Artwork
Das Gastmahl des Herodes mit der Enthauptung des hl. Johannes des Täufers

Das Gastmahl des Herodes mit der Enthauptung des hl. Johannes des Täufers is an oil painting by the Flemish Baroque painting artist Bartlomiej Strobel. It dates from 1630 and is held in the collection of the Museo del Prado. Das Gastmahl des Herodes mit der Enthauptung des hl.
About this work
Sujet und Bedeutung
Das Gastmahl des Herodes mit der Enthauptung des hl. Johannes des Täufers zeigt zwei Momente aus der biblischen Erzählung vom Tod Johannes des Täufers: das Bankett des Herodes Antipas, auf dem Salome den abgetrennten Kopf präsentiert, sowie die separate Hinrichtungsszene, die rechts von einer teilenden Säule angeordnet ist. Symbolisch gesehen fungiert das Werk als Allegorie auf das Leiden Schlesiens während des Dreißigjährigen Krieges, wobei der abgetrennte Kopf Johannes des Täufers, gestaltet im Porträt des Herzogs Johann Christian von Brieg, auf Strobels verlorene Heimat verweist. Das Gemälde enthält zahlreiche Porträts zeitgenössischer europäischer politischer und militärischer Persönlichkeiten, darunter Vertreter aus Sachsen, Frankreich, England, Spanien und der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen, was den breiteren europäischen Kontext des Konflikts widerspiegelt. Interpretationen der Allegorie betonen einen Appell an die christliche Einigkeit zur Rettung einer kriegszerstörten Region, wobei die Bankettszenerie Indifferenz mit der dramatischen Präsentation des Martyriums kontrastiert.
Technik und Stil
Das Werk ist in Öl auf Leinwand ausgeführt, einem außergewöhnlich großen Träger mit den Maßen 2,80 mal 9,52 Meter.
Das Werk ist in Öl auf Leinwand ausgeführt, einem außergewöhnlich großen Träger mit den Maßen 2,80 mal 9,52 Meter. Strobel teilt die Komposition durch eine Säule, wobei er die Bankettszene links platziert und die weitaus kleinere Enthauptungsszene nach rechts verlegt, was diese traditionelle zweiteilige Anordnung ins Extrem treibt. Der Stil der Figuren variiert markant innerhalb einer einzigen Gruppe, wobei realistische Porträtkunst mit verallgemeinerten, idealisierten Gesichtern, besonders bei den Frauen, und expressiver Karikatur gemischt wird. Viele Kostüme sind mit präziser Detailtreue wiedergegeben, wobei die Moden von französischen Stilen der 1630er Jahre bis zu polnischer Tracht reichen, mit einigen rein fantastischen Elementen. Zwei Jungen am linken Tischende tragen polnische Trachten, darunter ein charakteristisches dreifedriges Szkofia-Hutabzeichen und eine gekrümmte Szabla-Säbel, während eine Figur hinter ihnen die modifizierte römische Militäruniform trägt, die typisch für Göttinnen und allegorische Figuren des nordischen Manierismus ist. Die Mischung von Gesichtstypen und Kleidung erinnert an nordische Passionsgemälde des fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderts, mit Echos des fantastischen Stils des Grafikers Jacques Bellange.
Geschichte und Provenienz
Das Gemälde wird zwischen etwa 1630 und 1643 datiert, wobei die technischen Akten des Museo del Prado um 1630 angeben. Provenienzforschungen verbinden das Werk mit Elbing in den frühen 1640er Jahren, wo es wahrscheinlich von Gerhard und Margarethe von Dönhoff in Auftrag gegeben wurde, schlesische Adlige, die mit dem Hof Władysław IV. Wasa verbunden waren. Eine alternative Hypothese schlägt Władysław IV. selbst als Auftraggeber vor, angesichts von Strobels Ernennung zum Hofkünstler 1639. Frühere Zuschreibungen deuten auf einen Auftrag von Karl Ferdinand Wasa, dem Fürstbischof von Breslau, hin, bevor Strobel die Stadt 1634 verließ. Im neunzehnten Jahrhundert befand sich die Leinwand in der spanischen königlichen Sammlung, dokumentiert unter Philipp V., Elisabeth Farnese, Karl III. und Ferdinand VII., und wurde anschließend in das Museo del Prado in Madrid überführt, wo sie sich bis heute befindet.
Das Gemälde befindet sich im Besitz des Museo del Prado in Madrid, wo es derzeit ausgestellt ist. Laut des eigenen Katalogeintrags des Prado wird das Werk zwischen 1630 und 1633 datiert, was früher ist als einige alternative wissenschaftliche Datierungen.
Wikidata verzeichnet das Gemälde als Teil der Sammlung des Museo del Prado und listet zugehörige Standorte wie den Königlichen Palast von Aranjuez und den Königlichen Palast von La Granja de San Ildefonso, was darauf hindeutet, dass es in königlichen spanischen Sammlungen aufbewahrt wurde. Die durch Besitznachweise zurückverfolgte Provenienz umfasst Philipp V. von Spanien, Elisabeth Farnese, Karl III. von Spanien und Ferdinand VII. von Spanien, was zeigt, dass das Werk durch aufeinanderfolgende spanische königliche Sammlungen ging, bevor es in den Prado gelangte.
Keine spezifischen temporären Leihausstellungen oder Wanderausstellungen sind in den verfügbaren Quellen dokumentiert.
Nachwirkung
Die allegorische Ambition des Gemäldes und seine überfüllte Galerie zeitgenössischer europäischer Führungspersönlichkeiten haben es zu einem Schlüsselwerk für Interpretationen der politischen und religiösen Spannungen der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts gemacht. Gelehrte lesen das Werk als Appell zur Befreiung Schlesiens während des Dreißigjährigen Krieges, wobei sie das Wappentier der Stadt Breslau, den Kopf Johannes des Täufers, mit Strobels eigener Vertreibung nach 1634 in Einklang bringen. Seine monumentale Größe und die Synthese biblischer Erzählung mit identifizierbaren Porträts, die von Wallenstein und seinem Umkreis bis zu Figuren wie Maarten Tromp und Karl I. von England reichen, haben seinen Status als visuelles Manifest der Konflikte der Epoche gefestigt. Die dauerhafte Ausstellung im Prado hat die Komposition seit mindestens dem achtzehnten Jahrhundert in den spanischen königlichen Sammlungen verankert, was ihre kanonische Stellung im Bestand des Museums und in breiteren Erzählungen der europäischen Barockallegorie festigt.
Artist & collection
Artist
Bartholomeus Strobel the Younger or Bartholomäus in German or Bartlomiej in Polish (11 April 1591 (baptised) – after 1650) was a Baroque painter from Silesia, who worked in Prague, Silesia, and finally Poland, where he…









