Artwork
Kartenspieler

Kartenspieler is an oil painting by the Rococo painting artist Francisco de Goya. It dates from 1789 and is held in the collection of the Museo del Prado.
About this work
Sujet und Bedeutung
Das Gemälde zeigt eine Gruppe von Majos, junge Männer aus dem niederen Madrider Adel, die unter einem Baum ein Kartenspiel spielen.
Das Gemälde zeigt eine Gruppe von Majos, junge Männer aus dem niederen Madrider Adel, die unter einem Baum ein Kartenspiel spielen. Eine Figur steht hinter einem sitzenden Spieler und signalisiert heimlich einem Partner, was ein Kartentrickszenario andeutet. Die Figur des Betrügers war ein vertrautes moralisierendes Motiv in der Genremalerei des 18. Jahrhunderts, und Goya adaptiert es mit gesteigertem Realismus und psychologischer Spannung. Goya schöpfte direkte Inspiration aus Caravaggios *Die Falschspieler* (um 1595), übernahm dessen inszenierte Täuschung und die den Betrachter einbeziehende Komposition. Indem er den Falschspieler in den Vordergrund rückt und scharfe Kontraste von Licht und Schatten einsetzt, unterstreicht Goya die Spannung zwischen Ehrlichkeit und Betrug und verbindet die Szene mit aufklärerischen Kritiken an Laster und Torheit.
Technik und Stil
Ausgeführt in Ölfarbe auf Leinwand, misst das Werk 270 cm auf 167 cm. Goya verwendete eine lose Pinselführung, die bei näherer Betrachtung den Eindruck äußerster Detailgenauigkeit erweckt. Die Komposition nutzt eine klassische pyramidale Struktur, um die Figuren in einer natürlichen Außenszene anzuordnen und ein ausgewogenes räumliches Gleichgewicht zu schaffen.
Der Künstler setzte starke Kontraste von Licht und Schatten ein, um den Realismus der Szene zu steigern und die leuchtenden Farben zu betonen. Diese Behandlung der Beleuchtung zieht den Betrachter in die Erzählung des Kartenspiels hinein. Das Gemälde spiegelt Goyas Meisterschaft in der Darstellung der Ikonographie des 18. Jahrhunderts wider, vereint in einem Stil, der Naturalismus mit dramatischen Lichteffekten verschmilzt.
Geschichte und Provenienz
Das Werk wurde 1777 als Teil einer zweiten Serie von Wandteppich-Kartons in Auftrag gegeben, die für das Speisezimmer des Prinzen von Asturien, des späteren Karl IV., und seiner Frau María Luisa von Parma im Palacio del Pardo bestimmt waren. Es wurde am 25. Januar 1778 an die Königliche Wandteppichmanufaktur geliefert und als Wandteppich-Karton inventarisiert. Nachdem es als verschollen galt, wurde die Leinwand 1869 im Keller des Königlichen Palasts von Madrid von Gregorio Cruzada Villaamil wiederentdeckt. Sie wurde anschließend durch Dekrete vom 19. Januar und 9. Februar 1870 in das Museo del Prado überführt und seither in Raum 85 ausgestellt. Das Gemälde befindet sich in der Sammlung des Museo del Prado in Madrid, wo es in Raum 85 gezeigt wird. Obwohl 1777 für die Königliche Wandteppichmanufaktur geschaffen und am 25. Januar 1778 geliefert, galt das Werk bis zu seiner Wiederentdeckung 1869 im Keller des Königlichen Palasts von Madrid durch Gregorio Cruzada Villaamil als verschollen. Nach den Dekreten vom 19. Januar und 9. Februar 1870 wurde die Leinwand in das Museum überführt und erschien erstmals 1876 in dessen Katalog. Ursprünglich als Wandteppich-Karton für das Speisezimmer des Prinzen von Asturien im Palacio del Pardo konzipiert, gehörte das Stück zu einer spezifischen Serie, die für Karl IV. und Maria Luisa von Parma bestimmt war. Goya erhielt für diesen Auftrag 5.000 Reales.
Kontext
Das Gemälde exemplifiziert Goyas Auseinandersetzung mit den alltäglichen Sitten des spanischen Adels im späten 18. Jahrhundert und spiegelt das soziale Milieu der Majos wider, das er zunehmend darstellte. Es gehört zur zweiten Serie von Wandteppich-Kartons, die für das Speisezimmer des Prinzen von Asturien im Palacio del Pardo in Auftrag gegeben wurden, ein Projekt, das mit der kulturellen Mäzenatentätigkeit des königlichen Hofes verbunden war. Das Werk wurde am 25. Januar 1778 an die Königliche Wandteppichmanufaktur geliefert und verblieb in privaten königlichen Räumen bis zu seiner Wiederentdeckung 1869 durch Gregorio Cruzada Villaamil, nach der es 1870 in die Sammlung des Museo del Prado überging. Seine Komposition knüpft an Caravaggios Die Falschspieler (1595) an und interpretiert das Thema des Betrugs durch eine pyramidale Figurenanordnung, dramatisches Chiaroscuro und naturalistische Detailtreue neu. Goyas Pinselführung balanciert lose Auftrag mit komplexer Oberflächendetailierung und betont räumliche Harmonie und emotionale Spannung. Die Provenienz des Gemäldes, einschließlich seiner Katalogisierung 1876 und seiner Präsentation in Raum 85, unterstreicht seine Bedeutung innerhalb von Goyas Gesamtwerk und der Entwicklung seiner Karriere am spanischen Hof.
Artist & collection
Artist
Francisco José de Goya y Lucientes was a Spanish romantic painter and printmaker.


















