche nackte männliche Figuren, eine kühne Entscheidung angesichts der zeitgenössischen Einschränkungen für Künstlerinnen beim Studium des männlichen Körpers. Die Szene umfasst einen Mann, der Traubensaft in Bacchus' Mund gießt, und einen Esel, der auf die Anwesenheit des Silenus hinweist. Ganz rechts blickt eine Frau in Rosa mit entblößter Brust direkt auf den Betrachter, identifiziert als Selbstporträt der Künstlerin, abgehoben von der umgebenden Schwelgerei. Die Komposition ist bekannt für ihre sinnlichen Untertöne, darunter die verhüllte Leiste der zentralen Figur und eine Ziege als Symbol der Wollust.
Geschichte und Provenienz
Michaelina Wautier malte den Triumph des Bacchus zwischen 1650 und 1656, wobei häufig das Jahr 1655 als Entstehungsdatum genannt wird. Das Werk wurde wahrscheinlich von Erzherzog Leopold Wilhelm für seine umfangreiche Kunstsammlung in Brüssel in Auftrag gegeben, wo die Künstlerin lebte. Bis 1659 war das Gemälde im Inventar des Erzherzogs dokumentiert, obwohl es damals dem Künstler "von N. Woutiers" zugeschrieben wurde. Der Eintrag von 1659 führte außerdem drei weitere Werke der Künstlerin unter dem Namen "Magdalena Woutiers" auf, was zu historischer Verwirrung darüber führte, ob diese Namen eine Person oder zwei Schwestern bezeichneten. Dieses Zuschreibungsproblem bestand bis 1967, als Günther Heinz, Konservator am Kunsthistorischen Museum, durch Handschriftenanalyse bestätigte, dass alle vier Werke von derselben Hand ausgeführt wurden, wodurch Michaelina Wautier endgültig als Schöpferin etabliert wurde. Das Gemälle befindet sich weiterhin im Bestand des Kunsthistorischen Museums in Wien.
Der Triumph des Bacchus befindet sich in der Sammlung des Kunsthistorischen Museums in Wien. Das Werk gelangte durch die Sammlung von Erzherzog Leopold Wilhelm in den Museumsbestand und erscheint in einem 1659 erstellten Inventar seiner Vermögenswerte. In dieser frühen Aufzeichnung wurde das Gemälde dem Künstler "von N. Woutiers" zugeschrieben, was die historische Verwirrung bezüglich des Namens der Künstlerin widerspiegelt, bevor Günther Heinz 1967 die Autorschaft von Michaelina Wautier auf Grundlage von Handschriftenanalyse bestätigte. Obwohl das Gemälde ein zentrales Stück des weltlichen Bestands des Museums ist, nennen die vorliegenden Quellen keine spezifischen temporären Ausstellungen oder Leihgaben außerhalb seiner permanenten Präsentation in Wien.
Kontext
Als größtes und bedeutendstes Werk Michaelina Wautiers angesehen, wird das Gemälde für seine unkonventionelle Komposition gefeiert, insbesondere die Betonung nackter männlicher Figuren. Diese Wahl diente als direkter Kommentar zu zeitgenössischen Debatten über die Fähigkeit von Frauen, den männlichen Akt korrekt wiederzugeben, eine Fertigkeit, die Wautier wahrscheinlich durch Vertrautheit mit ihren acht Brüdern erlangt hatte. Die Originalität des Werks, das von der traditionellen Ikonografie abweicht, indem es weibliche Anhänger durch Männer und eine Schubkarre durch einen Streitwagen ersetzt, deutet darauf hin, dass die Künstlerin nur minimale Anleitung erhalten hatte, falls sie von Erzherzog Leopold Wilhelm in Auftrag gegeben wurde.
Historisch gesehen entstand Zuschreibungsverwirrung durch die austauschbare Verwendung der Namen Michaelina und Magdalena in Inventaren des 17. Jahrhunderts, was einige Gelehrte des 19. Jahrhunderts fälschlich dazu verleitete, zwei separate Schwestern anzunehmen. Dieser Fehler wurde 1967 endgültig korrigiert, als der Konservator Günther Heinz durch Handschriftenanalyse bestätigte, dass das Werk und andere Stücke in der Wiener Sammlung von derselben Hand ausgeführt wurden, wodurch Wautiers einzigartige Autorschaft gesichert wurde.
Artist & collection
Artist
Michaelina Wautier, also Woutiers (c. 1614–1689), was a painter from the Southern Netherlands. Only since the start of the 21st century has her work been recognized as that of the outstanding female artist of Flemish…















