Artwork
Portrait of Karl F. Toll (1777-1842)

Portrait of Karl F. Toll (1777-1842) is an oil painting by the French Romanticist artist Unknown. It dates from 1822 and is held in the collection of the Hermitage Museum. The Portrait of Karl F.
About this work
Überblick
Das Werk mit den Maßen 70 mal 62,5 cm zeigt den baltisch-deutschen Aristokraten und kaiserlich-russischen General Karl Wilhelm von Toll.
Portrait of Karl F. Toll (1777-1842) ist ein Ölgemälde auf Leinwand, das um 1822 von der Werkstatt von George Dawe geschaffen wurde. Das Werk mit den Maßen 70 mal 62,5 cm zeigt den baltisch-deutschen Aristokraten und kaiserlich-russischen General Karl Wilhelm von Toll. Das Gemälde gehört zur umfangreichen Militärgalerie des Winterpalasts im Staatlichen Eremitage-Museum in St. Petersburg, wo es bis heute unter der Inventarnummer 39248 verwahrt wird. Das Porträt ist ein Ergebnis des groß angelegten kaiserlichen Auftrags zur Dokumentation der führenden Militärführer, die während der Napoleonischen Kriege die russischen Streitkräfte anführten.
Motiv und Bedeutung
Das Motiv ist Karl Wilhelm von Toll, ein angesehener kaiserlich-russischer Infanteriegeneral, der in zahlreichen Feldzügen gegen napoleonische Truppen diente. Er ist als Büstenfigur dargestellt, die leicht nach links gewandt ist und den Betrachter mit direktem Blickkontakt ansieht. Seine dunkelblaue oder schwarze Militäruniform weist einen hohen Kragen mit roter Paspelierung, schwere goldene Fransen-Epauletten sowie kunstvolle silberne Blattwerk-Stickereien auf. Die Ikonografie betont seinen hohen Rang und seine Feldzugsauszeichnungen durch die prominente Darstellung goldgeflochtener Schnüre, die seine Brust kreuzen, sowie sternförmige Abzeichen, kreuzförmige Medaillen und ein schwarz-weiß-rotes gestreiftes Band. Diese Elemente kodifizieren visuell seinen Status und seine Dienste für das Russische Kaiserreich.
Technik und Stil
In Öl auf Leinwand ausgeführt, demonstriert das Gemälde die Arbeitsteilung, die für Dawes geschäftige Werkstatt typisch ist. Das Gesicht wurde mit glatter, verblendeter Pinseltechnik gemalt, um eine lebensechte, naturalistische Darstellung zu erreichen, während die metallischen und dekorativen Elemente der Uniform texturierter und präziser behandelt wurden, um die reflektierenden Eigenschaften der goldenen Ausrüstungsgegenstände und der silbernen Stickereien einzufangen. Das Licht fällt gleichmäßig von links ein und beleuchtet das Gesicht des Generals sowie die glänzenden Dekorationen vor einem schlichten, warmbraunen Hintergrund, der in Schatten übergeht. Die gesamte Farbpalette ist ernsthaft, doch reichhaltig, dominiert von tiefen Blautönen, warmen Goldtönen und erdigen Brauntönen. Die Farboberfläche weist im gesamten Bereich feine Rissbildungen auf.
Geschichte und Provenienz
Das Porträt wurde im Rahmen des Projekts von Zar Alexander I. in Auftrag gegeben, die Helden der Napoleonischen Kriege in der Militärgalerie des Winterpalasts zu würdigen. Datierungsschätzungen verorten den Beginn um 1822, wobei die Fertigstellung spätestens 1825 erfolgte. Obwohl die interne Museumsklassifizierung den Künstler als unbekannt aufführt, schreiben institutionelle und archivarische Aufzeichnungen das Werk George Dawe und seiner Werkstatt zu. Das Gemälde verblieb in der Sammlung des Winterpalasts und wird derzeit vom Staatlichen Eremitage-Museum in St. Petersburg verwahrt.
Kontext
Dieses Porträt gehört in den weiteren Kontext der Militärgalerie, eines monumentalen Auftrags, der von George Dawe und seinen Assistenten überwacht wurde, um die Generäle zu malen, die während der Feldzüge von 1812 bis 1815 die russischen Truppen kommandierten. Die Aufnahme von Karl von Toll spiegelt seine bedeutenden militärischen Beiträge wider, darunter seine Rolle als Generalquartiermeister der Ersten Armee während der Evakuierung Moskaus im Jahr 1812 sowie seine Dienste bei Austerlitz, Leipzig und Paris. Die Abhängigkeit von Werkstattunterstützung war für Dawe üblich, der hunderte solcher Porträts anfertigte, um den kaiserlichen Auftrag zu erfüllen, wobei die genaue Dokumentation von Rang und Insignien Vorrang vor hoch individualisierter künstlerischer Expression hatte.
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