Artwork
Portrait of the Painter's Two Daughters

Portrait of the Painter's Two Daughters is an oil painting by the Rococo painting artist Thomas Gainsborough. It dates from 1758 and is held in the collection of the Victoria and Albert Museum.
About this work
Übersicht
Portrait of the Painter's Two Daughters ist ein 1758 von Thomas Gainsborough gemaltes Ölgemälde auf Leinwand, das seine Töchter Mary und Margaret Gainsborough zeigt. Das Werk mit den Maßen 40,6 mal 61,6 cm besteht aus zwei vertikal verbundenen Leinwänden und wird im Victoria and Albert Museum in London unter der Inventarnummer F.9 aufbewahrt. Es gehört zu einer bedeutenden Serie von mindestens sechs Doppelporträts, die Gainsborough zwischen etwa 1756 und 1770 von seinen Töchtern anfertigte, und bietet einen seltenen Einblick in das Privatleben des Künstlers sowie sein anhaltendes künstlerisches Engagement gegenüber seiner Familie. Das Gemälde zählt zu den frühesten und intimsten Dokumenten der väterlichen Zuneigung Gainsboroughs und entstand in einer entscheidenden Phase kurz vor dem Umzug des Künstlers von Suffolk nach Bath im Jahr 1759, wo er seine bedeutende Porträtpraxis etablieren sollte.
Darstellung und Bedeutung
Die Komposition erinnert, wie das Victoria and Albert Museum bemerkt, an Anthony van Dycks Kinderporträts durch ihre leicht melancholische Süße.
Das Gemälde zeigt Mary Gainsborough, geboren um 1748, und Margaret Gainsborough, geboren um 1752, im Alter von etwa zehn bzw. sechs Jahren. Mary befindet sich auf der linken Seite des Betrachters und wird durch ihr reiferes Auftreten als die Ältere identifiziert, während Margaret das rechte Panel einnimmt. Die Mädchen werden in enger geschwisterlicher Nähe dargestellt, verbunden durch Marys Arm, der sich nach oben streckt, um auf Margarets Haar zu ruhen, das kurz geschnitten gewesen sein muss, um unter einer Haube Platz zu finden. Mary wendet sich im Dreiviertelprofil nach rechts, mit zurückgebundenem braunem Haar, das mit einer kleinen rosafarbenen Schleife geschmückt ist, und trägt ein goldbraunes Kleid mit tiefem Ausschnitt. Margaret blickt nach vorne, den Kopf leicht nach links gedreht, ihr Haar in ein hellgelbes oder cremefarbenes Tuch gewickelt, und trägt ein ähnliches goldbraunes Gewand. Die Komposition erinnert, wie das Victoria and Albert Museum bemerkt, an Anthony van Dycks Kinderporträts durch ihre leicht melancholische Süße. Der dunkle, locker gemalte Hintergrund in Brauntönen und gedämpften Grüntönen eliminiert jede erkennbare Umgebung und lenkt die Aufmerksamkeit vollständig auf die psychologische Präsenz der Dargestellten und die Bindung zwischen ihnen. Die zurückhaltende Palette warmer Fleischtöne, Goldfarben und dunkler Umbertöne trägt zu einer Atmosphäre zarter Intimität bei, die eher auf Innigkeit als auf formale Prachtentfaltung abzielt.
Technik und Stil
Gainsborough führte das Werk in Öl auf zwei verbundenen Leinwänden aus, eine strukturelle Besonderheit, die als vertikale Naht zwischen den Panels sichtbar ist. Die Gesamtabmessungen von 40,6 mal 61,6 cm machen dies zu einem relativ bescheidenen, intimen Porträt. Das Licht fällt sanft von links und erzeugt eine zarte Modellierung auf den Wangen und Hälsen der Mädchen. Die Pinselführung ist bemerkenswert flüssig und sichtbar, insbesondere im Hintergrund und bei der Kleidung, während die Gesichter glatter und raffinierter bearbeitet sind. Diese unterschiedliche Behandlung, rauher in der Umgebung und polierter in den physiognomischen Details, ist charakteristisch für Gainsboroughs Arbeitsweise und trägt zum weichen, atmosphärischen Finish bei. Die Farboberfläche zeigt durchgängig feine Risse, was seinem Alter und Medium entspricht. Die warme, zurückhaltende Palette und das Hervortreten der Figuren aus einem dunklen, undefinierten Raum belegen Gainsboroughs frühe Meisterschaft in der tonalen Harmonie sowie seine Fähigkeit, psychologische Tiefe durch atmosphärische Mittel statt durch präzise Details zu erzeugen.
Geschichte und Provenienz
Das Gemälde entstand 1758, ein Datum, das durch stilistische Analyse und das scheinbare Alter der Dargestellten gestützt wird. Dies verortet es in Gainsboroughs Suffolk-Periode, kurz vor seinem Umzug nach Bath im Jahr 1759. Das Werk gelangte 1876 durch das Vermächtnis von John Forster in das Victoria and Albert Museum. Forster, ein prominenter viktorianischer Sammler und Biograf, war eine bedeutende Figur in den literarischen Kreisen Londons, und seine Sammlung trug erheblich zu den öffentlichen Kunstbeständen in Großbritannien bei. Das Gemälde ist unter der Inventarnummer F.9 katalogisiert. Obwohl die spezifische Ausstellungsgeschichte dieses einzelnen Werks in den verfügbaren Quellen nicht detailliert beschrieben ist, waren verwandte Gainsborough-Familienporträts in wichtigen Ausstellungen zu sehen, darunter Gainsborough's Family Album in der National Portrait Gallery in den Jahren 2018-2019, die das anhaltende Engagement des Künstlers gegenüber seiner unmittelbaren Familie als Sujet untersuchte.
Kontext
Das Porträt entsteht aus einer Phase intensiver familiärer Fokussierung in Gainsboroughs Karriere. Zwischen etwa 1756 und 1770 malte er mindestens sechs Doppelporträts von Mary und Margaret, was sie zu seinen am häufigsten dargestellten Sujets macht. Diese anhaltende Aufmerksamkeit spiegelt sowohl väterliche Hingabe als auch berufliche Umstände wider: Gainsborough fertigte diese Familienwerke für sich selbst an, frei von Auftragszwängen, und einige blieben unvollendet, was darauf hindeutet, dass sie eher Labore für Experimente als in Auftrag gegebene Produktionen waren. Die Erziehung der Mädchen an der Blacklands School in Chelsea, wo sie Zeichnen lernten, und Margarets spätere musikalische Begabung prägten das kulturelle Milieu dieser Porträts. Der Kreis des Künstlers umfasste Musiker wie Johann Christian Bach und Carl Friedrich Abel, und Mary heiratete später 1780 den Oboisten Johann Christian Fischer, obwohl sich die Ehe als kurz und unglücklich erwies. Gainsboroughs Familienporträts nehmen einen besonderen Platz in der britischen Kunst ein und bieten eine Alternative zu seinen öffentlichen Porträts aristokratischer Auftraggeber. Sie weisen auf spätere romantische Interessen an Kindheit, individueller Psychologie und der privaten Welt des Künstlers voraus. Die von Gelehrten identifizierte melancholische Süße verbindet diese Werke mit dem Einfluss van Dycks auf die britische Porträtmalerei, während ihre informelle Intimität auf neue Richtungen im Genre hinweist.
Nachwirkung
Das Porträt hat sich als zentrales Dokument von Gainsboroughs persönlichem Leben und als Ankerpunkt zum Verständnis seiner künstlerischen Prioritäten bewährt. Das Schicksal der Dargestellten, Mary und Margaret, fügt seiner Rezeption eine ergreifende Dimension hinzu: Marys psychische Erkrankung und die spätere Wiederaufnahme des Zusammenlebens der Schwestern nach dem Tod ihres Vaters 1788, wobei Margaret als Pflegerin und Beschützerin Marys bis zu ihrem eigenen Tod 1820 fungierte, haben spätere Deutungen der melancholischen Atmosphäre des Werkes geprägt. Der Einfluss des Gemäldes erstreckt sich durch Reproduktionen und wissenschaftliche Aufmerksamkeit; eine Chromolithografie nach dem Werk wurde 1909 von The Medici Society veröffentlicht und gelangte in die Sammlung der National Portrait Gallery. Weiter gefasst haben Gainsboroughs Familienporträts in der kunsthistorischen Forschung an Bedeutung gewonnen als Beleg für die private Sensibilität des Künstlers und als Fallstudien an der Schnittstelle familiärer Zuneigung und künstlerischer Praxis. Das Werk bleibt im Victoria and Albert Museum, für Forscher und die Öffentlichkeit zugänglich, und trägt weiterhin zum Verständnis der britischen Porträtmalerei des mittleren 18. Jahrhunderts, der Darstellung von Kindheit und der autobiografischen Strömung in Gainsboroughs Œuvre bei.
Artist & collection
Artist
Thomas Gainsborough (; 14 May 1727 (baptised) – 2 August 1788) was an English painter, draughtsman and printmaker who specialised in portrait and landscape painting.


















