Artwork
Madonna Enthroned

Madonna Enthroned is an oil painting by the Northern Renaissance artist Quinten Metsys. It dates from 1520 and is held in the collection of the Gemäldegalerie Berlin.
About this work
Überblick
Auch als Buttermadonna bekannt, zeigt das Bild die Jungfrau Maria mit dem Kind, die auf einem kunstvoll gestalteten architektonischen Thron sitzen.
Madonna Enthroned ist ein religiöses Gemälde des flämischen Renaissance-Künstlers Quinten Metsys, das um 1520 entstand. Das Werk, in Öl auf Eichenholztafel ausgeführt, misst 135 cm in der Höhe und 90 cm in der Breite. Auch als Buttermadonna bekannt, zeigt das Bild die Jungfrau Maria mit dem Kind, die auf einem kunstvoll gestalteten architektonischen Thron sitzen. Es gehört zu Metsys' reifer Schaffensphase, in der er mehrere intime Varianten der Jungfrau mit dem Kind schuf. Das Werk befindet sich derzeit in der Gemäldegalerie in Berlin.
Thema und Bedeutung
Das Gemälde zeigt die Jungfrau Maria, die auf einem steinernen Thron sitzt und das nackte Christuskind auf dem Schoß hält. Sie stützt seinen Körper mit der rechten Hand und berührt sein Gesicht mit der linken, während das Kind ihr in einer gegenseitigen Geste entgegenreicht. Der Thron ist eine aufwendige gotische Struktur mit kunstvoller Maßwerkverzierung und Säulen, die die Figuren symmetrisch rahmt und auf Marias Status als Königin des Himmels anspielt. Durch seitliche Öffnungen in der Architektur ist eine Landschaft mit Bäumen, Gebäuden und fernen Bergen zu erkennen. Links steht ein kleiner Tisch mit einem runden Laib Brot, einer Schale mit Früchten und einem weißen Tuch. Die Jungfrau trägt einen voluminösen roten Mantel mit Goldbesatz über einem blauen Kleid mit weißen Ärmeln, ihr Haar ist von einem durchsichtigen Schleier bedeckt. Die gesättigten Farben, insbesondere die dominierenden Rottöne und tiefen Blautöne, unterstreichen die feierliche und königliche Atmosphäre der Szene.
Technik und Stil
Metsys führte das Werk in Öl auf Eichenholztafel aus und nutzte eine glatte Oberfläche, die präzise Details bei der Wiedergabe von Gewändern, Architektur und fernen Landschaftselementen ermöglicht. Die Komposition ist symmetrisch und frontal angelegt, wobei der architektonische Thron die zentralen Figuren rahmt. Das Licht fällt gleichmäßig auf die Szene und modelliert Gesichter und Gewänder mit weichen Schatten. Metsys' Behandlung der Gewänder zeigt seine charakteristische Kombination aus scharfen Falten und sanften tonalen Abstufungen. Dieser Ansatz spiegelt seine Synthese der flämischen Tradition des minutiösen Naturalismus mit italienisierenden Elementen wider, insbesondere die Solidität der Figuren und das von Leonardo da Vinci übernommene Sfumato-Verfahren, das er abschwächte, um den charakteristisch nordischen Farbglanz zu bewahren.
Geschichte und Provenienz
Das Gemälde stammt aus der Zeit um 1520, wobei einige Quellen einen Zeitraum bis 1525 oder 1530 angeben. Es ist als Buttermadonna bekannt, ein Werk aus den 1520er Jahren, das in die Sammlung der Gemäldegalerie in Berlin gelangte, wo es sich bis heute befindet. Der breitere Kontext von Metsys' Madonna-Kompositionen aus dieser Periode offenbart eine bedeutende Provenienzgeschichte für verwandte Werke, insbesondere die Madonna mit den Kirschen. Diese Komposition erlangte solchen Ruhm, dass sie in Willem van Haechts Gemälde Die Galerie des Cornelis van der Geest von 1628 dargestellt wurde, das den Sammler zeigt, wie er ein Angebot von Erzherzog Albrecht VII. von Österreich ablehnt, das Metsys-Werk zu kaufen.
Kontext
Quinten Metsys, geboren um 1465 in Löwen, wurde nach seinem Eintritt in die Malergilde 1491 zum führenden Meister Antwerpens. Zu Beginn seiner Karriere malte er im Stil früherer niederländischer Meister wie Jan van Eyck und Hans Memling, deren Einfluss in den etablierten Konventionen der thronenden Madonna-Komposition deutlich wird. In den 1520er Jahren begann Metsys, italienisierende Elemente in seine Kunst aufzunehmen und nordische Präzision mit italienischen Kompositionsprinzipien zu verbinden. Sein Haus in Antwerpen beherbergte eine beeindruckende Gemäldesammlung, die Albrecht Dürer 1520 besuchte. Metsys war die Gründungsfigur der Antwerpener Malerschule, und seine religiösen Werke wurden von seinen Zeitgenossen hoch geschätzt, weil sie flämischen Naturalismus mit der Monumentalität und Weichheit italienischer Renaissance-Vorbilder verbanden.
Vermächtnis
Metsys' religiöse Gemälde, insbesondere seine Madonna-Kompositionen, hinterließen einen nachhaltigen Einfluss auf die Antwerpener Schule und ihre späteren Meister, darunter Peter Paul Rubens und Anthony van Dyck. Die thronende Madonna stellt eine der traditionellsten Kompositionen der niederländischen Malerei dar, und Metsys' spätere Versionen zeigen, wie der gealterte Meister innerhalb dieser etablierten Konventionen arbeitete und gleichzeitig innovative Elemente einführte. Seine Synthese aus nordischer Detailgenauigkeit und italienisierender Weichheit beeinflusste die Entwicklung der Antwerpener Malerei. Der Ruhm seiner Madonnenwerke hielt über Jahrhunderte an, wie die Darstellung von Willem van Haecht aus dem Jahr 1628 dokumentiert, in der solche Gemälde als geschätzte Mittelpunkte elitärer Kunstkammern-Sammlungen gezeigt werden, die von Regenten und Sammlern gleichermaßen bewundert wurden.
Artist & collection
Artist
Quentin Matsys (UK: MAT-sysse, US: MAHT-sysse; also Massys or Metsys; Flemish: Quinten Matsijs; 1466–1530) was a Flemish painter in the Early Netherlandish tradition.


















