Artwork
Martyrdom of the Ten Thousand

Martyrdom of the Ten Thousand is an oil painting by the Northern Renaissance artist Albrecht Dürer. It dates from 1508 and is held in the collection of the Kunsthistorisches Museum.
About this work
Das Gemälde heißt Martyrdom of the Ten Thousand von Albrecht Dürer.
Es wurde 1508 geschaffen.
Der Künstler signierte das Gemälde auf einer Kartusche, einem dekorativen Element, und fügte das Jahr sowie seinen Namen in Latein hinzu.
Dieses Detail zeigt die Sorgfalt des Künstlers für sein Werk.
Mehr über diese Kunstgattung erfahren Sie im Kunsthistorischen Museum.
Sujet und Bedeutung
Ihre gelassene Haltung kontrastiert scharf mit der umgebenden Folter und rahmt die Szene als theologischen Dialog über Glaube und Zeugenschaft.
Das Gemälde illustriert die legendäre Martyrium von zehntausend christlichen Soldaten auf dem Berg Ararat, das auf Befehl des römischen Kaisers Hadrian (oder alternativ Antoninus Pius oder Diokletian) durch den persischen König Schapur vollstreckt wurde. Dürer aktualisiert den historischen Erzählstrang, indem er den persischen Herrscher und seine Henker in zeitgenössischer osmanischer Tracht mit Turbanen und farbenprächtigen Gewändern darstellt. Die Komposition fungiert als dichtes Wimmelbild, das ein chaotisches Szenario gewalttätiger Akte zeigt: Kreuzigungen, Enthauptungen, Steinigungen und das Stürzen von Opfern von Klippen auf dornige Büsche.
Inmitten dieses makabren Schauspiels stehen zwei in Schwarz gekleidete Figuren ruhig im Zentrum: ein Selbstbildnis Dürers, das eine signierte Kartusche hält, und der Humanist Conrad Celtes. Ihre gelassene Haltung kontrastiert scharf mit der umgebenden Folter und rahmt die Szene als theologischen Dialog über Glaube und Zeugenschaft. Die Einbeziehung spezifischer Martyriummethoden, wie etwa die Fesselung eines Bischofs anstelle der in Dürers früherem Holzschnitt gezeigten Augenausweidung, spiegelt den Auftragszusammenhang mit der Reliquiensammlung Friedrichs des Weisen in Wittenberg wider.
Technik und Stil
Das 1508 entstandene Werk ist ein Ölgemälde, das ursprünglich auf Holztafel geschaffen wurde. Aufgrund seines schlechten Zustands im 19. Jahrhundert unterzog sich das Kunstwerk einem komplexen technischen Verfahren zur Übertragung der Farbschicht vom ursprünglichen Holzträger auf Leinwand. Die Komposition zeigt eine überfüllte, komplizierte Szene in einer felsigen Waldlandschaft mit knorrigen Bäumen und dichtem Unterholz, ein stilistischer Entscheid, der für den Künstler eher ungewöhnlich ist, aber an die Donauschule erinnert. Dürer bevölkert die Leinwand mit zahlreichen Figuren, die in verschiedenen Akten des Martyriums verwickelt sind, und ordnet sie mit einer kalibrierten Präzision an, die dem makabren Sujet das Erscheinungsbild einer eleganten Miniatur oder eines choreografierten Balletts verleiht. Die leuchtende Farbgebung und der reiche Detailreichtum mildern den Schrecken der dargestellten Folterungen, während die zentralen Figuren, zeitgenössisch in Schwarz gekleidet, gelassen im Chaos stehen und eine deutliche Trennung zwischen den Beobachtern und der gewalttätigen Erzählung schaffen.
Geschichte und Provenienz
Das Gemälde wurde von Friedrich III., Kurfürst von Sachsen, Dürers Mäzen seit 1496, für die neu erbaute Allerheiligenkirche (Schlosskirche) in Wittenberg in Auftrag gegeben, die Friedrichs Reliquiensammlung beherbergte und ab 1502 als Universitätskirche der Leucorea diente. Friedrich wählte das Sujet persönlich aus, weil seine Sammlung Reliquien der Zehntausend Märtyrer umfasste. Dürer erhielt für das Werk 280 Florins, eine Transaktion, die wiederholt in seiner Korrespondenz mit Jakob Heller aus Frankfurt erwähnt wird. Die Tafel ist auf einer Kartusche signiert und datiert, die das Selbstbildnis des Künstlers hält: "Iste faciebat Ano Domini 1508 Albertus Dürer Aleman." Später wurde das Gemälde aufgrund der Zerstörung des ursprünglichen Holzträgers im 19. Jahrhundert auf Leinwand übertragen. Die in Wikidata dokumentierte Provenienz nennt als aufeinanderfolgende Besitzer Friedrich III. von Sachsen, Antoine Perrenot de Granvelle und Kaiser Rudolf II., bevor das Werk in das Kunsthistorisches Museum in Wien gelangte, wo es heute neben einer historischen Kopie von Johann Christian Ruprecht aus dem Jahr 1653 zu sehen ist. Das Gemälde befindet sich in der Sammlung des Kunsthistorischen Museums in Wien, Österreich. Ursprüng, which originally auf Holztafel ausgeführt wurde, wurde das Werk im 19. Jahrhundert aufgrund seines sich verschlechternden Zustands auf Leinwand übertragen. Das Stück misst 99 mal 87 Zentimeter und trägt eine Signatur auf einer Kartusche, die das Selbstbildnis des Künstlers hält, die das Fertigstellungsjahr 1508 datiert. In Auftrag gegeben von Friedrich III., Kurfürst von Sachsen, war das Kunstwerk für die Allerheiligenkirche in Wittenberg bestimmt, um die umfangreiche Reliquiensammlung des Herrschers zu ergänzen. Die historische Korrespondenz zwischen Dürer und Jakob Heller dokumentiert die Transaktion und vermerkt, dass der Künstler eine Zahlung von 280 Florins für den Auftrag erhielt.
Kontext
Die Forschung hat die vielschichtige Funktion des Gemäldes im Rahmen des Reliquienkults und der humanistischen Kultur in Wittenberg betont. Anja Grebe interpretiert die dichte Komposition als visuelles Kompendium, das die Reliquiensammlung der Kirche, die den Zehntausend Märtyrern geweiht war, evoziert, während Heike Schlie argumentiert, es habe als Surrogat während Heiltumsweisungen gedient und die Zeugenschaft der Reliquien in der rituellen Präsentation aktiviert.
Die Rezeption des Werks hängt auch von Dürers Selbstbildnis zusammen mit Conrad Celtes ab, dessen Identität als die zweite zentrale Figur von Panofsky und Klauner gestützt wird. Ihre gelassene Distanz inmitten des Gemetzels wurde als humanistische Meditation über Glaube und die Fähigkeit der Kunst gelesen, historische Gewalt zu rahmen, was sich mit der Mäzenatentätigkeit Maximilians I. für eine politisch resonante deutsche Renaissance verbindet.
Artist & collection
Artist
Albrecht Dürer spent his life in Nuremberg, a busy German city where artists traded prints like currency.
![Madonna and Child [obverse], by Albrecht Dürer](https://artifactworldgallery.com/img/albrecht-durer--madonna-and-child-obverse--d7b8ebf05d22ebe5-w320.webp)


![Lot and His Daughters [reverse], by Albrecht Dürer](https://artifactworldgallery.com/img/albrecht-durer--lot-and-his-daughters-reverse--b4ebf9b282faa17a-w320.webp)












