Artwork
Portrait of a man

Portrait of a man is an oil painting by the Flemish Baroque painting artist Anthony van Dyck. It dates from 1630 and is held in the collection of the National Museum in Warsaw.
About this work
Übersicht
Portrait of a Man bezeichnet mehrere eigenständige Gemälde des flämischen Künstlers Anthony van Dyck, die nicht identifizierte männliche Modelle darstellen.
Portrait of a Man bezeichnet mehrere eigenständige Gemälde des flämischen Künstlers Anthony van Dyck, die nicht identifizierte männliche Modelle darstellen. Van Dyck, einer der gefeiertsten Porträtmaler des siebzehnten Jahrhunderts, schuf diese Werke zu verschiedenen Zeitpunkten seiner Karriere, von seiner frühen Phase in Antwerpen um 1618 bis in die 1630er Jahre. Ausgeführt in Öl auf Leinwand und Holztafeln, zeichnen sich die Gemälde durch ihren aristokratischen Charme und ihre elegante Stilisierung aus. Bedeutende Versionen befinden sich im Rijksmuseum in Amsterdam, im Metropolitan Museum of Art in New York, im Nationalmuseum in Warschau und im Museo del Prado in Madrid.
Motiv und Bedeutung
Die Modelle in diesen Porträts bleiben weitgehend unbekannt, obwohl die Version im Rijksmuseum eine Inschrift trägt, die das Motiv als Johannes Baptista Franck im Alter von zweiunddreißig Jahren identifiziert. Auf der Leinwand in Warschau zeigt sich der Mann mit dunklen, gewellten Haaren, einem gekräuselten Schnurrbart und einem kleinen spitzen Bart. Er wendet sich dreiviertel nach links und begegnet dem Betrachter mit einem direkten Blick. Er trägt einen weißen, geschweiften flachen Kragen über dunkler Kleidung. Van Dyck verlieh seinen Modellen eine aristokratische Präsenz und eine studierte Nachlässigkeit, die dazu diente, seine Auftraggeber zu schmeicheln und sie als reale Individuen darzustellen, nicht als idealisierte Typen.
Technik und Stil
Van Dycks Technik in diesen Porträts stützt sich auf starkes, gerichtetes Licht, um das Gesicht vor dunklen, einheitlichen Hintergründen zu modellieren und ausgeprägte Schatten auf der gegenüberliegenden Seite von Nase, Wange und Hals zu erzeugen. Die Palette wird von tiefen Brauntönen und Schwarztönen in der Kleidung und im Hintergrund dominiert, kontrastiert durch warme Fleischfarben und helle weiße Kragen. Sein Pinselstrich variiert von glatt und verschmolzen in den Gesichtszügen bis hin zu lockerer und strukturierter in den Hintergründen und der Kleidung, was die elegante Nonchalance des Modells unterstreicht. Die Warschauer Version, ein Öl auf Leinwand mit den Maßen 35,7 mal 28,5, weist eine umfangreiche Rissbildung über der gesamten Farboberfläche auf. Die Version im Rijksmuseum ist eine größere Ölmalerei auf Leinwand mit den Maßen 75 mal 59 Zentimeter, während das frühe Werk des Metropolitan Museum of Art Öl auf Holz ist und 41 3/4 mal 28 5/8 Zoll misst. Eine Restaurierung einer frühen Antwerpener Version enthüllte zahlreiche Änderungen an der Kleidung, die vorgenommen wurden, um mit der sich wandelnden Mode Schritt zu halten.
Geschichte und Provenienz
Das Gemälde im Rijksmuseum, datiert auf etwa 1620, verfügt über eine gut dokumentierte Provenienz. Es befand sich vor 1804 in der Pariser Sammlung von Lucien Bonaparte, zog dann nach dessen Exil nach Rom, wo es im Palazzo Lancellotti und später im Palazzo Nuñez ausgestellt wurde. Lucien Bonaparte versuchte, es 1820 an die Accademia di San Luca zu verkaufen und beantragte 1823 und 1826 Ausfuhrgenehmigungen. Der Händler Armand-Jacques Fossard erwarb es in Paris, und es ging über John Smith 1833 an Adriaan van der Hoop über. Van der Hoop vermachte es 1854 der Stadt Amsterdam, und es befindet sich seit 1885 in Leihgabe im Rijksmuseum. Die Version des Metropolitan Museum of Art, datiert auf etwa 1818, gelangte 1889 durch das Geschenk der Marquand Collection in die Sammlung. Eine Version im Toledo Museum of Art, datiert auf etwa 1630, wurde 1964 mit Mitteln aus dem Libbey Endowment erworben.
Kontext
Diese Porträts entstanden in entscheidenden Momenten von Van Dycks Karriere. Die Werke des Metropolitan Museum und aus Antwerpen stammen aus der Zeit kurz nach dem Weggang des jungen Künstlers aus dem Atelier von Peter Paul Rubens und spiegeln seine frühe unabhängige Entwicklung in Antwerpen wider. Das Gemälde im Rijksmuseum, aus etwa 1620, zeigt seine schnelle Meisterschaft im aristokratischen Porträt. In den 1630er Jahren, vertreten durch die Version in Toledo, hatte sich Van Dyck als führender Porträtmaler Europas etabliert. Die wissenschaftliche Aufmerksamkeit galt seinem frühen Arbeitsprozess, wobei Restaurierungsarbeiten seine Methode aufzeigten, Kleidung zu aktualisieren, um sie an die zeitgenössische Mode anzupassen. Ausstellungen wie das Jeppson Idea Lab 2015 im Worcester Art Museum hoben diese technischen Entdeckungen hervor.
Artist & collection
Artist
Sir Anthony van Dyck (; Dutch: Antoon van Dijck; 22 March 1599 – 9 December 1641) was a Flemish Baroque artist, who became the leading court painter in England after success in the Spanish Netherlands and Italy.


















