Artwork

The Lemon

The Lemon, by Édouard Manet, oil
The Lemon, by Édouard Manet, oil

The Lemon is an oil painting by the Impressionist artist Édouard Manet. It is held in the collection of the Musée d'Orsay.

About this work

Die obere Kante trägt die Zahl "1786", die ein Hinweis auf etwas sein könnte, aber nicht das Entstehungsjahr des Gemäldes ist.

Dieses Gemälde zeigt eine einzelne, leuchtend gelbe Zitrone, die in dunklem, trübem Wasser schwebt. Die Zitrone wirkt fast zu real, mit einer glatten, glänzenden Oberfläche. Der Hintergrund ist überwiegend schattiges Grün und Grau, was die Zitrone noch mehr hervorhebt.

Der Rahmen ist aufwendig gestaltet, mit geschnitzten Golddetails, die wie Wirbel und Blätter aussehen. Die obere Kante trägt die Zahl "1786", die ein Hinweis auf etwas sein könnte, aber nicht das Entstehungsjahr des Gemäldes ist.

Wenn Sie einfache, aber eindringliche Gemälde mögen, sehen Sie sich Édouard Manet an.

Sujet und Bedeutung

Das Gemälde zeigt eine einzelne Zitrone, die horizontal auf einer dunklen, metallisch wirkenden Platte liegt, wiedergegeben in verschiedenen Gelbtönen vor einem undefinierbaren braunen Hintergrund. Während die Komposition an die Tradition der niederländischen und spanischen Stilllebenmalerei des 17. Jahrhunderts erinnert, insbesondere an die Werke von Willem Claesz. Heda, fehlt dem Kunstwerk die explizite Vanitas-Symbolik bezüglich der Vergänglichkeit, die bei diesen Vorgängern häufig anzutreffen ist. Gelehrte vermuten, dass das Werk primär als dekoratives Farb- und Texturstudium fungiert, beschrieben als eine "Harmonie von Grau und Gelb", und nicht als Erzählung über Nahrungskonsum oder Vergänglichkeit. Anders als in Manets früheren Darstellungen, wo Zitronen geschält oder in Mahlzeitsszenarien geschnitten erschienen, um Gebrauch zu signalisieren, betont diese isolierte Frucht die malerischen Qualitäten des Objekts selbst und dient als spätkarriereübergreifende Erkundung des Stilllebengenres.

Technik und Stil

Die Zitrone ist ein kleinformatiges Ölgemälde auf Leinwand im Format 14 mal 22 cm, um 1880 entstanden. Die Komposition zeigt eine einzelne Zitrone in Nahaufnahme und annähernd in Naturgröße, auf der Seite liegend auf einer dunklen, metallisch-grauen Platte. Die Spitzen der Frucht weisen zu den seitlichen Bildrändern hin, wobei eine gedachte Linie zwischen ihnen leicht von links nach rechts ansteigt. Die Zitrone ist in verschiedenen Gelbtönen gehalten, von Françoise Cachin als "Harmonie von Grau und Gelb" beschrieben, mit teilweise impastohaft aufgetragener Farbe, bei der einzelne Pinselstriche deutlich sichtbar bleiben. Der gewölbte Rand der Platte schimmert silbrig, und der Gelbton der Zitrone spiegelt sich auf ihrer glatten Oberfläche wider; Alfred Stevens bezeichnete sie als "japanische Platte", während Carol Armstrong sie als Zinnteller identifizierte.

Die Platte ruht auf einer Fläche, die etwa die unteren zwei Drittel des Bildes einnimmt, im Vordergrund hellbraun und nach hinten hin verdunkelnd, mit einigen dunklen Strichen nahe der unteren Kante, die Holzmaserung andeuten. Ein monochromes, dunkelbraunes Feld bildet den oberen Hintergrund. Eine außerhalb des Bildes befindliche Lichtquelle beleuchtet die Frucht von vorne. Die lose Pinselführung entspricht der malerischen Manier des Impressionismus, und die Leinwand ist unten rechts mit "E. Manet" signiert, einer Unterschrift, die Suzanne Manet nach dem Tod des Malers hinzufügte.

Geschichte und Provenienz

Um 1880 entstanden, ist Die Zitrone ein Spätwerk von Édouard Manet, in Öl auf Leinwand gemalt. Das Werk misst 14 cm in der Höhe und 22 cm in der Breite. Das Gemälde befand sich im Besitz von Isaac de Camondo, bevor es in die Sammlung des Musée d'Orsay in Paris gelangte. Manet signierte das Werk in der unteren rechten Ecke mit "E. Manet"; diese Signatur wurde jedoch posthum von seiner Frau Suzanne nach dem Tod des Künstlers hinzugefügt. Das Werk gehört zu einer Reihe von Stillleben, die Manet in seinen letzten Jahren schuf, inspiriert von niederländischen und spanischen Barocktraditionen, mit Fokus auf einzelne Objekte.

Kontext

Um 1880 entstanden, gehört Die Zitrone zu Édouard Manets Spätphase, einer von Stillleben im impressionistischen Stil geprägten Schaffensperiode, bei der einzelne Objekte häufig als Motive isoliert wurden. Obwohl das Werk kein direktes Vorbild hat, situieren Kunsthistoriker es innerhalb der breiteren Traditionen der niederländischen und spanischen Barockmalerei. Manet selbst beschrieb das Stillleben als den "Prüfstein des Malers", ein Genre, das etwa ein Fünftel seines Gesamtwerks ausmacht. Während niederländische Vorbilder des 17. Jahrhunderts solche Bildmotive oft zur Darstellung von Vergänglichkeit oder Vanitas nutzten, ist für Manet keine solche spezifische Absicht dokumentiert; Gelehrte vermuten, sein Fokus könnte rein dekorativer Natur gewesen sein, mit Betonung von Oberflächenpracht und Farbnuancen statt moralisierendem Inhalt. Gemalt nur drei Jahre vor seinem Tod, wird das kleinformatige Werk für seine singuläre Kraft bemerkt und dient als Laboratorium, in dem der Künstler die Komposition auf wesentliche Elemente von Farbe, Textur und Einfachheit reduzierte.

Lemons
Lemons, George Henry Hall

Artist & collection

Portrait of Édouard Manet

Artist

Édouard Manet

Édouard Manet was a French modernist painter. He was one of the first 19th-century artists to paint modern life, as well as a pivotal figure in the transition from Realism to Impressionism.

Musée d'Orsay

Museum

Musée d'Orsay

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