Artwork

Diana and a Nymph Surprised by a Satyr

Diana and a Nymph Surprised by a Satyr, by Anthony van Dyck, oil, 1622
Diana and a Nymph Surprised by a Satyr, by Anthony van Dyck, oil, 1622

Diana and a Nymph Surprised by a Satyr is an oil painting by the Flemish Baroque painting artist Anthony van Dyck. It dates from 1622 and is held in the collection of the Museo del Prado.

About this work

Sujet und Bedeutung

Seine ausgestreckte Finger weist den Blick des Betrachters auf Dianas entblößte Gestalt und betont ihre Verletzlichkeit sowie das Begehren des Eindringlings.

Das Gemälde zeigt die römische Göttin Diana und eine Nymphe, die nach der Jagd in einer Waldlandschaft schlafen, unterbrochen von einem lüsternen Satyr. Diana liegt fast nackt auf einem Fellpeltz, ihre Jagdattribute, Bogen, Köcher und Pfeile, liegen neben ihren Füßen zusammen mit einem schlafenden Hund, während Jagdbeute in der Nähe ruht. Der Satyr, rechts positioniert, betrachtet die Göttin mit lüsternem Ausdruck, seine Zunge herausgestreckt und eine Hand ausgestreckt zur purpurnen Draperie, die ihren Unterkörper bedeckt. Seine ausgestreckte Finger weist den Blick des Betrachters auf Dianas entblößte Gestalt und betont ihre Verletzlichkeit sowie das Begehren des Eindringlings. Diese Komposition erforscht Themen des Voyeurismus und der Verletzung der Keuschchaft, indem sie die Unschuld der schlafenden Figuren mit der offenen Sexualität des Satyrs kontrastiert. Das Werk wurde historisch fälschlich als Darstellung des Endymion identifiziert aufgrund eines Katalogisierungsfehlers von 1857, doch eine Neubetrachtung im Jahr 2002 bestätigte, dass die zweite Figur weiblich ist, und stellte die korrekte mythologische Erzählung von Diana, überrascht von einem Satyr, wieder her.

Technik und Stil

Entstanden zwischen 1622 und 1627, ist dieses Werk ein Ölgemälde auf Leinwand mit den Maßen 144 mal 163 cm. Die Komposition ist horizontal angelegt und zeigt eine mythologische Szene, in der ein Satyr den Schlaf von Diana und ihrer Nymphe nach der Jagd unterbricht. Stilistisch nutzte der Künstler italienische Referenzen, insbesondere aus der venezianischen Schule, und schöpfte Inspiration von Meistern wie Tizian und Tintoretto. Die visuelle Erzählung konzentriert sich auf den ausgestreckten Zeigefinger des Satyrs, der den Blick des Betrachters auf die nackte Figur der Diana lenkt und damit sowohl die Lust des Raubtiers als auch die Verletzlichkeit der Frauen betont. Die Anordnung platziert die schlafende Göttin und ihre Attribute, darunter Bogen und Köcher, links, während der Satyr von rechts herannaht, was eine dynamische Interaktion zwischen den Figuren und dem Betrachter schafft.

Geschichte und Provenienz

Das Gemälde wurde zwischen 1622 und 1627 von Anthony van Dyck geschaffen, wahrscheinlich in Zusammenarbeit mit Frans Snyders, wie im Wikipedia-Eintrag vermerkt. Es gelangte in die spanische königliche Sammlung und wurde erstmals im Palacio Real de Madrid dokumentiert, zog später 1747 zum Palacio del Buen Retiro unter Infante Don Luis um, dann zum Casón del Buen Retiro bis 1794, bevor es 1794 vom Museo del Prado erworben wurde, wo es bis heute verbleibt. Vor 2002 wurde das Werk fälschlich als Darstellung des Endymion identifiziert, doch stilistische Analyse bestätigte die schlafende Figur neben Diana als Nymphe und korrigierte damit den Titel und das Verständnis der Komposition.

Diana und eine Nymphe, überrascht von einem Satyr befindet sich derzeit im Museo del Prado in Madrid, Spanien. Das Werk gelangte in die spanischen königlichen Sammlungen und wurde erstmals im neuen Palacio Real de Madrid in der Nähe des Guardajoyas verzeichnet, wo es bis 1747 verblieb. Anschließend zog es zum Palacio del Buen Retiro in das Zimmer von Infante Don Luis, bevor es 1772 zum Casón del Buen Retiro transferiert wurde. Das Gemälde wurde 1794 offiziell Teil der Sammlung des Museo del Prado, wo es seitdem verbleibt. Keine spezifische Inventar- oder Akzessionsnummer ist in den verfügbaren Aufzeichnungen angegeben. Das Werk wurde in einem Prado-Katalog von 1857 fälschlich als Diana und Endymion, überrascht von einem Satyr bezeichnet; dieser Fehler wurde 2002 korrigiert, als die schlafende Figur als Nymphe und nicht als Endymion wiedererkannt wurde.

Kontext

Diana und eine Nymphe, überrascht von einem Satyr wurde in der kunsthistorischen Forschung für seine komplexe Autorschaft und ikonographische Neuinterpretation untersucht. Frühe Aufzeichnungen verorten das Gemälde 1747 in der spanischen königlichen Sammlung im Palacio Real de Madrid, bevor es zum Palacio del Buen Retiro und später zum Museo del Prado 1794 transferiert wurde (Quellen 2, 3). Eine Fehlidentifizierung als Diana und Endymion, überrascht von einem Satyr in einem Prado-Katalog von 1857 hielt bis 2002 an, als stilistische und figürliche Analyse die schlafende Figur als Nymphe bestätigte und den langjährigen Fehler korrigierte (Quellen 3, 5). Das horizontale Format, die dynamische Komposition und die sinnliche Darstellung des Blicks des Satyrs spiegeln die barocke Experimentierfreude mit mythologischer Erzählung und den Einfluss venezianischer Meister wie Tizian und Tintoretto wider, was das Werk in van Dycks umfassendere Synthese flämischer Technik und italienischer Grandezza einordnet (Quellen 3, 5).

Nachwirkung

Das Gemälde Diana und eine Nymphe, überrascht von einem Satyr wurde Teil der spanischen königlichen Sammlung und gelangte 1794 in das Museo del Prado, wo es bis heute ausgestellt ist. Seine Provenienz umfasst eine frühe Erscheinung im Palacio Real de Madrid, einen Umzug zum Palacio del Buen Retiro 1747 und eine letzte Verlagerung zum Casón del Buen Retiro 1772, bevor es dem Prado zugängig wurde. Eine Fehlidentifizierung als Diana und Endymion, überrascht von einem Satyr in einem Prado-Katalog von 1857 hielt bis 2002 an, als eine Neubetrachtung die schlafende Figur als Nymphe bestätigte, den Titel korrigierte und das mythologische Sujet bestätigte. Das Werk beeinflusste spätere Forschung zur barocken mythologischen Malerei, insbesondere bezüglich der Zusammenarbeit zwischen van Dyck und Snyders sowie der Darstellung von Satyrfiguren in der flämischen Kunst.

Die Komposition, die Diana und eine Nymphe nach der Jagd schlafend in einem Wald zeigt, während ein lüsterner Satyr nach ihnen greift, prägte spätere barocke Darstellungen mythologischer Akte und Satyre und verstärkte die sinnliche Spannung des Genres. Sein stilistischer Einfluss zeigt sich in späteren Werken, die van Dycks dramatische Fingerzeiggeste und sein Chiaroscuro-Modellierung der weiblichen Form übernehmen, wie in kunsthistorischen Übersichten zur mythologischen Malerei des 17. Jahrhunderts festgestellt.

Diana and Her Nymphs Asleep, Spied Upon by Satyrs
Diana and Her Nymphs Asleep, Spied Upon by Satyrs, Jan Brueghel, the elder

Artist & collection

Portrait of Anthony van Dyck

Artist

Anthony van Dyck

Sir Anthony van Dyck (; Dutch: Antoon van Dijck; 22 March 1599 – 9 December 1641) was a Flemish Baroque artist, who became the leading court painter in England after success in the Spanish Netherlands and Italy.

Museo del Prado

Museum

Museo del Prado

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